Am 1.1.2015 habe ich meinen Lesern das "Du" angeboten.
In den älteren Artikeln sieze ich noch, wir bleiben aber natürlich gerne beim "Du". :-)

Dinge zielgerichtet zu erledigen, heißt, sich bewusst zu sein, weshalb man etwas tut und zu erkennen, wann die Qualität hoch genug ist und man die Aufgabe beenden kann.

Manchmal ist “gut” besser als “das Beste”. Nämlich wenn “das Beste” nie fertig wird. Oder nicht geliefert wird. Oder überhaupt nicht gemacht wird.

Haben sie auch schon Gelegenheiten verpasst, nur weil Sie auf den besten Moment, ja sogar auf den perfekten Moment gewartet haben? Haben Sie auch schon eine tolle Idee nicht umgesetzt, weil der beste Moment zur Umsetzung nie gekommen ist?

Genau in diesen Situationen ist “gut” besser als “das Beste”. Vielleicht denken Sie manchmal, wenn Sie etwas bei der Konkurrenz entdecken: “Das hätte ich auch können”. Aber Sie haben nicht. Die Konkurrenz schon. Warum?

Auch hier reicht “gut” völlig aus und schon hat derjenige, der etwas tut, die Nase vorn.

Wann ist die Qualität hoch genug?

Das heißt natürlich nicht, dass Sie nur das Minimum machen sollen. Aber es heißt: Versuchen Sie zu erkennen, wann die Qualität hoch genug ist und Sie eine Aufgabe beenden können.

Versuchen Sie zu erkennen, wann die Qualität hoch genug ist und Sie eine Aufgabe beenden können.
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So muss ein Herzchirurg oder ein Tragwerksplaner immer perfekt arbeiten. Doch ein Marketing-Plan darf auch Lücken haben oder ein paar eher unrealistische Ansätze enthalten. Wollen Sie Ihren Marketing-Plan bis zur Perfektion ausbauen, tätigt die Konkurrenz schon die ersten Verkäufe und Sie sind immer noch am schreiben.

Überlegen Sie sich also, wie hoch der Standard jeweils sein muss:

  • Perfekt: Besonders wenn es um Zahlen oder Daten geht, müssen Sie fehlerlos arbeiten. Ihre Kasse muss Ende Monat stimmen. Die Löhne und alle Sozialleistungen für Ihre Mitarbeiter müssen perfekt sein.
  • Gut: Dann gibt es Aufgaben, die Sie gut, aber nicht unbedingt perfekt erledigt müssen. Klassisches Beispiel: Korrespondenz. Natürlich müssen Briefe (rechtschreib-)fehlerfrei sein, doch Sie brauchen keine literarischen Meisterwerke zu sein. Im Gegenteil: Kurz und auf den Punkt wird mehr geschätzt als lang und umständlich, aber dafür stilistisch perfekt.
  • Delegieren: Wir müssen nicht alles selbst erledigen. Es gibt viele Aufgaben, die andere besser erledigen können oder die uns nicht so wichtig sind, dass wir sie selbst anpacken wollen.

Auslieferung schlägt Perfektion

Halten Sie das Gute nicht zurück, nur weil Sie auf Perfektion warten. Sie sollten immer das Optimum geben, aber das kann manchmal heißen, lieber etwas Gutes zu veröffentlichen, als lange nach Perfektion zu streben.

Denn meistens gilt: Auslieferung schlägt Perfektion – solange die Qualität trotzdem stimmt.

Auslieferung schlägt Perfektion, solange die Qualität trotzdem stimmt.
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