Am 1.1.2015 habe ich meinen Lesern das "Du" angeboten.
In den älteren Artikeln sieze ich noch, wir bleiben aber natürlich gerne beim "Du". :-)

Zwischenruf: Schnelligkeit und Entschleunigung

Schnelligkeit und Entschleunigung schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich.

  • Schnelligkeit heisst, Dinge effizient, zeitnah, stressfrei und zielgerichtet zu erledigen.
  • Entschleunigung wiederum hat mit Entscheiden zu tun: Wie viel Tempo lasse ich in meinem (Arbeits-)Leben zu? Wo entscheide ich mich bewusst zu einem geringeren Tempo?

Wie immer sind wir grundsätzlich frei zu entscheiden, wenn wir gleichzeitig bereit sind, die Konsequenzen zu tragen.

Will heissen: Entscheide ich mich für ein entschleunigtes Leben, ist für mich der Job als Börsenmakler nur bedingt geeignet.

In der Schweiz sagt man: „Man kann nicht den Fünfer und das Weggli haben.“ Genauso ist es.

BTW: Ein Weggli ist ein Brötchen, das vor langer Zeit nur 5 Rappen kostete. Eine deutsche Entsprechung wäre: „Man kann keinen Kuchen backen, ohne Eier zu zerbrechen.“

…außer bei der Schnelligkeit und der Entschleunigung. Die kann man nämlich schon gleichzeitig haben.

  • Das Prinzip der Schnelligkeit greift nämlich erst dann, wenn wir etwas tun wollen, also etwas zu erledigen haben.
  • Die Entschleunigung hingegen ist ein Kriterium, um Entscheidungen zu treffen: Will ich das oder habe ich schon genug (zu tun/Tempo/vor/Verpflichtungen/Rollen/…)?

Damit kann man durchaus ein entschleunigtes Leben wählen und trotzdem bei der Erledigung der Aufgaben blitzschnell sein. Die Frage ist – wie so oft: Wofür entscheide ich mich?

Bildnachweis: © iStockphoto.com / magnetcreative 

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