Am 1.1.2015 habe ich meinen Lesern das "Du" angeboten.
In den älteren Artikeln sieze ich noch, wir bleiben aber natürlich gerne beim "Du". :-)

Im Rahmen von GTD habe ich den wöchentlichen Rückblick (oder “weekly review”) entdeckt und lieben gelernt. Schnell habe ich begriffen, dass Ziele setzen sehr wichtig ist, aber dass es genauso wichtig ist, immer wieder einmal zurück zu blicken und zu überprüfen, ob man auf Kurs ist. Ansonsten läuft man in Gefahr, in die falsche Richtung zu fahren. Deshalb widmet ich dem Rückblick einen eigenen Eintrag.


Es gibt verschiedene geeignete Zeitpunkte, um zurück zu schauen. Voraussetzung ist aber natürlich, dass man sich vorher Ziele gesetzt hat.

  • Jahresrückblick: Das Jahresende bietet sich natürlich für einen Rückblick an. Viele Menschen nutzen diese Zeit, sich neue Ziele zu setzen. Über den Jahresrückblick habe ich bereits letzten Freitag geschrieben.
  • Wochenrückblick: Am besten, man reserviert sich wöchtentlich Zeit für einen Wochenrückblick. Im Büro mache ich das jeweils Freitag Nachmittag, weil dann nicht mehr viel los ist und ich nicht abgelenkt bin; zu Hause mache ich das am Wochenende. Für den Wochenrückblick gibt es verschiedene Schritte:
    1. Ziele überprüfen: Hier schaue ich mir meine Ziele an: Die Wochenziele und die Jahresziele. Anfangs der Woche habe ich ein paar Ziele definiert, die ich diese Woche erreichen will. Es sind nur wenige Ziele (maximal 5), auf die ich mich dann fokussiere. Wo stehe ich jetzt am Ende der Woche? Kann ich sie abhaken? Dann schaue ich auf die Jahresziele und überprüfe, ob ich da noch auf Kurs bin. Es kann natürlich sein, dass ich nicht vorwärts gekommen bin, aber es kann auch sein, dass ich einen kleinen Schritt in die richtige Richtung gemacht habe. Der Rückblick hat die Wirkung, dass man sich die Ziele wieder bewusst macht, damit man weiterhin seine Energie und seinen Fokus darauf richten kann.
    2. Tasche leeren: Wöchentlich leere ich meine Tasche, die ich immer dabei habe. Darin sind meine wichtigsten Tools: Mein Kalender, mein kleines Notizbuch – wo ich meine Tages- und Wochenziele notiere und Ideen sammle – mein grosses Notizbuch – gespickt mit MindMaps zu allen möglichen Themen – sowie all die Gadgets und Sachen, die man halt so umher trägt (iPod, Handy, Geldbeutel, Schlüssel usw.). Oft liegen dort auch noch Notizzettel oder Einkaufbelege drin. Diese kann ich nach dem Leeren dann weiter verarbeiten.
    3. Notizen: Ich gehe meine Notizen durch. Meistens habe ich die ja schon direkt in den Eingangskorb gelegt und von dort weiter verteilt an den richtigen Ort. Aber oft habe ich doch noch einzelne Zettel oder Ideen in meinem Notizbuch, die ich dann Ende Woche sammle und weiter verarbeite.
    4. Kalender: Ich kontrolliere, ob ich alles erledigt habe, was im Kalender steht und schaue schon mal, was kommende Woche ansteht und ob der Kalender aktuell ist.
    5. ToDo-Listen: Gibt es Punkte, die ich vergessen habe abzuhaken? Sind alle Einträge aktuell? Oder hat sich einer von einem “ToDo” zu einem “Warten auf” verändert?
    6. Kopf leeren: Der Schlüssel zu meinem Organisationssystem – welches sich an GTD anlehnt – ist das regelmässige Leeren meines Kopfes von allen Dingen, an die ich mich erinnern muss: Einkäufe, Ideen, Aufgaben, Termine usw. All das verwalte ich lieber auf Papier als im Kopf. Deshalb notiere ich laufend alles, was mir einfällt. Aber trotzdem leere ich den Kopf Ende Woche nochmals bewusst, damit er dann wirklich leer ist (naja, zumindest leer an den angesprochenen Dingen :-) ).
  • Tagesrückblick: Hier gilt eigentlich dasselbe wie beim Wochenrückblick: Kurzer Rückblick auf die Ziele des Tages, kurzes Aufräumen und Leeren des Eingangskorbes. Hinzu kommt dann abends noch ein generelle Gedanken über den Tag. Wie war der Tag für mich? Was ging gut, was lief schief? Was kann ich besser machen? Was bringt der morgige Tag?

Zugegeben: Es ist nicht einfach, das durch zu ziehen. Oft ist man zu müde oder hat so viel um die Ohren, dass man auch die Ruhe und die Zeit für einen Rückblick nicht findet. Das ist nicht schlimm. Aber generell versuche ich, regelmässig zurück zu blicken. Wenn ich das über eine längere Zeit nicht mehr gemacht habe, merke ich, wie ich beginne, die Kontrolle zu verlieren. Und dann hilft nur noch ein Stopp.

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