Normalerweise geht es hier um Solopreneure. Doch heute habe ich auch ein paar Gedanken für Führungskräfte.

Zeitmanagement richtig verstanden ist umfassend. Es geht um viel mehr, als um To-do-Listen, Mailflut oder Kalender.

Sondern ein gutes Zeitmanagement ermöglicht, mein Potential auch wirklich abzurufen.

Da haben wir es schon. Als Chef will ich doch genau das: Meine Mitarbeiter sollen ihr Potential abrufen und umsetzen können.

Aus diesem Grund habe ich sie ja angestellt.

Genau deshalb ist Zeitmanagement Chefsache. Und zwar nicht nur das eigene Zeitmanagement, sondern auch das Zeitmanagement der Mitarbeiter.


Zeitmanagement ist Chefsache.
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Vorteile eines gutes Zeitmanagement aus der Sicht des Chefs

Zeitmanagement ist Chefsache. Als Chef hast du auf vielen Ebenen etwas von einem guten Zeitmanagement deiner Mitarbeiter:

  • Das Unternehmen wird als zuverlässig wahrgenommen, da einfach alles klappt.
  • Die Mitarbeiter sind weniger gestresst.
  • Die Mitarbeiter sind zufriedener, da sie die Dinge im Griff haben.
  • Die Mitarbeiter werden ernst genommen.
  • Die Mitarbeiter entfalten ihr Potential.
  • Du kannst dich als Chef auf deine Mitarbeiter verlassen.
  • Was versprochen wird, wird gehalten.
  • Die Mitarbeiter haben “es” im Griff – und nicht “es” die Mitarbeiter.
  • Die Mitarbeiter sind produktiver.
  • Die Mitarbeiter erledigen qualitativ mehr in weniger Zeit.
  • Du fällst mit deinem Team positiv auf.
Zeitmanagement ist Chefsache: Das Unternehmen gilt als zuverlässig, da einfach alles klappt.
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So kannst du als Chef die Produktivität deines Teams erhöhen

  1. Sei ein Vorbild: Als Chef wird man immer gespiegelt. Leb das vor, was du von deinen Mitarbeitern erwartest. Perfektion wird nicht verlangt, sondern nur das Messen mit gleich langen Ellen.
  2. Belohne keine “Busy-ness”: Wer den beschäftigsten und gestresstesten Eindruck macht, wird häufig als der Produktivste angesehen. Das ist völlig Blödsinn. Wer nie Zeit hat und immer gestresst ist, zeigt nur eines: Er hat weder seine Zeit noch seine Arbeit im Griff. Belohne als Chef keine Busy-ness, sondern konkrete Ergebnisse.
  3. Führe durch Klarheit: Erteile klare Aufträge, sprich Probleme und Schwierigkeiten an, sorge dafür, dass alle Mitarbeiter genau wissen, weshalb sie da sind und was sie zu tun haben.
  4. Biete Freiräume: Jeder Mensch ist einem individuellen Rhythmus unterworfen. Nicht jeder ist dafür gemacht, morgens um 8 Uhr produktiv zu sein. Nicht jeder schafft es, um 8 Uhr im Büro zu sein (z.B. weil jemand zuerst noch die Kinder versorgen oder in die Schule fahren muss). Biete deinen Mitarbeitern die Flexibilität, die sie benötigen. Verzichte besonders auf starre Arbeitszeiten (wenn möglich).
  5. Setze Grenzen: Ermögliche deinen Mitarbeitern Erholung. Suggeriere nie, die Mitarbeiter müssten auch nach Feierabend erreichbar sein. Und falls ein Mitarbeiter meint, das werde erwartet, dann lies nochmals die Punkte 2 und 3 und mach klar, dass das nicht so ist.
  6. Ermögliche und fördere Pausen. Pausen sind nicht grundlos gesetzlich vorgeschrieben. Ermögliche echte Pausen, in denen sich deine Mitarbeiter erholen können. Macht ein Kollege nie Pause, dann bring ihn dazu, Pause zu machen. Pausen sind nötig, um überhaupt produktiv und effizient arbeiten zu können. Wer keine Pause macht, meint nur, er sei produktiv und spare Zeit. In Tat und Wahrheit ist er ineffizient und kostet das Unternehmen bares Geld. 
    Wer keine Pausen macht, kostet das Unternehmen bares Geld.
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  7. Sorge dafür, dass Pausengespräche Pausengespräche bleiben. Mach keine versteckten Meetings in der Kaffeepause. Geschäftliche Dinge gehören in eine Sitzung und nicht in die Kaffeepause, weil “grad alle da sind”. Eine Pause dient der Erholung.
  8. Verteile keine Aufgaben auf dem Flur. Sei fair zu deinen Mitarbeitern: Ruf dem Mitarbeiter, der nur rasch austreten will, nicht im Vorbeigehen eine Aufgabe zu. Er hat keine Möglichkeit, diese richtig aufzunehmen oder zu notieren. Einem Mitarbeiter im Vorbeigehen “Kannst du mal …” zuzurufen ist unfair und widerspricht Punkt 3.
  9. Binde deine Mitarbeiter ein. Wer weiss, weshalb er tut, was er tut, fühlt sich verantwortlich und ist eher motiviert. Sag deinen Leuten, was deine Ziele sind, wohin du willst und wie jeder Einzelne einen Beitrag dazu leisten kann.
  10. Sorge für einen optimalen Rahmen. Investiere in deine Mitarbeiter. Sorge dafür, dass sie einen guten Arbeitsplatz erhalten, alle nötigen Tools zur Verfügung haben und die Weiterbildung bekommen, die ihnen auch tatsächlich etwas bringt. Ja, und das kann durchaus auch mal ein Zeitmanagement-Coaching sein.
Wer nie Zeit hat und immer gestresst ist, zeigt: Er hat weder die Zeit noch die Arbeit im Griff.
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“Aber das sind ja gar keine konkreten Zeitmanagement-Tipps…”

Ja, genau. Zeitmanagement ist eben mehr als nur ToDo-Listen, Methoden und Apps.

Zeitmanagement beginnt viel früher und ist umfassender, als sich viele vorstellen können.

Deshalb gehört das Zeitmanagement auch der Mitarbeiter zur ureigensten Aufgabe jeder Führungskraft.

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