Zehn fantastische Tipps, die Sie kennen, aber immer noch nicht umsetzen

Ja, das ist so eine Sache mit dem Zeitmanagement. Ganz ehrlich: Ich bin überzeugt, Sie wissen genug. Dafür brauchen Sie mich nicht.

Aber die Umsetzung! Hier klappt es nicht. Mein Blog und besonders meine Produkte wollen genau das: Sie bei der Umsetzung unterstützen.

Heute gibt’s deshalb eine kleine Erinnerung an 10 fantastische Tipps, die Sie schon kennen, aber immer noch nicht umsetzen.

  1. Drei Tagesziele setzen: Überlegen Sie sich jeden Tag, welche drei Dinge heute am wichtigsten (nicht am dringendsten!) sind und schreiben Sie sie auf. Dann erledigen Sie sie so früh wie möglich. Mehr dazu hier: Zeitplanung: So kannst du deinen Tag sinnvoll und effektiv planen
  2. Täglich 30 Minuten Sport treiben: So richtig mit Schwitzen und so. Das wäre das Ideal. Eliminieren Sie einfach ein paar Zeitfresser und Fluchtaktivitäten (fernsehen, ziellos im Internet surfen usw.) und schon haben Sie diese 30 Minuten. Zusätzlich können Sie auch Bewegung in den Alltag einbauen.
  3. Früh beginnen, früh Feierabend machen: Morgens früh gibt es am wenigsten Ablenkungen und Unterbrechungen. Perfekt also für die drei wichtigsten Aufgaben des Tages. Dafür können Sie früher nach Hause gehen und sich richtig und aktiv erholen (z.B. mit 30 Minuten Sport). In einem meiner ersten Artikel auf dieser Seite (vom November 2007!) beschreibe ich übrigens, wie ich zum Frühaufsteher wurde.
  4. Sich nicht durch E-Mails unterbrechen lassen: Es gibt kaum Jobs, wo man sich ständig durch E-Mails unterbrechen lassen muss. Schalten Sie die Mailbenachrichtigung lieber aus und schauen Sie nur gezielt und wenige Mal in Ihren Posteingang.
  5. Sportliche Zeitvorgaben setzen: Arbeit dehnt sich in dem Maße aus, wie Zeit zur Verfügung steht. Das ist das Parkinsonsche Gesetz. Das Gesetz gilt vor allem bei Sitzungen. Geben Sie sich also sportliche (aber nicht unrealistische) Zeitvorgaben. So werden Sie mehr erreichen. Mehr dazu gibt auch in einem meiner ganz früher Artikel: Wie man durch Einschränkungen mehr erreicht
  6. 80/20 wirklich anwenden: Das Pareto-Prinzip kennt jeder: 80% des Ergebnisses können mit nur 20% des Aufwandes erreicht werden. Dieses Verhältnis taucht immer wieder auf. Doch selten überlegen wir uns vorher, welches die entscheidenden 20% sind. Sollten wir aber. Darüber und über ein paar andere Dinge, schrieb ich hier: Schlagen Sie dem Stress ein Schnippchen
  7. Multitasking vermeiden: Ein alter Hut – nicht wahr? Und doch versuchen wir immer wieder, mehrere Dinge gleichzeitig zu machen. Dabei geht es gar nicht so sehr um Single- vs. Multitasking, sondern um das bewusste Auswählen des Modus, der momentan erforderlich ist. Hier steht mehr darüber: Gegen Multitasking: Nehmen Sie sich täglich Zeiten des Singletaskings
  8. Weniger Sitzungen: Ja, das geht und ist absolut notwendig. Genug gesagt – Sie wissen das ja schon längst. Und falls nicht: Wird Ihnen bei Ihrem Kalender schwindelig?
  9. Informationsdiät: Wir könnten den ganzen Tag nur Informationen konsumieren, Blogs lesen und im Internet surfen. Könnten wir – sollten wir aber nicht. Ab und zu eine Informationsdiät kann da ganz gut sein. Oder hier ist mein Rezept, wenn sich alles stapelt.
  10. Denkzeit: Wann haben Sie eigentlich Zeit zum Nachdenken? Nehmen Sie sich diese Zeit? Oder lassen (!) Sie sich von der Alltagshektik durch den Tag schleudern? Vielleicht brauchen wir schlicht und einfach mehr strategische Gelassenheit.

Etwas Neues erfahren? Nicht? Macht nichts. Die Liste ist ja auch nur ein Weckruf dafür, das Zeitmanagement eigentlich ganz einfach ist. Nichts Kompliziertes oder Aufwändiges.

Doch umsetzen müssen Sie es schon. Picken Sie sich also einen Punkt aus der Liste heraus und setzen Sie ihn in den nächsten zwei Wochen täglich um. Danach nehmen Sie sich den nächsten Punkt vor. Und immer so weiter.

Die zehn Punkte sind von Omer Khan drüben auf Pick The Brain, die Beschreibung der Punkte sind meine Worte.

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Ivan Blatter

Über Ivan Blatter

Ich bin Personal Trainer für neues Zeitmanagement und zeige meinen Kunden, wie sie ihre Produktivität verdoppeln und mehr erreichen, ohne sich dabei auszulaugen.

Ich helfe einerseits Solopreneuren und Unternehmern, ihr persönliches Zeitmanagement zu verbessern, so dass sie ihr volles Potential umsetzen können für ein erfolgreiches Business mit mehr Freude und Motivation. Andererseits unterstütze ich Unternehmen dabei, die Produktivität ihrer Teams zu erhöhen und so die Ziele schneller zu erreichen.

So einfach wie möglich, immer persönlich und individuell.

7 Gedanken zu “Zehn fantastische Tipps, die Sie kennen, aber immer noch nicht umsetzen”

  1. Hallo Ivan,

    Tipps, die ich kenne, aber nicht (immer) umsetze. So stand es in der Überschrift und genauso ist es auch!
    Danke für die Erinnerung.

    Bei einem Punkt ticke ich jedoch etwas anders. Je mehr ich den Druck auf mich selbst erhöhe, desto eher breche ich aus. Den Link zu Punkt 5 werde ich wohl noch lesen. Oder gibt es noch einen besseren Artikel dazu?

    Vielen Dank für die Zusammenfassung!
    Herzliche Grüße aus Hamburg -Astrid

    • Ich glaube, die Mischung macht’s. Sportliche Vorgaben – aber realistisch und ohne zu hohen Druck. Wo die Grenze liegt, ist natürlich bei jedem anders.

  2. Ja, die Tipps sind wirklich nicht „neu“ und doch immer wieder eine Erinnerung wert. Doch ich möchte einen elften Tipp ergänzen, der ebenfalls sehr wertvoll ist: Schreibe eine „To-Leave-Liste“ und packe alles das darauf, auf was Du künftig verzichten kannst/ möchtest: Ungesunde Ernährung zum Beispiel oder die unnütze Fahrt mit dem Auto, wo auch das Fahrrad reichen würde. Oder eben auch das stundenlange Telefonieren mit Menschen, die einem Energie entziehen. Auch als Respektspezialistin fordere ich hier zu mehr Egoismus und dem einen oder anderen klaren „NEIN“ auf – denn so erweisen wir uns eben auch selbst lebensfreudefördernden Respekt.

    Danke für diese zehn wirklich wundervollen Tipps. Ich werde mich wieder mehr daran orientieren!

  3. Lieber Ivan. Vielen Dank für die Erinnerung dieser wertvollen Tipps . Es ist eben wie mit der Werbung. Es braucht manchmal einige Repetition, bis sich ein Verhalten zu verändern beginnt.

    Lieber Gruss aus Zürich Thomas

  4. Wie bin ich denn nun wieder bei diesem Artikel gelandet?? Weil ich mich anstatt zu fokussieren wieder auf FB rumgetrieben habe. Nun aber schnell wieder an die Arbeit :-) Danke für die Erinnerung, Ivan! Grüße Anna

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