Am 1.1.2015 habe ich meinen Lesern das "Du" angeboten.
In den älteren Artikeln sieze ich noch, wir bleiben aber natürlich gerne beim "Du". :-)

Gestern Abend passiert etwas Unangenehmes: Mein Hosting-Anbieter – auf dem ein paar private Seiten laufen – hatte einen Teilausfall seiner Infrastruktur.

Kurz gesagt: Nichts ging mehr – Die Webseiten waren nicht mehr erreichbar, E-Mails konnten weder gelesen noch gesendet werden.

Nebenbei: ivanblatter.com war nicht betroffen. ivanblatter.com läuft bei einem anderen Anbieter.

Das war unangenehm. Zumal wir diese Woche Einladungen zu einem Anlass verschickt haben, zu dem man sich nur auf einer dieser Webseiten anmelden kann.

Doch manchmal ist man halt machtlos, muss mit den Schultern zucken und mit etwas anderem weitermachen.

Das sehen nicht alle so. Lesen Sie hier ein paar unangebrachte Reaktionen auf den Vorfall und was die Betroffenen für andere Arbeiten hätten erledigen können.

Crash
Foto von Pakhnyushchyy | pixmac.com

Der Ausfall der Infrastruktur dauerte recht lange – glücklicherweise größtenteils über Nacht. Der Anbieter hat auf seiner Webseite (die noch lief) und auf Twitter offen und laufend infomiert.

Trotzdem fielen die Reaktionen zwiespältig aus. Hier ein paar Tweets (alle O-Ton):

Habt ihr eine alternative lösung wie wir zu unseren Mail kommen könnten? Unser ganzes ganzes Geschäft steht still….

Wäre auch froh wenn bald wieder was gehen würde… Bei uns steht auch allse still. 15 Mitarbeiter im Kaffee-Ecken…

Ist echt zum kotzen und dann immer dies wagen Aussagen vielleicht läuft es dann irgenwann… Echt mühsam seit 16 Std.

Diese Reaktionen haben mich nachdenklich gemacht:

  • Selbstverständlich kann der Anbieter keine präzisen Aussagen machen, wann die Seiten wieder laufen. Er infomierte aber immer über die aktuellen Schritte und die Zwischenerfolge.
  • Noch wichtiger: Wie ist denn eine Firma organisiert, wenn sie den Betrieb einstellen muss, wenn die Webseite nicht erreichbar ist und E-Mails nicht funktionieren? Da wäre es vielleicht angebracht, die Prozesse und die Arbeitsorganisation zu hinterfragen.

Wenn der Computer aussteigt oder das Firmennetzwerk zusammenbricht, wird die Arbeit schwierig, da man keinen Zugriff auf die eigenen Dateien mehr hat. Aber wenn nur die Webseite und die E-Mails wegfallen?

Das können Sie tun, wenn Sie keine E-Mails mehr schreiben und lesen können.

  • Sich freuen! Schließlich haben Sie schon mal den Produktivitätskiller Nr. 1 ausgeschaltet.
  • die Steuererklärung ausfüllen
  • den Schreibtisch aufräumen
  • das überfällige Protokoll schreiben
  • den Projektabschlussbericht schreiben
  • die Buchhaltung nachführen
  • Telefonieren
  • ein Brainstorming
  • die kommende Woche/den kommenden Monat/das Jahr planen
  • die Projektplanung nachführen
  • die Ablage nachführen
  • Inhalte erstellen
  • Texte schreiben
  • Aufgeschobenes abarbeiten
  • endlich all das lesen, was im Stapel wartet
  • Stapel wegwerfen
  • die Festplatte aufräumen

…oder in einem Wort: Jetzt haben Sie die Chance, richtig zu arbeiten. Richtig arbeiten heißt: Produkte/Inhalte erstellen oder Dienstleistungen erbringen.

Jetzt haben Sie Zeit, all das zu tun, was Sie aufgeschoben haben, was Zeit braucht oder was Ihre volle Konzentration benötigt.

Eigentlich perfekt, oder?

Bei der Gelegenheit: Sind Sie so organisiert, dass Sie auch bei einem Strom- oder Computerausfall weiterarbeiten können?

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