Vier Tipps, die deine Produktivität explodieren lassen und die du doch noch nicht umsetzt

Es ist ein Elend: eigentlich weißt du ganz genau, wie du deine Produktivität vervielfachen kannst – und doch tust du es nicht oder zu wenig häufig.

Was du gleich lesen wirst, weißt du schon. Davon bin ich überzeugt.

Doch du setzt es nicht um.

Deshalb kurz und knapp vier absolute Power-Tipps, die deine Produktivität durch die Decke gehen lassen.

Wenn du irgendetwas in den nächsten vier Wochen verändern willst, dann tu das hier.


4 Tipps für Super-Produktivität

1. Optimiere deine To-do-Liste.

Eine To-do-Liste muss leben.

Sie ist weder in Stein gemeisselt noch ein Sammelbecken für Ladenhüter.

Unsere Arbeitswelt ist so, dass sie sich ständig verändert. Wenn sich deine Prioritäten im Laufe des Tages nicht wenigstens ein wenig verschieben, dann machst du etwas falsch.

Es gibt für jeden Tag eine einzige wichtigste Aufgabe.

Was wichtig ist, ist natürlich relativ – auch im Verhältnis zu deinen anderen Aufgaben. Meistens heißt „wichtig“ nur „wichtiger als alle anderen Aufgaben“.

Welcher Aufgabe du dieses Prädikat zusprichst, musst du auf deiner To-do-Liste sofort sehen. Sie muss hervorgehoben sein oder ganz oben stehen.

Diese Aufgabe erledigst du selbstverständlich als allererste. Denn was gibt es schon Wichtigeres? Nichts! Es ist ja die wichtigste Aufgabe für heute!

Wenn du sie erledigt hast, beginnt das Spiel wieder von vorne: Welches ist jetzt die wichtigste Aufgabe?

2. Verliere dein Ziel nicht aus dem Blick.

Die Wichtigkeit einer Aufgabe bemisst sich auch nach deinen Zielen.

Also muss dein wichtigstes Ziel mit deiner Aufgabenliste irgendwie verknüpft sein.

  • Vielleicht kannst du es ganz oben hinschreiben.
  • Oder es hängt an deiner Wand.
  • Oder du liest dir deine Ziele jede Woche durch.

Verlierst du deine Ziele aus den Augen, dann schleichen sich plötzlich weniger wichtige Aufgabe in deinen Fokus und du kommst nicht vorwärts.

3. Lass dich nicht ablenken.

Du willst effizienter arbeiten? Dann schalt einfach alle Unterbrechungen aus.

Schaff dir jeden Tag Zeiten des Singletaskings.

Doch, das geht – auch in deinem Job.

Mindestens 30–60 Minuten pro Tag liegen in jedem Job drin. Meistens sogar deutlich mehr – wenn man nur will.

Natürlich bekommst du das nicht geschenkt. Das musst du dir erkämpfen und durchsetzen.

Natürlich ist das auch nicht nur lustig. Vielleicht verpasst du sogar etwas.

Doch lieber eine wichtige Aufgabe in einer Stunde mit intensivem Fokus erledigen, als sie in 4 Stunden bei halben Fokus, vielen Unterbrechungen und mit schlechterem Ergebnis zusammenbasteln.

Die Franzosen sagen:

On ne saurait faire d’omelette sans casser des œufs.
(Man kann kein Omelett machen, ohne Eier zu zerbrechen.)

Recht haben sie.

4. Mach Pausen.

Ich bin grundsätzlich ein ruhiger, ausgeglichener Mensch. Wenn du mich aber so richtig abgehen sehen willst, dann sag mir einfach:

Ich habe keine Zeit für eine Pause, es ist so viel los.

Es gibt kaum einen dümmeren Spruch als den (sorry, ich will dich nicht beleidigen – aber das muss mal gesagt werden).

Das ist wie wenn du sagst:

Ich habe keine Zeit, mein Auto aufzutanken.

Irgendwann bleibst du halt stehen. Ganz einfach.

Oder das klassische Beispiel von Stephen Covey* (allerdings in anderem Zusammenhang): Mit einer stumpfen Säge bringst du den Baum auch zu Fall. Deutlich schneller, effizienter, besser und angenehmer ginge es aber, wenn du dir die Zeit nimmst und deine Säge schärfst – besonders, wenn du keine Zeit hast.

*Kleiner Hinweis: Der Link zum Buch ist ein sogenannter Affiliate-Link. Klickst du auf diesen Link und kaufst etwas ein, bekomme ich von Amazon eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Also: Mach Pause. Punkt.

Nein, noch nicht „Punkt“. Sondern: Mach gute Pausen.

Steh auf, bewege dich, tue etwas ganz anderes, trink ein Glas Wasser, spiel Klavier, streichle deine Katze, renn in den Keller (einfach so) oder was auch immer.

Bleib aber nicht am Computer sitzen und surf im Internet.

Jetzt bist du dran.

  1. Tue es.
  2. Fertig. :-)

Bildnachweis: © iStock.com / KarenMower

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Ivan Blatter

Über Ivan Blatter

Ich bin Produktivitätstrainer und zeige meinen Kunden, wie sie mehr erreichen können, ohne den Druck zu erhöhen.

  • Einerseits helfe ich Unternehmern, ihr Zeit- und Selbstmanagement in den Griff zu bekommen, so dass sie erfolgreicher, mit mehr Freude und motivierter arbeiten.
  • Andererseits unterstütze ich kleine Unternehmen dabei, die Produktivität ihrer Teams zu erhöhen, damit sie mehr Zeit für die Erreichung ihre Ziele haben.

So einfach wie möglich, immer persönlich und individuell.

8 Gedanken zu „Vier Tipps, die deine Produktivität explodieren lassen und die du doch noch nicht umsetzt“

  1. Recht hast Du, danke für den Tritt in den !%&/.. :-) War jetzt im Keller, habe auch ein Glas Wasser getrunken, meine Liste abgehakt. Und jetzt, nein, ich surfe nicht im Internet, sondern arbeite an diesem. Auch gut für zwischendurch, Ivan, palmieren der Augen. Kann wieder gucken. Sei herzlichst gegrüßt von der PC-Lilli.

    • Der Tritt in den Allerwertesten tat auch mir besonders gut.
      Es ist immer wieder erschreckend, wie wenig Zeit wir uns doch für Pausen nehmen, weil wir meinen „keine Zeit“ dafür zu haben. Der Vergleich mit dem Auftanken des Autos ist sehr passend. Oft zwingt uns der Körper dann ja auch zu einer wesentlich größeren Pause (in Form einer Krankheit, Grippe etc.), und wenn jemand ganz arg drauf ist, nutzt er selbst diese nicht um richtig zu genesen.
      Oft merke ich ja auch, dass mir die Lösung zu einem Problem oder die Idee zu einem Artikel genau in diesen Momenten einfällt. Einmal kurz in den Wald gehen, frische Luft schnappen, Sonne auf der Haut spüren, und schon hat man DIE Idee.
      Und da bei uns gerade die Sonne scheint, gehe ich gleich kurz raus, ich habe die wichtigsten Punkte zu einem Artikel bereits aufgeschrieben, finde aber derzeit den Anfang nicht so richtig. Und diese kurze Pause ist jetzt wohl genau das richtige dafür. ;)
      Danke für deinen Impuls

  2. Hallo Ivan,
    Deine Tipps bringen es sehr einfach auf dem Punkt:
    Wir sind Menschen und keine Maschinen.

    Wir lassen uns schnell ablenken, brauchen Pausen und beherrschen auch kein Mutlitasking.

    Macht aber nichts! Denn im Gegensatz zu Computern, sind wir kreativ und haben eine Seele :-)

  3. Ganz besonders hat mir dieser Satz gefallen:Wenn sich deine Prioritäten im Laufe des Tages nicht wenigstens ein wenig verschieben, dann machst du etwas falsch…
    Schließlich ist jedes System nur so gut, wie der Mensch dahinter. Und das wichtigste Tool sitzt zwischen den Ohren :-D Ansonsten sage ich danke für deine guten Tipps!
    LG Nicole

  4. Guter Tipp mit den Pausen. Ich arbeite nur noch mit Pomodoros und nach 25 Minuten lass ich alles fallen und stehe vom Computer auf, auch wenn ich gerade mitten in einem Satz am schreiben bin.

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