Unterwegs scannen mit dem Fujitsu ScanSnap iX100: Ein Testbericht

Unser Leben und Arbeiten ist immer mehr auf Mobilität ausgerichtet. Oder zumindest können wir heute völlig ortsunabhängig arbeiten – wenn wir wollen.

So gibt es auch immer mehr nützliche Geräte, die man einfach in die Mappe stecken kann und schon hat man sein Büro immer dabei.

Eines dieser Geräte ist der ScanSnap iX100, der mobile Scanner von Fujitsu. Fujitsu hat mir freundlicherweise ein Testgerät zugestellt, das ich in den letzten Tagen unter Alltagsbedingungen testen konnte. Hier sind meine Eindrücke.


Testbericht Fujitsu ScanSnap ix100

Kurz und bündig

Der ScanSnap iX100 ist ein portabler, akku-betriebener Scanner, den man via WLAN mit dem Computer/dem Tablet/dem Smartphone oder via USB mit dem Computer verbinden kann. Darüber hinaus bietet er alle Möglichkeiten, die Fujitsu mit seiner ScanSnap Software bietet.

Diese beiden Sätze sagen schon alles Wichtige über den ScanSnap iX100. Er ist nämlich ein völlig unspektakulärer Scanner, der genau das tut, was er soll: Scannen.

Das meine ich äußerst positiv: Heutzutage werden Geräte häufig mit Features vollgestopft oder können alles – aber dafür nichts so richtig gut.

Nicht so der ScanSnap iX100. Fujitsu geht hier genau den richtigen Weg: Der Scanner fokussiert sich auf eine einzige Sache (eben das Scannen) und macht das einfach toll.

Was in dem Gerät steckt

Alle technischen Fakten findest du auf der Seite zum Scansnap iX100 von Fujitsu.

Hier nur ein paar Highlights aus meiner Sicht:

  • Akkubetrieb: Der Scanner wird über das USB-Kabel aufgeladen.
  • Eine Akkuladung reicht für 260 A4-Seiten (laut Angaben von Fujitsu).
  • nur 400g schwer
  • Scannen via WLAN
  • Scannen direkt auf ein Tablet oder Smartphone möglich

Mein Eindruck

Das Timing für den Test war perfekt, hat mich der Scanner doch ein paar Tage vor einer Geschäftsreise nach Wien und Leipzig erreicht. Also habe ich ihn mitgenommen und unter Alltagsbedingungen getestet.

Mein Fazit:

Ein unspektakuläres Gerät, das sehr schnell, zuverlässig und einfach gut arbeitet. Nur mit der direkten Verbindung zu meinem iPhone oder iPad hatte ich ab und zu Probleme. Ansonsten: Tolles und gut durchdachtes Gerät!

Hier zeige ich den ScanSnap iX100 im Einsatz:

https://youtu.be/eqbG7zYb2fU

Die Software

Der ScanSnap iX100 bringt ein umfangreiches Software-Paket mit. Damit kann man am Computer die gescannten Dokumente direkt weiterverarbeiten (z.B. an Evernote schicken, in die Dropbox ablegen oder direkt per E-Mail versenden).

Zusätzlich wird ein OCR-Programm mitgeliefert (ABBYY FineReader). Damit können bearbeitbare Dokumente oder durchsuchbares PDF-Dateien erstellt werden.

Auch ein Programm für Visitenkarten ist mit dabei. Das erkennt automatisch die einzelnen Angaben auf der Visitenkarte und schickt sie an dein Adressprogramm.

All diese Programme kenne ich schon längere Zeit und kann schlicht und einfach sagen: Alles tut, was es soll – und das erst noch ganz hervorragend. Das Design ist zwar gewöhnungsbedürftig, doch ansonsten: Top!

Die App für mobile Geräte (erhältlich für iOS und Android) ist dagegen um einiges schlichter. Damit kann man einfach etwas einscannen. Fertig. Anschließend kann man dann das Dokument auch an eine andere App schicken oder per E-Mail versenden.

Ich habe die App für iOS (iPhone und iPad) getestet. Sie funktioniert einwandfrei. Einzig das Design ist etwas altbacken und hat nichts mit der Leichtigkeit von iOS 8 zu tun. Ansonsten gibt’s hier nichts zu meckern.

Die Einrichtung

Teilweise wird im Internet über Probleme beim Einrichten berichtet. Solche Probleme hatte ich absolut keine. Hinzufügen muss ich allerdings, dass ich bereits einen Fujitsu ScanSnap seit längerem im Einsatz habe (den S1500M) und von daher die Funktionalität und Software gut kannte.

So musste ich nach dem Auspacken des iX100 den Scanner einfach nur mit dem USB-Kabel an den Computer schließen und alles lief wie erwartet.

Während der Installation konnte ich den Scanner zusätzlich in mein WLAN-Netzwerk einwählen, so dass das drahtlose Scannen auf Anhieb funktionierte – solange der Scanner und das Gerät im selben Netzwerk sind.

Auf einer Zugfahrt probierte ich dann die App fürs iPhone aus. Hier konnte ich den Scanner direkt mit dem iPhone verbinden (also ohne bestehendes WLAN-Netzwerk). Das Einrichten war ein Kinderspiel, denn man wird von der App gut durch die Installation geführt.

Einzig später im Gebrauch hatte ich ab und zu Probleme, den Scanner direkt mit meinem iPhone zu verbinden.

Mein Fazit

Ein mobiler Scanner ist natürlich für die Profis unter uns, also für diejenigen, die unterwegs wirklich viel einscannen müssen.

Meine Idee war, dass ich Belege, Quittungen und Hotelrechnungen direkt einscanne und mir so diese Arbeit im Büro erspare.

Ich habe jedoch schnell gemerkt, dass ich den Scanner dann eben doch nicht ständig bei mir hatte und erst abends im Hotel meine Belege abgearbeitet habe.

Dagegen spricht überhaupt nichts, doch stellt sich mir dann schon die Frage, welchen Nutzen mir das mobile Scannen bringt: Denn ob ich die Belege gebündelt im Hotel einscanne oder ein paar Tage später an meinem großen Scanner im Büro, spielt für mich keine Rolle. Zumal ich im Büro alle Belege einfach am Stück scannen kann und sie nicht einzeln in das Gerät schieben muss wie beim iX100.

Das ist aber nur meine Sicht. Ich bin zwar ein Viel-Scanner und scanne alles Mögliche ein, habe aber wenig Bedarf, das schon unterwegs zu tun.

Es gibt natürlich andere Berufsgruppen und Menschen, die unterwegs sehr viel mehr scannen müssen. Mir fallen da Anwälte, Verkäufer, generell Mitarbeiter im Aussendienst, Rechnungsprüfer, Versicherungsvertreter und viele mehr ein.

Das Scannen am iX100 ist nicht nur schnell, sondern auch sehr komfortabel. Wenn man nur wenig scannen muss (z.B. nur einen einzelnen Beleg), kann man das natürlich gut mit dem Smartphone und einer guten Scan-App einscannen. Das ist aber nicht mal annähernd so schnell, einfach und komfortabel wie mit dem iX100.

Meine Empfehlung:

Musst du häufig unterwegs etwas scannen, bringt dir der iX100 einen großen Gewinn an Komfort, Qualität und Zeitersparnis. In diesem Fall kann ich eine klare Kaufempfehlung abgeben.

Musst du zuhause oder im Büro nur ab und zu etwas scannen, dann ist der iX100 eine Alternative zum großen Bruder von Fujitsu (ScanSnap iX500). Klickst du auf diesen Link und kaufst etwas ein, bekomme ich von Amazon eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Wenn es nur ab und zu um einen Beleg geht, dann bist du mit deinem Smartphone und einer guten Scan-App gut bedient.

Fujitsu ScanSnap iX100
für ca. EUR 240,- (Link zu Amazon)
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Ivan Blatter

Über Ivan Blatter

Ich bin Personal Trainer für neues Zeitmanagement und zeige meinen Kunden, wie sie ihre Produktivität verdoppeln und mehr erreichen, ohne sich dabei auszulaugen.

Ich helfe einerseits Solopreneuren und Unternehmern, ihr persönliches Zeitmanagement zu verbessern, so dass sie ihr volles Potential umsetzen können für ein erfolgreiches Business mit mehr Freude und Motivation. Andererseits unterstütze ich Unternehmen dabei, die Produktivität ihrer Teams zu erhöhen und so die Ziele schneller zu erreichen.

So einfach wie möglich, immer persönlich und individuell.

19 Gedanken zu “Unterwegs scannen mit dem Fujitsu ScanSnap iX100: Ein Testbericht”

  1. Lieber Herr Blatter,

    zuerst einmal herzlichen Dank für Ihren sehr nutzenstiftenden Praxisbericht zum ScanSnap iX100.

    Ich teile Ihre Meinung, dass es immer dann, wenn die Unterlagen nicht bereits unterwegs in digitaler Form benötigt werden, einfacher und vor allem zeitsparender ist, diese vom Stapel im Büro zu scannen.

    Dazu hatte ich mir zu Weihnachten den ScanSnap ix500 geschenkt und bin seitdem total begeistert.

    Für den „Scan“ des sehr umfangreichen Handbuches und einigen Test-Scans mit den vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten des ix500 war ein Zeit-Invest von einem Samstag Vormittag notwendig.
    Diese Investition hat sich inzwischen jedoch mehr als bezahlt gemacht.

    Als Zusatz-Ausrüstung hatte ich mir ein Cutter-Messer und ein Schneidegerät zugelegt.
    Damit werden vor allem Zeitschriften und sonstige Werke mit teilweise mehr als einhundert Seiten vom Einband befreit und dann gescannt. ;-)

    Da jubiliert das Selbst-Manager-Herz.

    Ich kann den ScanSnap ix500 allen Wissensarbeitern nur ans Herz legen.

    Doch halt, das Wichtigste noch: Bitte nur das archivieren, was wirklich mit einiger Wahrscheinlichkeit noch einmal benötigt werden wird und nicht in anderen Quellen genauso leicht wieder reproduzierbar ist.

    • Danke für Ihren Einblick und den guten Tipp am Schluss! Ich habe ja noch den Vorgänger vom ix500 und bin auch sehr zufrieden. Auch meine Frau konnte ich davon überzeugen und jetzt liegen regelmäßig ihre Unterlagen auf meinem Tisch, die ich dann einscannen „darf“. :-)

  2. …unterwegs „scannen“…

    mach ich seit langem mit dem Smartphone. Dank automatischen Upload „in die Cloud“ hat mein Büro die Scans sofort im „Eingangskörbchen“; dort können diese dann einzeln oder im Stapel „weiterverarbeitet“ werden…

    CU
    Boeffi

  3. Hallo Herr Blatter,

    vielen herzlichen Dank für den interessanten Testbericht.

    Aufgrund einer Ihrer Blogartikel durfte ich nach zähen Verhandlungen mit dem Geschäftsführer meines ehemaligen Arbeitgebers Anfang 2014 für interessierte Kollegen mehrere Fujitsu ScanSnap iX500 beschaffen. Sogar die Kollegen, die noch überwiegend mit Papier arbeiten, waren vom Gerät derart begeistert, dass sie fortan oft zum Scannen zu mir ins Büro kamen statt ihr eigenes Mulitfunktionsgerät zu nutzen – es geht einfach viiiiiiiel schneller (z.B. durch beidseitiges scannen) und hat eine wesentlich bessere Qualität (z.B. durch die automatische Begradigung).

    Als ich kürzlich damit begonnen habe mich beruflich selbstständig zu machen war eines der ersten Dinge die ich für mein Heimbüro angeschafft habe der ScanSnap iX500. Ich kann nicht mehr ohne. Praktisch ist auch die Kopierfunktion, bei der ein eingescanntes Dokument direkt zum Ausdruck an den Drucker geleitet werden kann.

    Vielen Dank für Ihre tollen und produktiven Empfehlungen.

    Herzliche Grüße
    Dominik Sommerer

    P.S. Ich finde noch interessant, dass Sie das Video offenbar mit dem iPhone aufgenommen haben…

    • Danke für den Einblick in Ihre Welt! Ich könnte auch nicht mehr ohne. :-)

      Ja, das Video habe ich mit dem iPhone aufgenommen. Jetzt wo ich daran denke, fällt mir ein, dass ich meine „richtige“ Kamera ja auch in der Tasche gehabt hätte (aber ohne Mikro). :-)

  4. Hallo Ivan,

    ich bin auch gerade dran, mir einen iX500 zu gönnen. Mal abgesehen davon, dass der iX100 sicher keinen Einzug hat, bei dem man mal eben 50 Seiten reinstellen und durchscannen kann… Gibt es sonst noch gravierende Unterschiede zwischen den beiden Scannern?

    Liebe Grüße,
    Mirko

    • Entscheidend ist definitiv der fehlende Einzug beim iX100. Der iX500 kann aber auch doppelseitig Scannen, was auch toll ist.

      Wenn du also mehr als nur ab und zu ein Blättlein scannst, dann greif zu iX500. Der ist viel bequemer und schneller.

  5. Hallo Ivan,
    danke für den interessanten Testbericht. Ich habe die besten Erfahrungen mit der App Office Lens gemacht, mit der ich mit meinem Smartphone (Lumia 1520 mit Windows Phone) scannen kann. Die Scans werden automatisch in der Cloud in OneNote abgelegt und lassen sich von dort aus weiterverarbeiten. Das Smartphone habe ich ja immer dabei und die Qualität ist super gut.
    Liebe Grüße
    Ludger

      • nur zur Erklärung: Die Smartphone-Lösung natürlich nur für unterwegs. Im Büro habe ich einen Scanner mit Einzelblatteinzug (Duplex) im Multifunktionsgerät (Konica Minolta biszhub c284e).
        Die Geschwindigkeit von OfficeLens ist übrigens super. Es geht so schnell wie Fotografieren, lässt sich aber begradigen und der Ausschnitt lässt sich anpassen.

  6. Vielen Dank für diesen Hardware-Tipp Herr Blatter!

    Ich glaube, diesen Scanner werde ich dann mal in die engere Wahl ziehen. Kompliment zu Ihrem Blog! Gefällt mir gut!

    Gruß Lukas

  7. Hallo,

    unterwegs fotografiere ich Papier meistens mit dem Handy ab – direkt mit der App CamScanner (https://play.google.com/store/apps/details?id=com.intsig.camscanner&hl=de)

    Ich habe auch einen noch kleineren mobilen Scanner (http://www.testberichte.de/p/easypix-tests/easy-scan-testbericht.html). Da ich auch im Home-Office einen ordentlichen Scanner mit Stapeleinzug habe (http://www.tecchannel.de/produkte/pc-mobil/farb-multifunktionsgeraete/samsung-clx-3175/), habe ich den easypix-Scanner deswegen gewählt, weil ich damit auch etwas aus einem Buch, einer Zeitschrifft oder etwa den Deckel einer Schachtel (mit Seriennummer etc) durch Drüberfahren abscannen kann. Letztendlich siegt aber hier in der Einfachheit das Foto mit dem Handy, auch wenn die Qualität beim Scannen meist besser wäre.

    Für meine Reisen nehme ich aber sogar den Easypix-Scanner nicht mit. Grund sind Platz und Gewichtsprobleme generell, denn auch wenn ich für ein paar Tage wegfliege, will ich keinen Koffer aufgeben und da zählt sowieso jedes Gramm, das ich nicht mitnehmen muß.

    Wo ich aber einen Einsatz sehen würde für den Fujitsu, wäre im Büro an meinem Arbeitsplatz, um händische Mitschriften sofort einzuscannen – genau dort, wo diese am intensivsten entstehen (weil es dort nicht gerne gesehen ist, sich bei Meetings hinter dem Laptop-Bildschirm zu verstecken). Was mich aber abhält ist, daß es so aussieht, als würde diese Fujitsu-Software nur unter Windows und Mac funktionieren. Damit fallen Vorteile dieses Scanners, die sich aus der mitgelieferten Software ergeben, für mich als Linux-User wohl aus.

  8. Sehr interessantes Gerät, aber preislich nicht ganz ohne.
    Eine günstige und trotzdem recht gute Alternative wäre der ION AirCopy, den es als epost-Edition öfters im Netz sogar im Abverkauf für ca. 30,- EUR gibt.
    Regulär bei Amazon meist so um 70,- EUR zu bekommen.

    Funktionalität ist vergleichbar und es gibt sogar für Windows Phone 8 bzw, Windows 8 eine entsprechende App.

  9. Sehr interressanter und hilfreicher kurzer Testbericht. Vielleicht hätte zu Anfang noch dargestellt werden können, wie sich Smartphone und Scanner miteinander verbinden (das war ja in dem Video schon erledigt).

    Eine Frage am Rande: In der Beschreibung zu Ihrer Person schreiben Sie, dass Sie „Solopreneuren“ helfen. Ich habe dieses Wort noch nie in meinem Leben gehört. Was ist das?

  10. Hallo Herr Blatter,

    und vielen Dank für den Testbericht. Ich bin seit Kurzem als digitaler Nomade in der Welt unterwegs und daher derzeit auf der Suche nach einem geeigneten Dokumentenscanner, der nicht zu viel wiegt.

    Dieser ist auf jeden Fall mal in der engeren Auswahl :)

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