Heute geht die Folge 100 meines Podcast “on air”! Grund genug für ein paar Veränderungen.

Am 15. Januar 2013 ging die erste Folge live. Seither gab’s mich (und viele Interview-Gäste) regelmäßig zu hören.

Ein Meilenstein ist immer eine gute Gelegenheit zu überlegen, wie es weitergehen soll.

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Genau das habe ich auch für meinen Podcast gemacht. Hier das Ergebnis:

  1. Der Podcast erscheint weiterhin wöchentlich.
  2. Der Podcast wird wieder eigenständig. Habe ich in den letzten 35 Folgen einfach einen Blogartikel “vorgelesen”, gibt es jetzt wieder eigene Inhalte nur für den Podcast.

Jeden Monat erscheinen also 4 neue Folgen:

  • Ein Interview: Einmal pro Monat gibt es ein Interview mit einer inspirierenden Person. Nicht nur rund um Zeitmanagement, sondern mein Ziel ist, faszinierende Menschen zu Wort kommen zu lassen, die auch etwas zu sagen haben. Ich möchte sie aus ihrem Alltag und von ihrem Business erzählen lassen.
  • Zwei “normale” Folgen: Ich erzähle dir etwas rund um Zeitmanagement. Ich werde dabei vermehrt aus dem Alltag eines Produktivitätstrainers berichten und was man daraus für Lehren ziehen kann.
  • Ein Gespräch mit meinem Co-Gastgeber: Das hier ist neu und großartig: Einmal pro Monat begrüsse ich nämlich einen Co-Gastgeber in meinem Podcast. Ich werde mich mit ihm über ein Thema rund um Zeitmanagement unterhalten. Kein Interview, sondern ein Gespräch zwischen zwei Solopreneuren, die was zu sagen haben – hoffentlich. :-)

Dieser Co-Gastgeber ist aber nicht irgendwer. Sondern ich konnte meinen Freund Bernd Geropp dafür gewinnen. Ich freue mich wahnsinnig darauf und wir sind beide gespannt, wie sich das entwickeln wird.

Damit du Bernd Geropp kennenlernen kannst, habe ich ihn für diese heutige Folge zum Interview eingeladen. Viel Spaß damit!

Freust du dich auch über 100 Folgen Podcast von mir? Dann mach mir doch ein kleines Geschenk. :-)

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Das Interview mit Bernd Geropp zum Anhören

Die Links aus dem Interview


Das Interview mit Bernd Geropp zum Nachlesen

Ivan Blatter: Hallo Bernd, schön bist du hier.

Bernd Geropp: Ja hallo Ivan, schön, dabei zu sein.

Ivan Blatter: In der Einleitung habe ich deinen Werdegang kurz geschildert, wie du eben vom Selbständigen zur Führungskraft und wieder zurück gefunden hast. Meine erste Frage: Wieso hast eigentlich den Sprung von der Führungskraft bei großen, interessanten und spannenden Unternehmen zurück zum Solopreneur gemacht? Was war deine Motivation dahinter?

Bernd Geropp: Eigentlich ist es der Begriff der Unabhängigkeit. Obwohl man sich das durchaus so vorstellen kann, ich war ja angestellter Geschäftsführer, da hat man schon größere Freiheitsgrade, als wenn man ein normaler Mitarbeiter ist. Aber trotzdem war so, dass ich mich irgendwann eingeengt fühlte. Auch so manche strategische Entscheidungen von so manchen Vorständen, die konnte ich einfach nicht mehr mittragen. Und da habe ich mich immer mehr eingezwängt gefühlt. Und deswegen habe ich mich dann teilweise auch aufgelehnt und bestimmte Vorgesetzte nicht mehr akzeptiert, und das ist langfristig in so einem Konzern nicht unbedingt zielführend, sagen wir es mal so. Ich muss dazu aber immer sagen, dass man mir da durchaus auch geholfen hat auf diesem Weg. Ich habe ein Coaching bekommen, und das hat sich zwar hingezogen, aber irgendwann habe ich dann auch gerade über das Coaching erfahren, okay, es geht nicht, es ist nicht das Unternehmen, sondern ich bin es, der hier nicht mehr hineinpasst. Das hat zwar ein bisschen gedauert, aber dann habe ich diese Konsequenz gezogen und bin dann auch im Einvernehmen mit dem Unternehmen gegangen.

Ivan Blatter: Ja, gute Coachings können verändern. Wahrscheinlich hat dein Unternehmen aber nicht damit gerechnet, dass du dir dessen ausgerechnet durch das Coaching bewusst wirst. Wobei die Dinge ja schon da waren, der Wunsch nach Unabhängigkeit und Freiheit, das war ja alles da. Und das Coaching hat es vielleicht freigelegt, wenn man so will.

Bernd Geropp: Ja, so würde ich es sagen, genau.

Ivan Blatter: Ja, genau. Und trotzdem ist es doch ein großer Unterschied, du warst vorher in einem Team, auch ganz banal – du hattest vielleicht ein Einzelbüro, ich weiß es nicht, aber du hattest sicher ein Team, du hattest Kollegen in der Kaffeepause, du hattest Leute zu führen und so weiter, und plötzlich sitzt du mutterseelenalleine im Home Office. Fiel dir dieser Wechsel leicht oder war das zuerst schwierig für dich?

Bernd Geropp: Wirklich alleine in einem Büro zu arbeiten, das ist nicht mein Problem gewesen. Mein Problem war, wie du sagst, das eigentliche Team. Weil ich das Gefühl hatte, dass ich mein Team im Stich lasse, wenn ich jetzt gehe. Und das wollte ich nicht. Nachdem ich dort dann auch über das Coaching erkannt habe, dass ich mit meiner damaligen Art und meiner Vorstellung weder für das Unternehmen noch für die Mitarbeiter, für mein Team, wirklich weiter nützlich sein konnte, weil ich aufgebehrt habe gegen bestimmte Sachen, hat es mir dann geholfen, diese Entscheidung zu treffen. Du hast aber natürlich Recht, wenn du alleine im Home Office bist, ist es wichtig, auch andere Kontakte zu haben, zum Beispiel zu anderen Selbständigen. Ich habe mit der Zeit auch viel mit Kunden gearbeitet, und dort findet man dann auch Partner oder Leute, mit denen man einfach gut auskommt. Und das muss man dann auch pflegen. Das heißt, selbst wenn ich einen Großteil – ich bin ja ein “Kellerkind” (lacht) – selbst wenn ich einen Großteil meiner Zeit in meinem Keller an meinem Computer verbringe, diese Sachen sind ganz wichtig. Und eben auch über unsere Mastermind-Gruppen oder so was, wo man dann einfach diesen Kontakt hat. Und der ist dann ähnlich wie, sagen wir mal, wenn man früher mit Mitarbeitern zusammen war oder mit seinem Team. Gut, meinen Kaffee trinke ich dann in der Kaffeepause zwar alleine, aber dafür spreche ich dann mit jemandem vielleicht per Skype.

Ivan Blatter: Sehr schön. Vielleicht noch zum “Kellerkind” – was unsere Zuhörer vielleicht nicht wissen, der Bernd, der hat ein wunderschönes Office, das allerdings unter Tage ist. Ich glaube, du hast gar kein Tageslicht, nicht wahr?

Bernd Geropp: Das ist richtig, das ist der einzige Nachteil hier.

Ivan Blatter: Allerdings, wenn wir im Sommer skypen, dann sitze ich da und würde mir am liebsten das Hemd vom Leibe reißen, weil ich so schwitze, und der Bernd sitzt da mit dem langen Hemd, vielleicht sogar noch mit einem leichten Pulli und hat es sehr schön kühl in seinem Keller.

Bernd Geropp: Das ist richtig, ja.

Ivan Blatter: Von daher hat doch alles seine Vor- und Nachteile. Wer sich von den Zuhörern übrigens für das Büro von Bernd interessiert, er hat sein Setup, sein Büro mal vorgestellt, nämlich bei meinem Kollegen Lars Bobach. Ich werde in den Show Notes gerne einen Link auf diesen Artikel setzten. Ich finde das immer spannend, wenn man sieht, wie jemand arbeitet, wie er eingerichtet ist.

Bernd Geropp: Ich glaube, dich kann man dort auch sehen, wie deins aussieht. Du bist ja sehr auf Apple ausgerichtet. Das hat mich damals auch sehr interessiert, wie schön das aussieht. Für einen Zeitmanagement-Experten – klasse!

Ivan Blatter: Genau, dann verlinke ich das auch noch, dann könnt ihr auch mein Büro ansehen, wenn ihr das wollt. Ich habe es zwar ein bisschen verändert, aber diese Freiheit hat man ja auch als Solopreneur, wenn dir irgendetwas nicht mehr passt, dann stellst du es um, und dann ist es halt einfach so. Also auch hier haben wir wieder das Motiv der Freiheit. Du hast ja in deinem Portfolio eine interessante Mischung, du bietest die klassischen Dienstleistungen eines Coaches und Trainers an, also du machst Workshops, du machst Keynotes, du machst Coachings – aber dann hast du auch noch Online-Produkte oder im Moment vor allem ein Online-Produkt, die “Leadership-Plattform”. Weshalb pflegst du hier beide Welten?

Bernd Geropp: Sagen wir mal so, am Anfang habe ich natürlich hauptsächlich die Coachings und Workshops gemacht. Das macht mir auch nach wie vor großen Spaß, aber man muss natürlich auch immer sehen, dass das anstrengend ist. Ich mache ja auch Strategie-Workshops, und wenn ich zum Beispiel einen zweitägigen Strategie-Workshop mit drei Geschäftsführenden Gesellschaftern von einem mittelständischem Unternehmen gemacht habe, dann bin ich danach erstmal richtig platt. Denn du moderierst ja nicht nur, sondern du springst ständig in verschiedene Rollen, also mal moderierst du, mal coachst du, und dann bist du auch mal in der Rolle des Präsentators oder des Beraters. Und das macht auf der einen Seite zwar großen Spaß, es ist aber sehr anstrengend. Deswegen, das kannst du nicht immer machen, das ist die eine Geschichte. Du kriegst große Schwierigkeiten, wenn du mal erkältet bist oder du wenn du dich einfach nicht konzentrieren kannst, du bist aber auf der anderen Seite gezwungen, es zu machen, denn du tauschst Zeit gegen Geld. Und das war für mich ausschlaggebend, dass ich gesagt habe, wenn ich jetzt schon online präsent bin, dann baue ich mir mit digitalen Produkten auch etwas auf, was parallel funktioniert und womit ich unabhängig bin von der Zeit, die ich gegen Geld tauschen muss. Also etwas, womit ich mir noch einen unabhängigen Einkommensstrom generieren kann. Das ist eigentlich der Grund gewesen.

Ivan Blatter: Ja, sehr spannend. Magst du etwas über deine Leadership-Plattform erzählen?

Bernd Geropp: Ich habe über die letzten Jahre mitgekriegt, dass gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen eigentlich der Standard ist, dass jemand einen sehr guten Job macht, der ist ein sehr guter Ingenieur, Programmierer oder sonst wie, und dann kommt der Chef und sagt, “wir werden immer größer, ich brauche einen Gruppenleiter, mach du den Gruppenleiter!” Und dann sagt der Mitarbeiter, “ja, aber Moment mal, ich weiß gar nicht, wie das geht mit dem Führen”. “Das lernst du schon!” Er wird also mehr oder weniger ins kalte Wasser geschmissen. Und daraus resultiert, dass die Leute häufig große Schwierigkeiten haben. Mir ging das genauso, ich musste das auch erst lernen mit der Zeit, und dabei macht man viele Fehler. Und eigentlich ist das schade. Ein einfaches Training, ein oder zwei Tage, das machen die meisten nicht. Ich glaube auch nicht, dass es so viel bringt, weil es immer nur ein ganz kurzer Impuls ist bei ein bis zwei Tagen. Und dann sind sie wieder im Tagesgeschäft, und dann funktioniert es wieder nicht. Und deswegen habe ich eine Online-Plattform für solche Menschen gegründet, die in die erste Führungsrolle kommen, wo man zum Beispiel über ein Jahr lang begleitet wird mit Videos, mit kurzen Impulsen, wir machen auch regelmäßig Webinare rund um das Thema Führung, wir organisieren Präsenz-Treffen. Das heißt, es gibt einen ganzen Strauß an Sachen, wo man sich weiterbilden kann, aber dann über einen längeren Zeitpunkt. Und man kann es online machen, das heißt, ich bin nicht gezwungen, zwei, drei Tage freizunehmen, sondern ich kann mich vielleicht immer nur eine Stunde pro Woche damit beschäftigen. Und damit kann ich es aber auch im Tagesgeschäft viel besser umsetzen.

Ivan Blatter: Wer sich für diese Leadership-Plattform interessiert, der findet alles auf der Webseite von Bernd Geropp, und die lautet mehrfuehren.de – Führen mit ( ? unverständlich ). Da kann man sich dann darüber informieren. Wie ist das eigentlich, du machst also auch eine Art Spagat zwischen den Offline-Aktivitäten sage ich mal und den Online-Aktivitäten? Deine Zielgruppe sind ja die Geschäftsführer, die Führungskräfte, Unternehmen, vor allem kleine und mittlere Unternehmen. Wie wird das von ihnen angenommen? Sind die schon soweit für solche Online-Produkte? Oder gehen die dann doch eher auf die klassischen Trainingsprodukte?

Bernd Geropp: Das ist schwer für mich zu sagen, weil ich natürlich nur die mitkriege, die auf mich zukommen und deswegen den Schritt machen. Wie viele da draußen sind, die das noch nicht machen, kann ich schlecht abschätzen. Die meisten Leute, die zu mir kommen, kannten mich irgendwie vorher schon über meinen Podcast. Das heißt, ähnlich wie bei dir ja dann auch, baut sich dort ein Vertrauen auf. Die Leute hören sich den Geropp an, und wenn sie nach fünf Minuten merken, “der geht ja gar nicht, der ist ja furchtbar”, dann hören sie auch auf, und ich höre nichts von ihnen. Die Leute, die sich den aber mehrfach angehört haben, den Herrn Geropp, dann vielleicht von der Leadership-Plattform hören oder sagen, “ich möchte mal einen Workshop mit ihm haben”, bei denen ist dann schon ein ganz anderes Vertrauensverhältnis da. Und ich glaube, dass diese Art des Marketings oder diese Art der Positionierung da entscheidend ist. Und ja, dann kann das, glaube ich, sehr gut funktionieren. Und da gibt es jetzt schon genügend Unternehmen wie auch Führungskräfte, die bereit sind, viel in diesem Online-Bereich zu machen.

Ivan Blatter: Auf deiner Webseite versprichst du ja auch, deinen Kunden zu helfen, die Tretmühle des täglich Dringenden zu verlassen, und dass sie sich besser oder mehr auf die wirklich wichtigen Dingen für das Unternehmen konzentrieren können. Ich stelle dir jetzt einfach mal die Frage, wie entgehst du dieser Tretmühle, und wie schaffst du es, dich auf das für dein Unternehmen wirklich Wichtige zu konzentrieren?

Bernd Geropp: Ich bin da mit Sicherheit auch nicht absolut einwandfrei, da habe ich auch immer noch Luft nach oben. Aber was mir hilft, das sind ein paar Punkte. Das eine ist, dass ich eine Jahresplanung mache, die sehr vage ist. Oder nicht wage, aber allgemein, wo ich mir einfach einige Ziele für mein Unternehmen oder für meine Unternehmung setze. Und was bei mir sehr gut funktioniert, das sind recht detaillierte Ziele und Aktionen in einem zwei- bis vier-Wochen-Rhythmus, an die ich dann rangehe. Das heißt, alle zwei bis vier Wochen nehme ich mir wirklich die Zeit, setze mich nochmal hin, arbeite an einer Strategie und arbeite mir Aktionen heraus, die ich in den nächsten zwei bis vier Wochen umsetzen kann. Was für mich vom Zeitmanagement her sehr gut funktioniert, das ist, dass ich ein oder zwei Sachen nehme, die wichtig sind, aber nicht unbedingt extrem dringend. Und da erwarte ich von mir, dass ich die möglichst früh am Tag erledige. Das hat den Riesenvorteil, dass ich damit das Gefühl habe, jawohl, ich habe bereits etwas wirklich Wichtiges an diesem Tag gemacht. Danach kann ich dann – was weiß ich – meine Sachen erledigen, die ich für meinen Steuerberater machen muss oder irgendwelche Sachen, die mich nicht wirklich so voranbringen oder ich muss irgendwelche Formatierungen beim Blog oder sonst wie machen, das kann ich dann danach tun. Und ich bin irgendwie so ein visueller Typ, ich weiß, du hast mich ja auch auf den Todoisten gebracht, den habe ich auch, und ich mache auch alles schön mit ihm, aber für mich ist ganz wichtig, ich habe so ein Flip-Chart, was man auch gleichzeitig als Whiteboard verwenden kann. Und da habe ich eine To-do-Liste drauf. Und wenn ich dann diese ein oder zwei wichtigen Dinge des Tages gemacht habe, dann stehe ich auf, gehe an das Whiteboard, nehme einen richtig dicken Edding und streiche es durch. Und das ist cool, das gibt eine unheimliche Befriedigung!

Ivan Blatter: Sehr schön, ich glaube, das wird im Zeitmanagement häufig unterschätzt, diese kleinen psychologischen Tricks, eben das Durchstreichen mit so einem richtig dicken Stift, und dann die Befriedigung – ha, das ist jetzt von meiner Liste!

Bernd Geropp: Und nicht vergessen: Ich mache natürlich auch noch den Klick beim Todoisten. Aber das ist so ein kleiner Klick, das andere, das ist so ein richtig dicker Edding, das macht viel Spaß! (Lacht)

Ivan Blatter: Ja genau! (Lacht) Wer sich jetzt dafür interessiert, wie der Bernd und auch ich mit dem Thema “Planung” umgehen, den kann ich auf die nächste Folge dieses Podcasts verweisen, wo wir ein ausführliches Gespräch genau zu diesem Thema hier führen werden, und da werden wir noch viel mehr in die Tiefe gehen. Zurück zu dir, ich habe bei dir gelesen, dein Lebensmotto lautet “alles Große und Entscheidende im Leben ist ein Wagnis”. Was hast du, vor allem in deiner beruflichen Karriere, gewagt, und hat es geklappt? Falls ja, weshalb, und falls nein, weshalb nicht? Und was hast du daraus gelernt?

Bernd Geropp: Ich habe diesen Spruch “alles Große und Entscheidende im Leben ist ein Wagnis” von meinem leider schon verstorbenen Schwiegervater übernommen, weil der mich in einer für mich sehr schwierigen Situation sehr gut unterstützt hat. Das war damals die Entscheidung bei der ersten Selbständigkeit, soll ich mich selbständig machen oder nicht? Ich war Ingenieur, hatte gerade promoviert, und ich hatte mit einem Kollegen zusammen eine Sensorik entwickelt, und auf Basis dieser Sensorik wollten wir ein Startup gründen und mit Venture-Kapital reingehen und alles. Und ich war hin- und hergerissen, ob ich das tun soll oder nicht, weil ich auch eher aus einem konservativen Beamtenumfeld komme, von meinem Vater her. Und mein Schwiegervater, der war Psychiater, und der hat mir gesagt, “Bernd, mach es! Du bist jung genug, alles Große und Entscheidende im Leben ist ein Wagnis.” Es war auch risikobehaftet, und hat es geklappt? Ja, ich bin glücklicherweise dazu gekommen, dass wir das auf 20 Mann aufbauen konnten, ich kann es immer so positiv erzählen und sagen, “und dann haben wir das Unternehmen verkauft”, aber diese fünf Jahre, das war – wie sagen die Engländer? – ein Roller Coaster, also ein Hoch und Runter, und das war richtig heftig. Das war ein hohes Wagnis, weil du hast zwar eine GmbH, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, aber du unterschreibst für sehr viel, denn sonst bekommst du das Geld nicht. Selbst wenn du vom Venture-Kapitalgeber Millionen erhältst, sagt der, “ja, dann müssen Sie dann auch für 200.000,- bürgen, das ist ja nichts im Vergleich dazu”. Dann sage ich, “ich habe aber nichts”, “Sie müssen ja nur bürgen”. “Ja, nur bürgen! Und wenn die Firma dann gegen die Wand geht?” Das war schon heftig. Also von daher, es hat geklappt, dass man es verkaufen konnte, aber da war viel Glück dabei, würde ich sagen. Aber ich habe unheimlich viel daraus gelernt, und deswegen, selbst, wenn es ganz schiefgegangen wäre, ich hätte daraus gelernt. Es ist besser, so etwas mal gemacht zu haben, als immer “ach nee, lieber nicht” zu sagen. Und heute hilft mir das bei Sachen, die vielleicht gar nicht so kritisch sind, die aber schiefgehen könnten. Und wenn du so ein Kitzeln im Bauch hast und dir denkst, “oh, hoffentlich geht es nicht schief”, dann ist es dir nicht wichtig. Das ist das Gleiche, als wenn du auf Bühne gehst, einen Vortrag halten musst vor 100 Leuten, und dir ist flau im Magen. Das ist gut, alles Große und Entscheidende ist ein Wagnis! Es kann schiefgehen, ja, aber wenn du auf die Bühne gehst und dir denkst, “ach ja, ist nicht so schlimm…”, dann fehlt dir das Herzblut. Von daher finde ich den Spruch in jedem Fall gut.

Ivan Blatter: Ja, das geht mir auch so. Was vielleicht auch noch der Unterschied ist zu deiner ersten Selbständigkeit gegenüber jetzt, du hast es gesagt, 20 Mitarbeiter, du hast gebürgt für eine große Summe, das fällt jetzt eigentlich weg. Also die ganz große Achterbahn, die hast du im Moment nicht mehr, nicht wahr?

Bernd Geropp: Ja, absolut. Das war auch für mich entscheidend, als ich mich wieder selbständig gemacht habe, dass ich gesagt habe, wenn ich das mache, dann nehme ich kein Geld auf, nichts in der Richtung, das muss alles aus dem eigenen entweder Cashflow kommen oder von Ersparnissen. Und jetzt kommt wieder dieses Thema “Unabhängigkeit haben”, wenn du das machst mit Venture-Kapitalgebern, dann bist du nachher abhängiger als ein normaler Angestellter. Denn wenn das schiefgeht – aus einem normalen Unternehmen kannst du immer aussteigen, als normaler Angestellter, aber wenn du drinhängst mit Geld und allem, das ist eine ganz andere Geschichte. In diese Situation wollte ich persönlich nicht wieder kommen, und deswegen dieses Solopreneur-Unternehmertum, das finde ich hervorragend.

Ivan Blatter: Wie gehst du eigentlich generell mit Erfolgen um? Ich nehme mal deine Leadership-Plattform, da sage ich jetzt einfach mal, das war dein großer Erfolg. Ich habe das ja auch ein bisschen mitbekommen, ich sehe auch, was dort läuft, wie die Leute zufrieden sind. Feierst du solche Erfolge oder wie gehst du mit Erfolgen generell um?

Bernd Geropp: Ich freue mich darüber, ja. Es ist einfach ein schönes Gefühl. Klar, zum Beispiel, als dann wirklich sehr viele Leute an dem letzten Tag im Februar reingekommen sind, da habe ich auch gesagt, “Mensch klasse”, und am nächsten Tag bin ich mit meiner Frau richtig schön essen gegangen. Da haben wir einfach gefeiert. So etwas finde ich, ist auch wichtig, dass man diese Erfolge dann feiert. Aber sonst treibt mich das eigentlich mehr an, so dass ich sage, “so, und jetzt geht es weiter. Was machen wir jetzt?”

Ivan Blatter: Man will das Level eigentlich nicht mehr unterschreiten. Jetzt hat man eine Stufe erreicht, und da will man nicht rückwärtsgehen.

Bernd Geropp: Richtig, richtig.

Ivan Blatter: Und wie gehst du mit Misserfolgen um?

Bernd Geropp: (Lacht) Ich würde sagen, ich lecke meine Wunden und versuche dann zu analysieren, was schiefgelaufen ist. Wichtig ist, glaube ich, und das gelingt mir nicht immer, aber immer häufiger, dass man das dann abhakt und dann möglichst schnell wieder ins Handeln kommt.

Ivan Blatter: Also wieder vorwärts schauen und weitermachen.

Bernd Geropp: Genau.

Ivan Blatter: Hältst du das für eine der wichtigen Eigenschaften als Solopreneur? Also aufstehen, Staub abwischen und weiter?

Bernd Geropp: Ja, denn dir wird sehr vieles nicht gelingen. Du hast viele Planungen, und vieles funktioniert einfach nicht so. Und dann nicht groß, “oh Gott, das müsste aber doch… und warum… und…” – neu probieren, weitermachen, anpassen! Also dieses Frickeln, wenn man so will, mit etwas, das ist entscheidend. Und ich glaube, das verliert man so ein bisschen, bei mir war es zumindest so. Wenn man lange Zeit in einem größeren Konzern zum Beispiel ist, wo eine große Planung gemacht wird, wo die Planung aufgehen muss, das funktioniert alles nicht. Natürlich mache ich auch Planungen, aber die Planungen gehen nie auf. Eine Jahresplanung, runtergebrochen auf bestimmte Punkte, die ist unsinnig. Die wird aber von dir verlangt, wenn du in so einem größeren Konzern bist. Und damit umzugehen und das anzupassen, das fand ich unheimlich spannend und sehr hilfreich.

Ivan Blatter: Häufig wachsen wir, wenn wir solche Einsichten haben, plötzliche Einsichten, Aha-Erlebnisse. Kennst du das, hattest du auch solche größeren Aha-Erlebnisse?

Bernd Geropp: Solche plötzlichen nicht, würde ich sagen, aber was wirklich für mich in den letzten Jahren während ich Leute berate, bewusst geworden ist, aber auch im Rückblick auf meine eigene Zeit: Wieviel Lebenszeit in der Angestelltentätigkeit in sinnlosen Meetings verschwendet wird und auch ich verschwendet habe. Wo ich eigentlich schon damals gedacht habe, “eigentlich bist du doch nicht schlecht darin”. Das fällt mir heute auf, wieviel Zeit man da eigentlich sparen könnte oder Zeit für sinnvollere Sachen verwenden könnte. Das ist so ein Aha-Erlebnis, das ich hatte, als ich mich erneut selbständig gemacht habe.

Ivan Blatter: Ganz zu Beginn des Interviews habe ich eigentlich einen zu starken Gegensatz zwischen dir als Führungskraft und jetzt als Solopreneur gezogen. Denn du hast jetzt zwar kein Team mehr, das du führen musst, aber du musst dich noch selbst führen. Die Selbstführung, die Eigenführung, das ist auch eine Art Führung, die du jetzt nach wie vor tun musst. Wie führst du dich eigentlich selbst? Bist du ein guter Chef?

Bernd Geropp: Wie führe ich mich selbst? Ich würde sagen: mit einem Schmunzeln. Denn als Führungstrainer hast du dich auch mit vielen Sachen beschäftigt, und du erkennst an dir selbst dann viel eher noch deine Schwächen. Und die kannst du manchmal nur dadurch ertragen, indem du über dich selbst ein bisschen schmunzelst oder dass du sagst, “da verhältst du dich aber wieder nicht ganz korrekt – oder?” (Lacht) Bei mir ist es zum Beispiel so, ich bin häufig in der Gefahr, dass ich mir zu viel vornehme. Und damit bringe ich mich in Situationen, und das ist das Unangenehme dabei, die eigentlich meinen eigenen Werten widersprechen. Ich werde meinen eigenen Werten nicht gerecht. Für mich ist es zum Beispiel unheimlich wichtig, wenn ich eine Zusage mache oder jemandem eine Deadline zusage, dass ich die einhalte. Da untergrabe ich mich manchmal selbst dadurch, dass ich viel zu viele Sachen zusage, dann meinen Plan sehe und denke, “du Depp, jetzt hast du dir wieder etwas hineingeschrieben, und was hast du denn da gemacht?” Ich glaube, dahingehend werde ich langsam besser, aber da habe ich noch gut Luft nach oben in bestimmten Situationen. Zum Beispiel, “nein” zu etwas zu sagen, daran arbeite ich zurzeit noch.

Ivan Blatter: Wir Trainer und Coaches werden häufig überschätzt, man denkt immer, “oh, das hier ist jetzt ein Führungsspezialist, hier ist der Zeitmanagement-Experte, die haben sicher alles voll im Griff”, aber das ist natürlich nicht so. Wir kämpfen genauso mit den gleichen Problemen wie jeder andere auch. Wir haben vielleicht die Lösungen oder kommen schneller ins Tun oder ins Handeln, aber die Probleme, die haben wir genauso. Ein Trainer-Kollege von mir, der hat mal gesagt: “Der Leuchtturm ist an seinem Fuße dunkel”. (Lacht)

Bernd Geropp: Das finde ich ein schönes Bild, sehr stimmig!

Ivan Blatter: Genau! Ich würde mich vielleicht nicht als Leuchtturm bezeichnen, aber so vom Bild her, das passt doch eigentlich ganz gut.

Bernd Geropp: Ja, das stimmt.

Ivan Blatter: Zu Beginn habe ich auch erwähnt oder du hast es selbst gesagt, du bist ein Kellerkind. Du arbeitest alleine, du bist Solopreneur, da stellt sich natürlich auch immer die Frage, wie motivierst du dich eigentlich, dass du die Aufgaben erledigst, die du hast? Du hast weniger Druck, du hast keinen Chef, der dir sagt, “mach!” Oder du hast eben keine detaillierten Jahresziele, wie du sie im Unternehmen gehabt hast. Du musst selbst dafür sorgen, dass du das erreichst, was du dir setzt. Wie motivierst du dich?

Bernd Geropp: Das ist eine gute Frage. Eigentlich weiß ich es nicht, denn die Motivation ist meistens da. Ich glaube, der Grund ist, weil ich das, was ich tue, selbstbestimmt tue. Mit Motivation hätte ich immer dann ein Problem oder habe ich dann ein Problem, wenn es fremdbestimmt ist. Da kommt genau der Punkt eigentlich jetzt rein, natürlich gibt es manchmal den Fall, dass ich einfach keine Lust habe. Ich weiß, ich müsste jetzt den Blogartikel schreiben, aber ich habe momentan keine Lust. Also da gibt es dann schon eine Art der Demotivation. Aber ich habe den Vorteil, dass es selbstbestimmt ist. In solchen Fällen hilft mir dann, dass ich mir erlaube, mich quasi selbst zu überrumpeln. Ich sage dann zu mir, “pass auf, Bernd…” also der innere Bernd und ich, wir sprechen miteinander, “…du hast dir zwar den Blogartikel oder den Podcast für heute vorgenommen, aber du musst nicht mehr als 30 Minuten machen. Aber diese 30 Minuten, die setzt du dich jetzt an das leere Blatt und fängst an. Und wenn du nach 30 Minuten das Gefühl, dass dabei nichts rumkommt, dann hast du das Recht, den Tag anders zu verbringen.” Und das Faszinierende dabei ist, es ist meistens dieser erste Schritt, den du brauchst. In 90 Prozent der Fälle arbeite ich dann mehr als die 30 Minuten, und dann funktioniert es. Es ist dieser erste Schritt, den Hintern hochzukriegen und anzufangen. Und in ganz, ganz wenigen Fällen nutze ich dann aber auch – und das ist jetzt das Schöne, Selbstbestimmte – diese 30 Minuten, dass ich sage, “nein, heute geht es einfach nicht, ich habe keine Lust”. Dann mache ich entweder etwas anderes oder der Rechner fährt runter, und das war’s dann für heute. Ich gehe Klavierspielen oder keine Ahnung was. Aber das ist so ein Trick, den ich eigentlich jedem mitgeben möchte, wenn er selbst sagt, “ich weiß, ich müsste es tun, aber…” einfach anfangen und sich selbst die Erlaubnis geben, ob das jetzt 30 Minuten oder 15 Minuten sind, aber dass man wirklich fokussiert daran arbeitet und danach schaut, was passiert. Meistens kommt man so in einen Flow hinein, und dann will man gar nicht aufhören. Zumindest wenn es Sachen sind, die eigentlich selbstbestimmt sind.

Ivan Blatter: Das ist ein großartiger Tipp, und das Schöne ist ja, der funktioniert, obwohl du weißt, wie er funktioniert, und obwohl du weißt, dass du dich ja eigentlich ein klein wenig austrickst. Und doch funktioniert er!

Bernd Geropp: Richtig, genau, faszinierend. Oder?

Ivan Blatter: Ja, großartig. Als Solopreneur, und besonders, wenn du noch im Homeoffice sitzt, hat man ja häufig die Schwierigkeit, eine Grenze zu ziehen. Man arbeitet an etwas mit Leidenschaft, man tut es gerne und vergisst dann auch mal, Feierabend zu machen und sich tatsächlich zu erholen. Aber dann, wenn man nicht erholt ist, dann kann man am nächsten Tag nicht mehr die eigene Leistung abrufen, man kommt so in einen Teufelskreis. Wie gehst du damit um, wie erholst du dich?

Bernd Geropp: Für mich ist ganz wichtig, dass ich genügend schlafe. Wenn ich nicht genügend Schlaf habe, merke ich das. Und das funktioniert einfach nicht. Das heißt, ich muss wirklich darauf achten, dass ich mindestens sieben, besser acht Stunden Schlaf habe. Das ist die eine Geschichte. Die zweite Geschichte ist, das kennst du sicherlich auch, wenn man zehn Stunden an einer Sache arbeitet und man ist wirklich im Flow oder es macht Spaß und so weiter, aber irgendwo bist du dann so im Tunnel drin, das ist auch ungünstig. Deswegen versuche ich, kleine Bereiche zu haben, also zwei, drei Stunden und dann etwas Anderes zu machen. Wirkliche Erholung, das können kleine Erholungen sein, das können aber auch mal mehrere Stunden oder so etwas sein oder Tage, für mich ist wichtig, dass das etwas Anderes ist, worauf ich mich konzentrieren kann. Es kann etwas sein, was ich mit meiner Frau oder mit der Familie unternehmen kann. Oder ich kann auch gut abschalten, wenn ich Musik mache, ich spiele ein bisschen Klavier. Oder auch beim Sport, wenn ich so ein bisschen durch die Gegend jogge, vielleicht auch Podcasts dazu höre. Wichtig ist, dass man rauskommt, dass man etwas Anderes macht. Was bei mir hervorragend funktioniert, das ist, wenn ich mich dann noch auf etwas Anderes konzentrieren muss. Wenn ich den ganzen Tag lang zum Beispiel eine Präsentation vorbereitet habe, dann ist es günstig, wenn ich mich ans Klavier setze und ein Stück üben kann. Weil ich mich dann auf das Stück konzentrieren muss, ich kann nicht einfach “lalala”, und in meinem Kopf beschäftige ich mich noch mit der Präsentation, das funktioniert nicht. Ich muss mich mit dem Stück beschäftigen, selbst, wenn ich schlecht spiele, das ist vollkommen egal, aber ich beschäftige mich damit. Und damit, so scheint es mir, erholen sich Körper und Geist auch, wenn ich das so mache. Wenn ich das nicht mache, wenn ich in diesem Flow drin bleibe für Stunden, dann werde ich auch schlechter mit der Zeit, weil ich nicht erholt genug bin. Und ganz ehrlich – hin und wieder setze ich mich auch einfach gerne vor den Fernseher und schaue mir einen Spielfilm oder eine gute Serie an, aber bitte ohne Unterbrechung durch Werbung!

Ivan Blatter: Ja lieber Bernd, vielen Dank für dieses Gespräch. Ich möchte dir noch eine letzte Abschlussfrage stellen, nämlich die ultimative Frage sozusagen: Warum tust du eigentlich das, was du tust?

Bernd Geropp: Weil es mir Spaß und Freude macht. Es macht mir Spaß, anderen zu helfen, und das, was ich tue, als Führungstrainer, Geschäftsführer und als Coach, daraus ziehe ich viel, dass ich merke, ja, da habe ich jemandem helfen können. Sicherlich auch deshalb, und das ist eigentlich eine tolle Sache, mir macht es Spaß, und ich kann gleichzeitig meinen Lebensunterhalt damit verdienen. Und wir haben es vorhin schon gehabt, ich bin dabei auch noch unabhängig und frei. Das ist etwas, was mir wichtig ist, keiner sagt mir, was ich wie oder wann zu tun habe. Das ist mir sehr wichtig.


Freust du dich auch über 100 Folgen Podcast von mir? Dann mach mir doch ein kleines Geschenk. :-)

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