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Das große Paradoxon des Zeitmanagements ist, dass wir zuerst Zeit investieren müssen, um Zeit zu sparen. Doch genau diese Zeit haben wir nicht – oder besser: wir nehmen sie uns nicht.

Ich höre häufig:

Ich habe keine Zeit dafür!“

Diese Aussage ist Unsinn.

Das ist so, wie wenn jemand sagt:

Ich habe keine Zeit, mein Auto aufzutanken!

Irgendwann steht er dann halt am Strassenrand.

In diesem Artikel gebe ich dir fünf gute Gründe, dich um dein Zeitmanagement zu kümmern und zeige an einem Beispiel, wie eine gute Arbeitsorganisation sogar sehr kundenfreundlich sein kann. Wenn das kein Anreiz ist!

zeitmanagement
© Ivan Blatter

Zeitmanagement und eine gute Arbeitsorganisation haben immer zwei Seiten:

  • Ich kann meinen Umgang mit meiner Zeit verbessern. Das ist die persönliche Seite.
  • Je besser ich organisiert bin, desto größer ist mein Erfolg. Das ist die äußere Seite, die deine Kunden mitbekommen.

Ein gutes Zeitmanagement führt also zu zwei Dingen:

  1. Ich fühle mich besser, bin weniger gestresst und habe die Dinge im Griff.
  2. Ich verschaffe mir einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz und Kollegen. Das hilft mir und letztlich auch meinem Unternehmen.

Besonders aus dem zweiten Grund sollten Arbeitgeber sehr daran interessiert sein, dass ihre Mitarbeiter ein gutes, erfolgreiches Zeitmanagement umsetzen können.

Ein Beispiel: Das Einwohneramt

Vor einiger Zeit lief meine Identitätskarte (=Personalausweis in der Schweiz) ab. Ich habe die Erneuerung lange aufgeschoben, da ich das letzte Mal auf dem Einwohneramt (=Passbüro) sehr schlechte Erfahrungen machte:

  • Lange Wartezeiten
  • Keine richtigen Büros, sondern eher kleine Telefonzellen
  • Man war Antragsteller und wurde als solcher behandelt.

Alles in allem eine schlechte Erfahrung. Allerdings lag diese auch schon 10 Jahre zurück.

Also habe ich auf der Webseite nachgelesen, was ich jetzt eigentlich zu tun habe.

Erste Überraschung: Man kann einen Termin auf deren Webseite abmachen. Das war vor 10 Jahre noch nicht möglich. Man musste damals hingehen und hoffen, dass man bald dran kommt. Als ich also dieses Mal zum Termin hinging, nahm ich sicherheitshalber etwas zu lesen mit, falls ich wieder lange warten muss.

Zweite Überraschung: Beim Eingang musste man eine Nummer ziehen. Allerdings unterteilt nach Anliegen. Ich wählte also „Neuer Ausweis (mit Terminvereinbarung)“. Kaum nahm ich dann in der Wartehalle Platz, wurde meine Nummer aufgerufen. Ich wurde am Empfang sehr freundlich begrüßt, der Mitarbeiter kontrollierte kurz auf seiner Liste, ob ich wirklich einen Termin habe und bat mich, nochmals kurz zu warten. Keine zwei Minuten später wurde meine Nummer erneut aufgerufen, und ich konnte mich in ein Büro begeben. Das war ein richtiges Büro, nicht mehr nur eine Telefonzelle. Die Dame dort war sehr freundlich – geradezu witzig – und erklärte geduldig alles, was ich tun musste. Nach nicht mal einer Viertelstunde war ich schon wieder draußen. Eine Woche später konnte ich meinen Ausweis abholen – was mich etwa 5 Minuten kostete.

Die Folge: Ich bin begeistert und habe von dieser sehr positiven Erfahrungen schon vielen Leuten berichtet.

Gutes Zeitmanagement und eine gute Arbeitsorganisation sind kundenfreundlich

Hier hat das Einwohneramt eindeutig hinzugelernt. Zum Glück! Wer nämlich hier hinzieht, geht als erstes ins Einwohneramt, um sich anzumelden und die Papiere in Ordnung zu bringen.

Hier entsteht also einer der ersten Eindrücke der Stadt.

Dank konsequenter und durchdachter Organisation wird man jetzt als Kunde behandelt. Die Dienstleistung wird sehr schnell und freundlich erbracht. Perfekt!

Das ist ein kleines Beispiel, wie sich eine gute, durchdachte Arbeitsorganisation und ein gutes Zeitmanagement direkt auf das Unternehmen, das Image und letztlich auf die Kunden auswirkt.

Fünf weitere Gründe für ein gutes Zeitmanagement

Hast du deine Zeit nicht im Griff, hast du zwei Optionen:
Weitermachen wie bisher: Logischerweise ändert sich dann nichts. Trotzdem ist das offenbar die beliebteste Option.
Kleine Anpassungen vornehmen: Schritt für Schritt lernst du neue Gewohnheiten und dein Zeitmanagement wird immer besser.

Die gute Nachricht: Option 2 ist viel einfacher, als viele erwarten.

Ein gutes Zeitmanagement besteht aus einer Reihe einfacher guter Gewohnheiten, deren Wirkung du sofort spüren wirst.

Doch der erste Schritt ist eine bewusste Entscheidung, eine Veränderung jetzt anzupacken.

Hier sind fünf Gründe, die dir diese Entscheidung erleichtern.

1. Ein gutes Zeitmanagement ist einfach

Die meisten Zeitmanagement-Techniken sind einfach umzusetzen.

Ich würde sogar sagen: ist eine Methode kompliziert, ist eine gewisse Skepsis angebracht.

Denn: Ein erfolgreiches Zeitmanagement muss die Komplexität deiner Arbeit verringern und nicht erhöhen.

Oder anders gesagt:

Ein gutes Zeitmanagement hilft dir, deine Aufgaben besser, schneller, einfacher, zuverlässiger, zielgerichteter zu erledigen.

Wohlgemerkt: die Erledigung steht im Vordergrund. Je mehr man aber in den Unterhalt des Zeitmanagements investieren muss, desto weniger Zeit bleibt für die Erledigung.

Deshalb: Ein erfolgreiches Zeitmanagement ist immer ein einfaches Zeitmanagement.

Schließlich geht es um die Erledigung, nicht um die Verwaltung von Aufgaben.

2. Ein gutes Zeitmanagement ist wichtig für dich

Ein gutes Zeitmanagement betrifft nicht nur deine Arbeit. Und umgekehrt: Ein schlechtes Zeitmanagement wirkt sich auch auf dein Privatleben aus.

Es beeinflusst nämlich auch dein Wohlbefinden und deine Freizeit: hast du deine Arbeit nicht in Griff, sind meistens Überstunden angesagt, der Stress steigt, es bleibt weniger Zeit für Freunde und Familie und vieles mehr.

Bei einem guten Zeitmanagement geht es also eigentlich um dich! Es geht um dein Wohlbefinden und deine Zufriedenheit.

Natürlich hat ein gutes Zeitmanagement auch positive Auswirkungen auf deine Kunden, deinen Erfolg und dein Bankkonto, doch wichtiger sind die Auswirkungen für dich persönlich.

3. Ein gutes Zeitmanagement ist wichtig für deine Arbeit

Das ist naheliegend. Hast du deine Zeit nicht im Griff, vergeudest du auch die Zeit deines Unternehmens.

Bist du hingegen derjenige, der seine Aufgaben in hoher Qualität, rasch und stressfrei erledigt, hebst du dich bereits von vielen Konkurrenten ab und verblüffst deine Kunden.

4. Ein gutes Zeitmanagement verhilft dir zu mehr Gelegenheiten

Hand aufs Herz: mit einem guten Zeitmanagement hast du nicht unbedingt früher Feierabend.

Das kann ein Nebeneffekt sein, wenn du das willst. Doch eigentlich arbeiten wir Solopreneure und Unternehmer ja sehr gerne.

Ein gutes Zeitmanagement bringt dir deshalb einen anderen entscheidenen Vorteil: es schafft dir neue oder zusätzliche Gelegenheiten.

Wenn du die Arbeit im Griff hast (und nicht umgekehrt!), dann hast du auch den Kopf frei, neue Gelegenheiten zu erkennen, zu packen und dann sofort anzugehen.

5. Es ist schon alles da

Willst du Tennis spielen, brauchst du zuerst eine Ausrüstung.

Nicht so beim Zeitmanagement: du brauchst nicht unbedingt spezielle Hilfsmittel, spezielle Tools oder Apps.

Du brauchst auch keine komplexen Methoden wie Getting Things Done (GTD) oder so zu lernen.

Du kannst alleine mit dem, was du jetzt schon hast, schon heute dein Zeitmanagement entscheidend verbessern.

Allein mit einem Stift und einem Blatt Papier kommst du schon sehr weit.

Entscheidend ist, dass du die Grundprinzipien eines erfolgreichen Zeitmanagements lernst.

Natürlich kann es je nach Anforderung sinnvoll sein, eine bestimmte Software zu nutzen. Aber das ist keine Voraussetzung.

Das wichtigste Instrument hast du ohnehin immer dabei: die graue Masse zwischen deinen Ohren.

Ein gutes Zeitmanagement hat viel mehr mit Glaubenssätzen und Einstellungen zu tun, als mit Methoden, Tools und Apps.

Weshalb beginnst du nicht heute schon damit, ein neues Zeitmanagement umzusetzen?

Alleine in meinem Blog findest du über 400 Artikel, die dir dabei helfen können.
Damit du nichts verpasst, kannst du dich gleich unterhalb des Artikel in meinen Newsletter eintragen.

Sich Zeit zu nehmen, ein gutes Zeitmanagement zu lernen, kann dich nur weiter bringen: dich persönlich, deine Arbeit und dein Unternehmen.

Die monetäre Investition ist gering im Vergleich zu Nutzen! Du hast nichts zu verlieren, aber vieles zu gewinnen.

Eigentlich lautet die Frage nicht „Warum?“ sondern „Warum nicht?“: Warum nicht das eigene Leben verbessern und ein gutes Zeitmanagement lernen?

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