Wie mir der Sprung aus dem Hamsterrad gelang – und wie dir das auch gelingen kann

Ich werde häufig gefragt, wie ich eigentlich Experte für neues Zeitmanagement wurde.

Wie so viele Menschen habe ich in meinem Leben auch den einen oder anderen Umweg gemacht, aber schlussendlich meinen Platz gefunden. Ich habe einfach all das Schritt für Schritt gelernt und angewendet, was ich heute weitergebe.

Wie mein Weg verlief und was du davon mitnehmen kannst, erfährst du hier.


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Studium und erster Job

Bis etwa Mitte 20 verlief mein Leben genauso, wie es sein sollte: Nach der Matura (Abitur) habe ich Soziologie mit Volkswirtschaftslehre und juristischen Nebenfächern (was für ein Zungenbrecher…) studiert.

Danach trat ich meine erste Stelle im öffentlichen Dienst an. Der Beamtenstatus ist hier in der Schweiz schon längst abgeschafft. Ich arbeitete einfach an einem Organisationsentwicklungsprojekt mit. Neben dieser Teilzeitstelle habe ich mit einer Dissertation begonnen, die ich dann später erfolgreich abbrach.

Während meines Studiums habe ich mich bereits damit beschäftigt, wie man effizient lernen kann. Mich hat also nicht nur der Inhalt meiner Fächer interessiert, sondern auch die Frage, wie ich schneller vorwärts komme.

Doch schlussendlich habe ich mich nach dem Prinzip „Management by Durchwursteln“ organisiert. Während meiner Lizentiatsarbeit (heute: Masterthesis) und meiner Dissertation hatte ich natürlich von außen etwas mehr Druck und Termine, doch mein Prinzip hieß: Einfach tun.

Genauso in meinem Job: Man tat halt einfach, was man zu tun hatte. Das klappte manchmal gut, manchmal nicht. Denn eigentlich bin ich ein chaotischer Mensch, der immer nach etwas suchen musste.

Jeder kann ein gutes Zeitmanagement implementieren, das wirklich zu ihm passt und ihn vorwärts bringt. Welche Labels du dir gibst (chaotisch, organisiert usw.) hängt nur von dir ab.

Doch das alles war während des Studiums und während meines ersten Jobs nicht wichtig. Ich habe einfach meinen Job erledigt. Ohne große Motivation, aber auch ohne große Probleme oder Durchhänger. Es war halt ein Job.

Willkommen im Hamsterrad und die Frage: Was will ich im Leben?

Das Projekt war dann irgendwann zu Ende, ich fand einen neuen Job und dieser Job war so richtig schrecklich. Hier stellte ich mir das erste Mal die Frage, was ich im Leben will.

Der Job kostete aber so viel Nerven, dass meine Hauptfrage war: Wie komme ich hier weg?

Ich kam weg, nämlich vom Regen in die Traufe. Nach einer Phase der Arbeitslosigkeit fand ich einen neuen Job, der zwar besser als der alte war,  in dem ich aber auch ziemlich unglücklich war. Immerhin finanzierte er mein Leben. Typisch Hamsterrad halt.

Die Folge: Ich habe viele Aufgaben aufgeschoben oder nur mit Heulen und Zähneknirschen auf den letzten Drücker erledigt.

Probleme im Zeitmanagement sind häufig ein Ausdruck von tieferliegenden Problemen. Die Lösung liegt deshalb dort und nicht in Apps, Tools und Tipps.

Da wusste ich plötzlich:

Das kann es ja nicht sein! Das genügt mir nicht. Ich will mehr! In mir steckt mehr, als ich umsetze.

So begann ich, dutzende Bücher aus den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung, Erfolg, Motivation, Prokrastination und natürlich Zeitmanagement zu lesen.

Ich erkannte rasch: Zeitmanagement ist mehr als nur Aufgabenlisten, Kalender und Apps. Sondern ein gutes Zeitmanagement hilft mir, mein Potential umzusetzen!

Ein gutes Zeitmanagement hilft dir, das umzusetzen, was in dir steckt.

Aber auch nur, wenn ich eine gute Basis gelegt habe:

  • Was ist mir wichtig?
  • Was will ich überhaupt in meinem Leben?
  • Was ist meine Vision oder Mission?
  • Welches sind meine Werte?

Genau das gehört auch alles zum Zeitmanagement. Ohne das geht es sogar überhaupt nicht. Denn wozu soll ich mich denn bemühen, effizienter zu arbeiten, wenn das ganze nicht verwurzelt ist?

Ohne eine gute Basis macht Zeitmanagement keinen Sinn. Zuerst muss ich wissen, was ich will. Erst dann macht es Sinn, den effizientesten und effektivsten Weg dahin zu suchen.

Meine Basis: Hundert Ziele

So habe ich mich sehr intensiv mit meiner Basis beschäftigt. Einschneidend war eine Übung: Ich nahm mir vor, hundert Ziele aufzuschreiben. Egal was, einfach Dinge, die ich erreichen will.

Das war eine aufwändige Übung, aber ich habe es geschafft. Was dann passierte, hat mich sehr erstaunt: Ich erkannte, dass hinter all den Zielen nur wenige Werte stehen, nämlich nur etwa 5 oder 6.

Unsere Werte tragen uns durchs Leben und steuern unsere Entscheidungen. Ob bewusst oder nicht.

Genau aus diesen Werten habe ich mein erstes Mission Statement (sowas wie ein persönliches Leitbild) abgeleitet. Der wichtigste Wert war (und ist): Freiheit. „Freiheit von“ und „Freiheit zu“.

All das war ein sehr spannender Prozess, in dem ich sehr viel über mich gelernt habe. Ich merkte, wie sehr mich das Thema „Zeitmanagement“ interessiert, hat es mir doch über die letzten Monate geholfen, meinen Weg zu finden, den ich dann in Angriff nahm.

Die Frühgeschichte von ivanblatter.com

So begann ich, einen Blog zu schreiben. Zuerst unter blatternet.ch, dann unter blatternet.de und jetzt unter ivanblatter.com.

Zu Beginn wollte ich schauen, ob ich all das, was ich da las und umsetzte, auch wirklich verstanden hatte. Ohne Hintergedanken, sondern einfach als Experiment.

Meinen Job hatte ich immer noch, denn schließlich musste ich ja von etwas leben. Doch ich wusste, dass ich da nur noch für eine gewisse Zeit bleiben wollte.

Das Ergebnis:

  • Ich begann, nebenbei für meinen Blog zu schreiben.
  • Nach wenigen Monaten wollte jemand meinen Blog schon kaufen und in seinen integrieren.
  • Ich wurde dann aber zusätzlich Hauptautor in diesem anderen Blog (den es übrigens heute noch gibt: imgriff.com).
  • Nebenbei schrieb ich weiter für meinen Blog, hatte immer noch meinen ungeliebten Job und machte eine vierjährige theologische Weiterbildung.

Ein gutes Zeitmanagement schafft Freiheit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.

Mir machte das ganze so großen Spaß, dass ich eines Tages einfach auf meine Webseite schrieb, dass ich auch Seminare anbiete. Bald darauf tröpfelten die ersten Aufträge ein – ohne dass ich je aktiv nach Kunden suchen musste.

Spätestens ab da wusste ich, wohin mich mein Weg führen sollte. So habe ich nach ein paar weiteren Monaten einfach meinen Job gekündigt, obwohl ich von meinem Business noch nicht leben konnte. Ich musste dort weg, weil weder die Arbeit und schon gar nicht das Umfeld zu meinen Werten passte.

Vom Hobby zum Business

Ich brauchte noch einen Nebenjob, den ich bald fand und der für mich zum absoluten Glücksfall wurde. Hier stimmte alles: Die Arbeit, das menschliche Umfeld – einfach alles. Trotzdem war mir mein Weg jetzt klar.

Nebenbei baute ich mein Business weiter auf. Übrigens: Der „Nebenjob“ war eine 70%-Stelle. Das ging sehr gut, da ich dort erstens viel Flexibilität und zweitens ein gutes Zeitmanagement hatte.

In diesem letzten Job als Angestellter arbeitete ich in einem sehr kleinen Team: Mein Chef und ich. Ich wusste von Anfang an, dass mein Chef diesen Job nur noch für eine überschaubare Zeit machen wollte und für mich war klar, dass ich dort zur selben Zeit wie er aufhören und mich ab dann voll und ganz meinem Business widmen wollte.

Eine Deadline hilft, sich auf das Wichtige zu fokussieren.

Genauso war es dann schlussendlich. Wir hörten gemeinsam auf und seither lebe ich einzig und allein von meinem Business.

Das Heute

All das ging nur, weil ich ein optimales Zeitmanagement implementieren konnte. Sonst hätte ich all das plus noch ein paar Dinge, die ich gar nicht erwähnt habe (meine Hobbies, meine Beziehung usw.), gar nicht unter einen Hut bringen können.

Du erahnst hier, was alles mit einem guten Zeitmanagement möglich ist und welche Veränderungen passieren können.

  • Zeitmanagement ist definitiv mehr als die klassischen Themen, die darunter immer behandelt werden.
  • Zeitmanagement schafft neue Möglichkeiten.
  • Zeitmanagement hilft dir, das umzusetzen, was in dir steckt.
  • Zeitmanagement schafft dir Zeit für die wirklich wichtigen Dinge in deinem Leben.

Was ich übrigens alles unter Zeitmanagement verstehe, kannst du in diesem Artikel von mir lesen: Was ist Zeitmanagement?

Ohne die schlechten Erfahrungen, die ich gemacht habe, wäre ich nie dort gelandet, wo ich heute bin. Entscheidend war, dass ich diese schlechten Erfahrungen zum Anlass nahm, mich selbst zu verändern.

Jede Erfahrung bringt dich weiter, wenn du selbst aktiv wirst.

Vielen Dank, dass du bis hier gelesen hast. Dieser Artikel ist mir etwas schwerer gefallen als alle anderen Artikel hier. Schließlich entblöße ich mich hier ein Stück weit.

Ich glaube aber, dass es wichtig ist, dass du weißt, was eigentlich alles hinter ivanblatter.com steht. Ich glaube auch, dass wir aus der Geschichte von anderen Menschen lernen können – auch aus unspektakulären, „normalen“ Geschichten.

Ich hoffe, ich konnte dich mit diesem Artikel ein wenig inspirieren und dazu anregen, dein Leben in die Hand zu nehmen.

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Ivan Blatter

Über Ivan Blatter

Ich bin Personal Trainer für neues Zeitmanagement und zeige meinen Kunden, wie sie ihre Produktivität verdoppeln und mehr erreichen, ohne sich dabei auszulaugen.

Ich helfe einerseits Solopreneuren und Unternehmern, ihr persönliches Zeitmanagement zu verbessern, so dass sie ihr volles Potential umsetzen können für ein erfolgreiches Business mit mehr Freude und Motivation. Andererseits unterstütze ich Unternehmen dabei, die Produktivität ihrer Teams zu erhöhen und so die Ziele schneller zu erreichen.

So einfach wie möglich, immer persönlich und individuell.

35 Gedanken zu „Wie mir der Sprung aus dem Hamsterrad gelang – und wie dir das auch gelingen kann“

  1. Vielen Dank für die Blick hinter die Kulissen von Ivan Blatter :-)
    Das war sehr interessant und inspirierend. Ich kenne ja schon einiges von Dir und ahne nun die Hintergründe deiner Art zu lehren und zu coachen.

    Viele Grüße
    Christoph

  2. Hallo Ivan,
    ein sehr guter Podcast, der mich persönlich wirklich inspiriert hat.

    Hattest Du denn nie Unsicherheiten? Womöglich so gut wie nie, wenn Du doch immer in Dir hinein gehorcht hast und getan hast, was Du wirklich innerlich machen willst.

    Ich glaube auch, dass hinter einem fehlenden Zeitmanagement bzw. Aufschieberitis viel mehr steckt als nur „keine Lust“. Allerdings sollte man nicht versuchen hinter der eigenen fehlerhaften Organisation eine Ausrede zu finden, die erklärt, warum etwas nicht geht.

    Und ja, wir werden letztlich unbewusst von unseren Werten gesteuert. Und es wäre wirklich wichtig, uns diese Werte klar zu machen. Diese Werte können allerdings auch falsche Werte sein, die uns ausbremsen oder uns mit Vollgas auf der Autobahn des Erfolgs fahren lassen, aber mit hochgezogener Handbremse. Das will sicher keiner.

    Sind das meine Werte oder die eines anderen? Sind das meine Werte, weil ich es will, oder weil ich dadurch zeigen kann, dass ich es „drauf habe“? Denke ich eigentlich ganz falsch von mir? Denke ich unbewusst, dass ich es eigentlich gar nicht kann. Wie oft geht folgender Satz durch meinen Kopf: „Ich kann es nicht.“; „Es wird nicht klappen.“

    Auch das sind „Werte“. Wenn ich mich immer schon für einen Chaoten gehalten habe, werden ich nie ein richtig gutes Zeitmanagement entwickeln können. Und da hilft weder Outlook, noch Evernote oder auch nicht ein Ivan Blatter (ohne Dich unterschätzen zu wollen).

    Bin gespannt, was Du dazu sagst… :-)

    • Danke für deine persönlichen Ergänzungen, die ich gerne so stehen lasse.

      Nur zwei Dinge:
      Ich war häufig unsicher, was ich tun soll und ob etwas wirklich fruchtet. Doch ich war in dieser Zeit nie unsicher über das Ziel, nur über den Weg dorthin.

      Und: In meinen Coachings geht es (im Gegensatz zu den Seminaren) selten alleine um Aufgabenlisten etc., sondern schwerpunktmäßig um genau solche hinderlichen Glaubenssätze, die wir angehen. Insofern könnte also ein „Ivan Blatter“ schon helfen. :-)

  3. Hallo lieber Ivan,

    danke für den spannenden Einblick in dein Leben!

    Übrigens war ich 24 Jahre Beamter, bevor ich mich letztes Jahr endgültig entlassen ließ … von daher kann ich nur bestätigen: Eine Deadlinie hilft. Aber auch mutig zu den eigenen Zielen & Werten zu stehen.

    Herzliche Grüße
    Olaf

    • Eine Deadline hat mir immer schon geholfen!
      Dabei nutze ich persönlich die Strategie: CHANGE IT, LEAVE IT, LOVE IT

      • „CHANGE IT, LEAVE IT, LOVE IT“, das klingt wie die Ansätze von Reinhard Sprenger: Das Prinzip Selbstverantwortung.

        • Sprenger hat mich übrigens sehr beeinflusst.

          Ich bin aber nicht sicher, ob die Strategie „Change it…..“ von ihm ist. Sie ist auf alle Fälle recht verbreitet unter Coaches.

  4. Lieber Yvan,

    Danke für Deine persönlichen Angaben.

    Ich habe zwischen Weihnachten und Neujahr Deinen Video-Kurs „Erfolgreiche Ziele“ durchgearbeitet. Deinen Ansatz habe ich als sehr hilfreich erlebt: Zuerst also die eigenen Ziele gewichten und erst dann deren Umsetzung planen.

    Nun wünsche ich auch Dir ein rundum gelingendes Neues Jahr!

    Peter Bischoff

  5. Lieber Ivan,

    vielen Dank für diesen „persönlichen“ Beitrag. Ich lese jetzt deinen Blog schon sehr lange, wie mir gerade auch an deiner Geschichte aufgefallen ist. Ich meine, ich habe ihn noch während der blatternet.ch-Zeit abonniert. Und Du hast mich schon zu zahlreichen Ideen inspiriert. Deswegen hier mal ein großes Dankeschön dafür!

    Ich bin selbst auch gerade wieder mal auf Neuausrichtungskurs, nicht allein der Jahreszeit wegen… Deswegen hast Du vielleicht einen Lese-Tipp, wie Du von den 100 Zielen zu den 4-5 Werten gekommen bist? Ich weiß, ist Dein Kerngeschäft. Würde mich dennoch sehr freuen, wenn Du mir da etwas empfehlen kannst.

    Beste Grüße und ein frohes, zufriedenes 2015,
    Cornelius.

    • Hmm, ich weiss nicht mehr genau, was ich damals las bzw. wie ich auf die Idee mit dem 100 Zielen kam.

      Ich weiss aber noch, dass ich das völlig „formlos“ gemacht habe. Du brauchst da keine Lektüre, sondern solltest einfach loslegen.

      Ich bin damals den Lebensbereichen nachgegangen, die mir eingefallen sind und mir wichtig waren (Beruf, Hobbies, Soziales Engagement etc.). Das half mir, 100 Ziele zu finden.

    • Lieber Cornelius,

      ich habe „Business Model Generation“ (http://businessmodelgeneration.com/) von Alexander Osterwalder und Yves Pigneur als sehr wertvoll empfunden.
      Das gibt es als Buch sowohl für Unternehmer/Selbstständige als auch in Form von „Business Model You“ für Angestellte/die einzelne Person.
      Für mich hat sich der Buchkauf sehr gelohnt, gerade was die Formulierung der eigenen Werte und Ziele angeht.
      Vielleicht ist es ja auch etwas für dich?

      Alles Gute,
      Stefanie

  6. Hallo Ivan,

    vielen Dank für deinen interessanten Artikel! Ich habe selber mal in Deutschland im öffentlichen Dienst gearbeitet, was mir im überhaupt nicht lag, weil ich eigentlich ebenfalls ein chaotischer Mensch bin und die Dinge lieber auf meine eigene Weise mache, statt mich an rigide Strukturen anzupassen, von daher kann ich deinen Hintergrund gut nachvollziehen..Inzwischen habe ich mir meinen Traum verwirklicht und lebe in England. Ich habe schon in vielen verschiedenen Bereichen mit Sprache gearbeitet und bin überhaupt nicht der Meinung, dass ich mich damit verzettele – im Gegenteil. Gerade wenn man selbständig ist, finde ich es sehr nützlich, unterschiedliche Erfahrungen zu machen und immer wieder offen für Neues zu sein..Schließlich ändert sich die Welt immer schneller und wer flexibel ist, hat heutzutage große Vorteile.

    Schöne Grüße in die Schweiz
    von Tina

  7. Hallo Ivan,

    danke für diesen offenen Bericht. Ich glaube, es geht vielen so, dass sich der eigentliche Weg erst nach und nach herauskristallisiert. Doch nicht jedem gelingt es so wie dir (ich schließe mich jetzt mal dem „Du“ an), auf die Zeichen zu achten und dann die Konsequenzen zu ziehen und das Ganze auch umzusetzen. Daher finde ich deine Geschichte sehr inspirierend für alle, die eine Veränderung anstreben.

    Sehr wichtig finde ich auch die Hinweise, wie ein gutes Zeitmanagement dabei hilft. Denn Veränderungsprozesse bedeuten in der Regel für eine gewisse Zeit Doppelbelastung – sowohl was die Sache betrifft und oft auch emotional.

    Wer also Veränderungen plant, tut gut daran, ein gutes Zeitmanagement zu installieren.

  8. Hallo Ivan,

    nachträglich noch ein frohes neues Jahr und vielen Dank für deinen sehr guten und auch offenen Podcast. Da ich mich selbst auch gerade in einer Umbruchphase befinde, kommt mir dieser Artikel wie gerufen!

    Zudem darf ich feststellen, dass wir uns, zumindest gemessen an deinem Onlineauftritt, gar nicht so unähnlich sind. Das sage ich, ohne dass wir uns persönlich kennen. Aber aufgrund deiner Sympathie folge ich gerne deinen Arbeiten und das nicht erst seit gestern! :-)

    Also dann, weiterhin viel Erfolg und bis zum nächsten Mal!

    Liebe Grüße
    Mathias

  9. Gerade dieses Teilen Deines persönlichen „Werdeganges“ hat mir an diesem Artikel gut gefallen, denn manchmal fragt man sich schon, ob man mit seinen Herausforderungen alleine ist. Da ist es schön zu lesen, wie jemand, der jetzt andere coacht, einmal angefangen hat. Herzlichen Dank! Ich glaube, ich muss das Thema Ziele dringend noch einmal überdenken.

  10. Lieber Ivan,
    danke für diesen aufschlussreichen Artikel. Es sind ja nicht immer die geraden Autobahnen, auf denen unser Leben verläuft, sondern gerade die kleinen geschwungenen Straßen machen es aus.
    Und wenn man seine Werte im Auge behält und sein Leben danach ausrichtet, findet man zu seinem richtigen Leben.
    Ich stecke mitten in einem Umbau meines Business, auf Neudeutsch Relaunch, aber es ist mehr. Hin zu einem erfüllten Arbeiten mit mehr Freude, mehr Tiefgang, mehr Sinn. Und dafür ist es nie zu spät.

    Viele Grüße
    Dagmar

  11. „Dissertation erfolgreich abbgebrochen“ – Klasse :)

    Das mit dem „Wie komm ich hier weg?“ statt „Was will ich?“ ist leider so eine verbreitete falsche Frage. Man denkt, „Überall kann es nur besser sein als hier.“ Aber nach ein paar Monaten ist der neue Job dann genauso blöd wie der alte.

    Ich hoffe, immer mehr Leute wachen auf und beginnen sich bessere Fragen zu stellen!

    Ich bin auch erfolgreich ausgestiegen und habe mich sehr in deinem Artikel wiedergefunden. Ich wäre gaaaanz am Anfang meiner Karriere auch fast mal Beamtin geworden. Ein Glück hatte ich eine innere Stimme, die geschrieen hat, „Reisen!!! Freiheit!!“ und somit hab ich damals im Reisebüro angefangen, wo man schön viel for free rumreisen kann :)

    Anja

    • Ja, der Abbruch war nicht ganz einfach, weil „alle“ eine Dissertation von mir erwartet haben.

      Ich habe gerne in der öffentlichen Verwaltung gearbeitet – wobei ich gleich anfügen muss, dass die Schweizer Verwaltung für Schweizer Verhältnisse zwar etwas bürokratisch sein mag, aber im Gegensatz zu unseren lieben nördlichen Nachbar schon fast eine ultra-moderne Organisation ist mit seeeeeehr niedrigen Hürden..

  12. hallo ivan,

    sehr interessant deine geschichte zu hören (und dein „du“ ist noch sympathischer als bisher schon).
    es ist schon abgefahren, wenn ich sehe, was da für ein werdegang dahinter ist und dass du (natürlich) nicht immer ein prodiktivitätstrainer warst.
    wie du schon sagst: „ohne die (schlechten) erfahrungen wäre ich nie da, wo ich bin“.
    und genau das ist das gefährliche an der „gemütlichen mittelmäßigkeit“… wenn alles irgendwie ok ist, kommt man nicht voran, weil man es sich ja so schön eingerichtet hat.
    es braucht fehlschläge, rückschläge, krankheiten, burnouts, chaos damit man sich gedanken macht, was man eigentlich will, und dass diese mittelmäßigkeit das schlimmste ist, was man seinem leben antun kann.

    schön zu sehen, wie du deinen weg gehst!

    viele grüße!

    frank

    ps: „erfolgreich abbrechen“ nehme ich ab sofort in meinen selbstfindungswortschatz auf ;-)

  13. Hallo Ivan,

    Deinen Werdegang habe ich interessiert gelesen.
    2 Aussagen fand ich sehr interessant:

    1. „Probleme im Zeitmanagement sind häufig Ausdruck von tieferliegenden Problemen.“
    2. „Ohne die schlechten Erfahrungen, die ich gemacht habe, wäre ich nicht dort, wo ich heute bin.“

    Wie findet man heraus, ob es „tieferliegende Probleme“ gibt, und vor allem – wie findet man sie heraus? Wie erspürt man sie?

    Noch eine Frage: Unter „e-mail-Kurse“ fand ich 2 Angebote. Sind es 2, oder habe ich weitere nicht gefunden?

    Viele Grüße in die schöne Schweiz
    Mandy

    • Tieferliegende Probleme zu erspüren, braucht ein recht gutes Gespür für sich selbst. Häufig braucht es aber den Blick „von aussen“ – also mithilfe eines Coaches. Damit kommt du idR schneller zum Kern der Dinge.

      E-Mail-Kurse: Ja, das sind die beiden, die ich im Angebot habe.

  14. Lieber Ivan

    Zum ersten Mal lese ich einen Artikel, wo die Schritte ersichtlich werden, wie es beispielhaft geschehen – die Selbstständigkeit und das Unternehmertum.
    Ich kenne wichtige Stationen deines Lebens aus persönlicher Erfahrung und freue mich über deinen Weg – den du für uns alle zum nachvollziehen skizziert hast. Gratulation zu diesem Mut.

    Ich freue mich, wenn ich einige wichtige Punkte mitnehmen konnte und freue mich auf mein eigenes Geschäft in einigen Monaten (ich arbeite fleissig an der Umsetzung und Konkretisierung einer Idee).

    Liebe Grüsse

    Benjamin

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