„Social Media“ und „Produktivität“ in einem Atemzug zu nennen, ist abenteuerlich.

Gelten doch Facebook, Twitter, Google Plus, Instagram usw. als die Zeitfresser schlechthin.

Zurecht? Ja und nein.

Wie bei jedem Tool, mit jeder App, ja eigentlich mit allem gibt es zwei Seiten. Sie sind, was sie sind. Erst unser Umgang damit entscheidet, ob es uns produktiver werden lässt oder eben nicht.

Gerade als Solounternehmer wäre es fatal, sich den Social Media zu verschließen.
Doch genauso fatal ist es, sich darin zu verlieren.

Deshalb hier ein paar Gedanken, wie die Social Media deine Produktivität erhöhen können.


Social Media produktiv einsetzen

Erster Schritt: Bewusster Umgang mit Social Media

Social Media werden zu einem großen Zeitfresser, wenn man keinen bewussten Umgang damit pflegt. Zeitmanagement ist ja auch nichts anderes, als der bewusste Umgang mit der eigenen Zeit.

Bevor du dir also überhaupt irgendetwas überlegst, solltest du diese drei Fragen beantworten:

  1. Auf welchen Social Media willst du aktiv sein? Meist gilt: Weniger ist mehr. Lieber nur ganz wenige richtig pflegen, als überall ein totes Profil zu haben.
  2. Was willst du überhaupt? Willst du nur Kontakt mit deinen Schulfreunden halten? Willst du interessante Inhalte teilen? Willst du Neues lernen? Die Antwort auf die Frage „Was willst du überhaupt?“ definiert anschließend den Umgang mit dem Social Media.
  3. Wie ist deine Strategie? Wann schreibst du wo was? Wann pflegst du welches Netzwerk? Welche Inhalte willst du teilen?

Vor ein paar Jahren habe ich mich aufgrund meiner Antworten auf diese drei Fragen für Twitter als mein Social Media Nr. 1 entschieden. Später habe ich diese Fragen anders beantwortet und entsprechend meinen Fokus auch verlegt. Jetzt bin ich besonders auf Facebook aktiv.

Das kann sich aber wieder ändern – und das wird sich auch wieder ändern. Mein Business verändert sich, das Internet verändert sich, die Social Media verändern sich und die Welt verändert sich.

Die Antwort auf diese drei Fragen sind also nur ein Startpunkt für deine aktuellen Aktivitäten.

Sie sind gleichzeitig der Startschuss für einen bewussten Umgang mit den Social Media.

So erhöhen die Social Media deine Produktivität: Sieben Ideen

Wenn du mal weißt, was du willst und wie aktiv du sein willst, dann kannst du die Social Media bewusst nutzen, um deine Produktivität zu erhöhen.

Hier sind sieben Ideen:

  • Ideen finden: Besonders auf Twitter folge ich vielen sehr interessanten Leuten. Ich habe verschiedene Listen und weiß, auf welchen Listen ich viele Ideen finde. Twitter wird so für mich zum Ideenlieferanten und zur Inspiration. Genauso viele Facebook-Gruppen.
  • Sich motivieren lassen: Der Witz der Social Media bestehst im Wort „social“ – also im Austausch. Es gibt viele Gruppen oder Foren, die du bewusst nutzen kannst, um dir einen Motivationsschub zu holen. Schönes Beispiel: Die Facebook-Gruppe „Pünktlichstarter“ von Sabine Piarry. Entstanden aus meinem Productivity Booster kann man hier öffentlich bezeugen, wann man mit der Arbeit begonnen hat. Das motiviert, sich wirklich auch früh an den Schreibtisch zu setzen.
  • Ersatz für Zeitungen und Zeitschriften: Ich bin kein Zeitungsleser mehr. Ich verlasse mich lieber auf mein Netzwerk: Dort sind Leute, die ähnliche Interessen haben wie ich. Passiert etwas Wichtiges, kriege ich es dort garantiert mit und kann dann bei Bedarf immer noch tiefer in ein Thema eintauchen. Bei einer Zeitung oder Zeitschrift trifft die Redaktion die Auswahl, was interessant ist. Bei den Social Media sind das diejenigen Leute, denen ich vertraue, die ich bewundere oder von denen ich weiss, dass sie ähnlich ticken wie ich und schon das Richtige auswählen.
  • Schnelle Kommunikation: Schnell eine Anfrage schicken? Geht perfekt auf Twitter. Oder als Facebook Nachricht – und das erst noch als Audio-Nachricht.
  • Kurze Umfragen: Nicht ganz sicher, ob eine Idee etwas taugt? Dann frag doch rasch in den Social Media nach. Das gibt ein erstes, gutes Bild von den Menschen, die zählen. Denn schließlich folgen dir hier ja Menschen, die dich und deine Arbeit toll finden – also dein ideales Zielpublikum.
  • Erfahrungsberichte abfragen: Welches ist die beste Screencast-Software? Welches Headset ist das beste? Womit verwaltet man am besten seine To-do-Listen (meine Antwort)? Frag dein Netzwerk. Du erhältst schnell klare Antworten ohne Blabla.
  • Schneller Support: Vor ein paar Wochen hatte ich Probleme mit meiner Handy-Verbindung. Anrufe wurde ohne Grund nach einem Klingeln direkt auf die Voicemail umgeleitet. Also habe ich dem Twitter-Support meines Anbieters geschrieben und innerhalb von wenigen Minuten das Problem lösen können. Die Alternative? Mail schreiben und Stunden auf eine Antwort waren. Oder Telefonsupport wählen, sich durch elend lange Menüs drücken, um dann doch in der Warteschlaufe zu landen.

Social Media sind weder gut noch schlecht. Sie sind einfach, was sie sind.

Es ist an dir, dieses Kommunikationsmittel so einzusetzen, dass du einen Nutzen davon hast.

P.S.:
Viele meiner Kontakte reagieren auf eine Nachricht via Facebook oder Twitter bedeutend schneller als via E-Mail. Ob ich das bewusst einsetze? Na klar! :-)

Artikelbild: © Depositphotos.com / peshkova

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