Es gibt Berufsgruppen, die müssen ihre Zeit erfassen: Anwälte, Ärzte, teilweise Projektleiter.

Doch eigentlich lohnt es sich für jeden, ab und zu mal zu gucken, wo denn die eigene Zeit so hinfließt.

So erkennst du sehr schnell und einfach, wo deine Zeitfresser sind und wieviel Zeit du für welche Art von Aufgaben aufwendest.

Es gibt viele Arten, die eigene Zeit zu erfassen oder ein Zeittagebuch zu führen.

  • Du kannst einfach aufschreiben, wie viel Zeit du wofür brauchst. Auf Papier oder in einer Tabellenkalkulation beispielsweise.
  • Du nutzt eine App zur Zeiterfassung. Bei einigen musst du die Messung manuell starten und stoppen, andere wiederum hocken im Hintergrund deines Computers und zeichnen auf, wie viel Zeit du in welchem Programm, auf welcher Webseite oder in welchem Dokument verbracht hast.

Wie immer hat alles Vor- und Nachteile. Hier sind ein paar Schwierigkeiten der Zeiterfassung:

  • Erfasst man manuell die Zeit, ist die Gefahr groß, dass man vergisst, die Messung zu starten oder zu stoppen. Die meisten Apps nehmen sich dieses Problems an und fragen nach, wenn du keine Zeit erfasst. Doch sie können nicht verhindern, dass du trotzdem vergisst, die Messung zu ändern, wenn du eine neue Aufgabe erledigst.
  • Die automatischen Messprogramme sind toll, aber geben keine Auskunft darüber, was du wirklich getan hast, da sie nicht sehen, ob du wirklich arbeitest oder mit deiner Frau telefonierst. Natürlich messen die Programme, ob du die Maus bewegst oder etwas tippst, doch viele Unschärfen bleiben.

ZEI° – Zeiterfassung im Handumdrehen

Dem Team von Timeular ist all das auch aufgefallen und sie haben sich überlegt, wie man Zeiterfassung einfacher und zuverlässiger gestalten könnte. Das Ergebnis: ZEI° (ausgesprochen wie “Zeit” ohne “t”).

ZEI° ist Zeiterfassung im Handumdrehen im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die Zeit wird primär mit einem Stück Hardware gemessen.

Bevor ich viele Worte darüber schreibe, zeige ich dir doch den ZEI° viel lieber. Dann siehst du, was man damit genau tun kann, wie man ihn nutzt und wie die Software dahinter aussieht:

Grundsätzlich kannst du ja die Seiten völlig frei beschreiben oder Sticker aufkleben. Natürlich kannst du das auch zu jeder Zeit ändern.

Ich habe mich mal für den Anfang entschieden, mit dem ZEI° nicht die Zeit für Projekte oder konkrete Aufgaben zu messen, sondern vielmehr Kategorien an Tätigkeiten. Denn schließlich will ich soviel Zeit wie möglich mit der Erstellung von Content, mit Marketing und mit strategischen Fragen verbringen.

Deshalb habe ich die acht Seiten meines ZEI° so definiert:

  • Administratives
  • Content erstellen
  • Marketing
  • Strategie
  • E-Mails
  • Gespräche
  • Pause
  • Social Media

Natürlich kann man noch viel mehr Tätigkeiten mit dem ZEI° bzw. der Software messen. Nur der Oktaeder ist von Natur aus auf 8 Seiten beschränkt. In der Software selbst kann man aber noch viel mehr Tätigkeiten erfassen, selbst wenn sie keine Seite auf dem ZEI° haben.

Mein Eindruck des ZEI°

Ich finde, der ZEI° ist ein tolles Hilfsmittel, wenn du deine Zeit messen musst oder möchtest. Dadurch, dass er physisch vor dir auf dem Schreibtisch steht, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du deine Zeit tatsächlich misst.

In einer kommenden Version der Software wirst du auch darauf aufmerksam gemacht, falls du keine Zeit misst. Dann kannst du einfach den ZEI° auf eine Seite drehen und gut ist’s.

Zu den großen Stärken gehören für mich das Design, die einfache Benutzung, die Sichtbarkeit und die Haptik des ZEI°.

Die Software trifft meinen Geschmack auch voll und ganz: einfach und übersichtlich. Wenn man aber will, kann man tiefer eintauchen und seine Zeiteinträge sehr präzise z.B. einem Kunden oder einem Projekt zuweisen.

Leider habe ich häufig etwas Verbindungsprobleme mit meinem iMac. Der ZEI° und der iMac finden sich einfach nicht. Dann muss ich den ZEI° immer wieder aktivieren oder mehrfach auf eine andere Seite drehen, bis es denn klappt. Die Verbindung mit dem iPhone klappt da deutlich zuverlässiger.

Apropos iPhone: Du kannst den ZEI° sowohl mit dem Computer als auch mit deinem Smartphone verbinden. Das hat bei mir (und wohl auch manchmal bei meinen Geräten) zu Verwirrung geführt, da ich nie genau wusste, mit welchem Gerät er jetzt gerade verbunden ist. Ich habe daraufhin den ZEI° nur mit dem iPhone verbunden, da ich ab und zu gar nicht am Computer, sondern am iPad arbeite und die Zeit natürlich trotzdem messen möchte.

Mit jedem Software-Update wird jedoch die Verbindung wieder ein wenig besser. Ich glaube, das sind Kinderkrankheiten, die Timeular schnell in den Griff bekommen wird.

Abgesehen von diesen Verwirrungen und Problemen rund um die Verbindung nutze ich den ZEI° sehr gerne. Ich freue mich bereits jetzt auf die Erinnerungs-Funktion, die in einer der kommenden Software-Updates kommen wird. Obwohl der ZEI° vor meiner Nase auf dem Tisch steht, vergesse ich manchmal, die Zeit zu messen oder ihn zu drehen.

Der ZEI° ist schon jetzt ein tolles Tool, um die Zeit zu messen, und er wird immer besser. Mir scheint, dass Timeular erst noch am Start steht (Stand: Oktober 2017). Schließlich gibt es den ZEI° erst seit einem guten Jahr. Im September/Oktober 2016 lief nämlich eine Kickstarter-Kampagne, die den ZEI° dann ins Leben gerufen hat.

Ich glaube, dass das Team bei Timeular noch einige Ideen und Visionen hat. Bereits jetzt kann man auf der öffentlichen Roadmap sehen, welche Funktionen hinzukommen werden. Das heißt für mich auch, dass der ZEI° bzw. die Software dazu regelmäßig weiterentwickelt wird.

Ich bin von ZEI° überzeugt und kann ihn – trotz der Kinderkrankheiten – allen empfehlen, die ihre Zeit messen möchten.

Der ZEI° ist direkt bei Timeular für ca. EUR 115.– erhältlich.

Timeular hat mich angefragt, ob sie mir einen ZEI° zum Testen schicken können. Da habe ich sehr gerne zugesagt, allerdings unter der Bedingung, dass ich mich völlig frei über den ZEI° äussern darf. Was hier geschrieben ist, ist also völlig unabhängig davon, dass ich den ZEI° kostenlos erhalten habe.

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