Am 1.1.2015 habe ich meinen Lesern das "Du" angeboten.
In den älteren Artikeln sieze ich noch, wir bleiben aber natürlich gerne beim "Du". :-)

Wir gehen zur Arbeit und arbeiten. Meinen wir zumindest. Doch Schätzungen vermuten: Wir verbringen sehr viel unproduktive Zeit bei der Arbeit.

Es gibt Schätzungen, die besagen, wir seien 2,1 Stunden pro Arbeitstag unproduktiv. Und das ist eine konservative Schätzung. Andere liegen bedeutend höher.

Das ist nicht nur schlecht. Wir brauchen Pausen, Tagträume oder ab und zu einen Schwatz mit dem Kollegen, um unsere Leistung abrufen zu können. Aber 2,1 Stunden? Das ist doch ziemlich viel.

8 Zeichen dass Sie nicht produktiv arbeiten

  • Ihr Zeitmanagement ist nicht als Gewohnheit verankert. Zeitmanagement ist eine Sache erfolgreicher Gewohnheiten. Hier liegt das “Geheimnis”. Kein Tool, keine App und kein “Trick” macht Sie produktiver. Ihr Zeitmanagement ist nur dann erfolgreich, wenn Sie gute, hilfreiche, positive Gewohnheiten installiert haben und ständig umsetzen.
  • Sie machen sich keine Zeit. Zeit hat man nicht, Zeit nimmt oder macht man sich. “Ich habe keine Zeit” ist meistens eine Ausrede. Mithilfe von “Terminen mit sich selbst” können Sie sich Zeit schaffen oder indem Sie lernen, “Nein” zu sagen.
  • Sie haben keine Übersicht. Keine Übersicht, alles Durcheinander, nichts ist organisiert. Ein Kardinalfehler. Erfolgreiches Zeitmanagement heißt, ständig den Überblick zu haben. Das ist ein klassisches Beispiel dafür, dass wir im Zeitmanagement häufig zuerst Zeit investieren müssen, um dann Zeit zu sparen.
  • Sie beenden Ihre Aufgaben nicht. Ein sicheres Rezept, die To-do-Liste unnötig zu verlängern. Und Sie wissen ja: Ellenlange To-do-Liste demotivieren und stressen. Wir können uns an nicht-erledigte Dinge besser erinnern als an erledigte. Das ist der Zeigarnik-Effekt. Nur: Wir erinnern uns dann auch ständig daran – und zwar in der Form von “ouuuhh, das muss ich ja auch noch beenden”. Das stresst. Gewöhnen Sie sich deshalb an, Ihre Aufgaben zu beenden, sobald Sie damit anfangen.
  • Sie schieben Dinge auf. Aufschieberitis (Prokrastination) ist die Feindin des Erfolgs. Ist Ihr innerer Schweinehund zu mächtig, dann kümmern Sie sich als allererstes um dieses Problem. Alles andere wird zweitrangig.
  • Sie lassen Sie ständig ablenken. Das hat zwei Dimensionen: Vielleicht sind Sie schlecht organisiert, so dass Sie jede beliebige Ablenkung zulassen. Oder Sie heißen Ablenkungen willkommen, damit Sie die Aufgabe nicht erledigen müssen. So oder so: Ablenkungen gehören minimiert – soweit möglich und sinnvoll.
  • Sie können nicht “Nein” sagen. In der heutigen Arbeitswelt, wo alles ständig auf uns prasselt und alles schreit “ich bin wichtig!” ist es eine Notwendigkeit zu lernen, “Nein” zu sagen. Das ist nicht jedem gegeben, doch man kann das lernen – auch gegenüber dem Chef und dem Kunden. Vielleicht nicht dauernd, aber mit Augenmaß eingesetzt und mit dem richtigen Ton geht das.
  • Sie erledigen die Arbeit von anderen. Das ist eine der Folgen, wenn man nicht “Nein” sagen kann. Es gibt aber auch Leute, die erledigen die Arbeit anderer. Angeblich, damit es “gut” kommt. Das ist häufig ein Zeichen von Selbstüberschätzung oder Perfektionismus.
  • Sie können nicht delegieren. Das geht in die selbe Richtung. Wir müssen nicht alles selbst machen. Jemand anderes kann es vielleicht besser. Oder günstiger. Zu einer guten Delegation gehört, folgende Fragen klar zu beantworten: Was genau? Bis wann? Wie genau?

Wissen Sie, wann ich abends ausgepumpt und frustriert bin? Wenn ich einen unproduktiven Tag hatte, nur getrödelt habe und nichts erreicht habe. Hatte ich einen produktiven Tag, bin ich abends zwar müde, aber zufrieden. Deshalb ist es wichtig, so schnell wie möglich die Zeichen zu erkennen und etwas gegen zu viele unproduktive Stunden zu unternehmen.

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