Am 1.1.2015 habe ich meinen Lesern das "Du" angeboten.
In den älteren Artikeln sieze ich noch, wir bleiben aber natürlich gerne beim "Du". :-)

Die eigene Arbeitsorganisation kann man selbständig verbessern, wenn man ein paar Dinge beachtet. So habe ich vor ein paar Jahren auch angefangen. Einfacher und schneller geht es natürlich mit einem Profi.

Leider gibt es aber auch Strategien, die nicht funktionieren. Hier die 5 verbreitesten Strategien, wie man seine Arbeitsorganisation nicht verbessert:

  1. “Produkt XYZ wird alle meine Probleme lösen.” All diese Produkte rund um Arbeitsorganisation und Zeitmanagement sind unglaublich faszinierend. Ich liebe sie und kann beruflich ausführlich damit herumspielen. Doch vergessen Sie nie: Produkte (und besonders Software!) sind nur Hilfsmittel. Sie können bei der Arbeitsorganisation unterstützen, aber kosten nur Zeit und viel Geld, wenn die Grundsätze einer erfolgreichen Arbeitsorganisation unbekannt sind oder nicht umgesetzt werden können. Deshalb spielt es auch keine Rolle, welche Hilfsmittel Sie nutzen. Letztlich ist es eine Frage des Geschmacks. Sogar mit Word oder einem einfachen Texteditor kann man seine Aufgaben erfolgreich verwalten.
  2. “Ich habe alles ausprobiert und nichts funktioniert.” Produktives Arbeiten ist  eine Sache erfolgreicher Gewohnheiten. Um diese zu erlernen, braucht es Zeit. Zu viele neue Ideen, Techniken und Systeme können schnell überfordern und schlussendlich setzt man eben doch nichts um.
  3. “Ich habe keine Zeit.” Natürlich, wenn man ja unorganisiert ist,  keine Überblick und keinen klaren Kopf für die Arbeit hat. :-) Um die Arbeitsorganisation zu verbessern, muss man zunächst tatsächlich Zeit und Energie investieren. Mittelfristig, ja sogar schon kurzfristig macht sich diese Zeit aber mehrfach bezahlt. Wie beim Holzfäller mit der stumpfen Säge.
  4. “Mein System ist noch nicht perfekt.” Und? Wollen Sie eine perfekte Arbeitsorganisation, oder wollen Sie Ihre Aufgaben schneller/besser/effektiver/effizienter/ruhiger/gezielter/smarter/bewusster erledigen? Da bin ich Pragmatiker: Mein System ist dann perfekt, wenn ich damit meine Ziele erreiche und wenn der Aufwand und der Ertrag in einem für mich vernünftigen Verhältnis stehen. Wenn ich dabei ein System (wie GTD) nicht zu 100% dem Buchstaben getreu umsetze oder wenn ich nicht alles aus meiner Software heraushole, ist mir das egal. Hauptsache, ich habe die Grundsätze verstanden. Dann passe ich sie an meinen spezifischen Alltag an.
  5. “Mein Freund hat mir geholfen.” Das ist nett, wenn ein Freund, eine Bekannte oder ein Familienmitglied helfen will. Nur leider funktioniert das System, welche für ihn/sie funktioniert, für Sie nicht unbedingt – eher im Gegenteil. Ein guter Trainer weiss genau, das jeder Mensch ein anderes System braucht. Meine Seminare sind nur dann erfolgreich, wenn jede Person am Ende ihr eigenes System gefunden hat. Dies ist für die eine ein anderes als für den anderen oder für mich. Wichtig ist, jemanden dabei zu unterstützen, sein System zu finden und sicherzustellen, dass die wichtigsten Grundsätze abgedeckt sind.

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