Am 1.1.2015 habe ich meinen Lesern das "Du" angeboten.
In den älteren Artikeln sieze ich noch, wir bleiben aber natürlich gerne beim "Du". :-)

Niemand konfrontiert sich gerne mit seinen Schwächen. Doch wenn wir sie ignorieren, holen wir nicht das heraus, was wirklich in uns steckt. Genau darum geht es aber im Anti-Zeitmanagement: Das herauszuholen, was wirklich in uns steckt.

Lesen Sie hier, welches die häufigsten Schwächen im Zeitmanagement sind und was Sie dagegen tun können.

Stärken stärken oder Schwächen eliminieren?

Die häufigsten Schwächen im Zeitmanagement und ihr Gegenmittel
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Grundsätzlich ist es geschickter, Stärken zu stärken, anstatt sich zu sehr auf Schwächen zu konzentrieren.

In Ihren Stärken können Sie nämlich zur Nr. 1 werden. Durch Ihre Schwächen hingegen werden Sie sich nie hervorheben – höchstens negativ.

Durch Ihre Schwächen werden Sie sich nie hervorheben – höchstens negativ.
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Aber die Schwächen dürfen Sie nicht behindern. Tun sie das, sollten Sie sie angehen und abschwächen oder eliminieren.

Schwächen im Zeitmanagement als Stolperstein

Vor zwei Jahren erlebte die Öffentlichkeit, wie Schwächen im Zeitmanagement zum Stolperstein wurden: Der Fall Karl-Theodor zu Guttenberg.

Karl-Theodor zu Guttenberg führte nämlich seine “fehlerhafte” Dissertation auf ein misslungenes Zeitmanagement zurück. Nachzulesen im Plenarprotokoll 17/92 des Deutschen Bundestages auf Seite 10365 unter (B) – um hier ganz korrekt zu paraphrasieren.

Ein misslungenes Zeitmanagement wird damit zum Stolperstein eines Shooting Stars der deutschen Politik.

Sobald Schwächen zum Stolperstein werden könnten, sollten Sie so rasch wie möglich angegangen werden. Das gilt besonders im Umgang mit der Zeit.

Sobald Schwächen zum Stolperstein werden könnten, sollten Sie so rasch wie möglich angegangen werden.
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Die häufigsten Schwächen im Zeitmanagement und ihr Gegenmittel

Hier ein paar Anregungen, was Sie gegen die häufigsten Schwächen im Zeitmanagement tun können.

  1. Umgang mit Unterbrechungen: Lassen wir uns durch Unterbrechungen steuern, springen wir von einer Zufälligkeit zur nächsten. Die Kunst liegt darin, echte und notwendige Unterbrechungen zuzulassen. Es geht hier darum, mit nüchternem Blick zu entscheiden, wann und von was/wem man sich unterbrechen lassen will und von was/wem nicht. Das benötigt eine klare Entscheidung, dann die klare Kommunikation des Ergebnisses und schlussendlich auch die Fähigkeit zur Konsequenz und zum “Nein” sagen.
  2. Verspätungen: Haben Sie Mühe, Dinge pünktlich abzugeben oder pünktlich vor Ort zu sein, dann gewöhnen Sie sich schlicht an, immer etwas früher zu sein. Etwa mit der Aufgabe bereits einen Tag früher fertig zu sein. Oder 10–15 Minuten vor Beginn eines Termins vor Ort zu sein. Ja, so einfach ist das. Es braucht hier weder ausgefeilte Techniken noch irgendeine Software – höchstens die Erinnerungsfunktion Ihres Kalenders.
  3. Dinge vergessen: Diese Schwäche ist auch einfach zu beseitigen: Schriftlichtkeit heißt das Rezept gegen Vergessen. Unser Kopf ist zum Denken da und eignet sich sehr schlecht als externe Festplatte. Tragen Sie deshalb immer etwas zu schreiben bei sich und nutzen Sie dieses Instrument. Vergessen Sie dann nicht, diese Notizen auch regelmässig abzuarbeiten.
  4. Dinge nicht beginnen: Dinge nicht zu beginnen, führt schnell zum nächsten Punkt: Aufschieberitis. Reagieren Sie also schnell. Tun Sie irgendwas. Selbst wenn Sie nur einen sehr kleinen Schritt einer Aufgabe erledigen, haben Sie die Starthürde schon überwunden. Und denken Sie an das 72-Stunden-Gesetz: Neue Aufgaben und Ideen, die wir innerhalb von 72 Stunden (also drei Tagen), werden wir nie wirklich anpacken. Die Wahrscheinlichkeit dafür sinkt auf unter 5%. Tun Sie als etwas, machen Sie ein kurzes Brainstorming, erledigen Sie einen kleinen Teil einer Aufgabe – egal, aber tun Sie es.
  5. Aufschieberitis: Wer aufschiebt, macht nicht nichts, sondern andere und meistens unwichtige Dinge. Man wäscht ab, anstatt endlich die Steuererklärung auszufüllen. Oder man räumt auf, anstatt endlich das Angebot zu schreiben. Aufschieberitis kann eine schlechte Gewohnheit und damit eine Schwäche sein. In dem Fall können Sie sie selbst überwinden. Ich empfehle Ihnen zwei Bücher, das eine von Hans-Werner Rückert, das andere von Neil Fiore. Aufschieberitis kann aber auch viel weiter gehen. Ist sie sehr stark ausgeprägt, helfen nur noch spezialisierte Fachpersonen.

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