Am 1.1.2015 habe ich meinen Lesern das "Du" angeboten.
In den älteren Artikeln sieze ich noch, wir bleiben aber natürlich gerne beim "Du". :-)

Wenn es um das produktive Arbeiten geht, spielt die Tageszeit eine grosse Rolle: Wann sind Sie produktiv?

Ich bin beispielsweise morgens in aller Frühe am Produktivsten. Andere dafür erst mitten in der Nacht.

Es gibt aber noch eine andere wichtige Frage: Wo sind Sie produktiv?

Wenn ich stecken bleibe, wechsle ich gerne den Ort. Da ich in Cafés nicht gut arbeiten kann, heisst das häufig: Ich nehme meinen Laptop und verschiebe mich vom Büro ins Wohnzimmer.

Eine solche kleine, banale Änderung reicht häufig schon, um neuen Schwung zu erhalten.

Ortsänderungen sind nicht für jeden:
1. Sie müssen das mögen.
2. Ihr Job muss das erlauben können.
3. Ihr Chef muss das mögen und erlauben. :-)

Hier ein paar Idee, wohin Sie sich bewegen können:

  • Der Klassiker für viele Webworker: Ab ins Café. In den Anfangszeiten von blatternet sind viele meiner Artikel in der Mittagspause in einem Café mit WLAN entstanden.
  • Als Angestellter können Sie ab und zu ein leeres Konferenzzimmer nutzen, um konzentriert an einer wichtigen Aufgabe zu arbeiten. Geben Sie unbedingt den Kollegen Bescheid, wo Sie sind.
  • Stichwort Telearbeit: Telearbeit hat nicht nur Vorteile, da dann häufig die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit völlig verschwinden. Sind Sie aber der Typ dazu und ist Ihr Chef einverstanden, ist das eine gute Möglichkeit.
  • Draussen: Ein befreundeter Unternehmer verlegt sein Büro häufig in den Wald. Telefonate werden auf sein Handy umgeleitet, mit Laptop/iPad ist er flexibel genug oder nimmt einfach etwas zu lesen mit.
  • Im Zug: Ein anderer befreundeter Unternehmer, der von zu Hause aus arbeitet, steigt ab und zu in den Zug und fährt quer durch die Schweiz, um dem Kinderlärm zu Hause zu entfliehen. Mal schnell in Genf einen Kaffee trinken gehen? Kein Problem mit seinem Generalabonnement (entspricht einer BahnCard 100).
  • Komfortzone verlassen: Ein anderer Ort kann die Kreativität neu entzünden. Das kann im Kleinen sein (setzen Sie sich zum Beispiel ans andere Ende oder auf die andere Seite Ihres Schreibtisch), im “Mittleren” (setzen Sie sich an den Sitzungstisch in Ihrem Büro) oder im Grossen (gehen Sie einen anderen Raum oder ein anderes Gebäude). Einfach weg vom “Normalen”.
  • Gehen Sie in eine Bibliothek gehen. Dort herrscht schon eine gewisse Lern- und Arbeitsstimmung, die mir als Student sehr gefiel, auch wenn die Gefahr gross war, mit den Kommilitonen den Umsatz der Caféteria zu steigern.
  • Gehen Sie mit sich selbst in Klausur: Dieser Tipp ist eher für Selbstständige/Unternehmer. Regelmässig ziehe ich mich komplett zurück und beschäftige mich mit den grossen Linien meines Business und meines Lebens. Ich nehme ein paar Fragen mit und gehe an einen abgeschiedenen Ort, manchmal auch für 2–3 Tage.

Wo sind Sie am Produktivsten?

Denken Sie eine Moment zurück in die Vergangenheit. Wo waren Sie jeweils am Produktivsten? Welches waren die Orte und wie war die Umgebung?

Können Sie etwas aus dieser Retrospektive auf das Heute übertragen?

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