Am 1.1.2015 habe ich meinen Lesern das "Du" angeboten.
In den älteren Artikeln sieze ich noch, wir bleiben aber natürlich gerne beim "Du". :-)

Auch Produktivitätstrainer schlafen mal zu wenig. Es gibt halt einfach Wochen, in denen wir zu lange aufbleiben oder zu viel zu tun haben.

Das ist alles kein Problem, wenn diese Wochen die Ausnahme bleiben. Ich habe für mich ein Rezept gefunden, wie ich trotzdem produktiv arbeiten kann – auch wenn ich morgens den Wecker verfluche.

Mein Rezept basiert auf zwei Zutaten:

  1. Antizyklisches Verhalten
  2. Bewusste Entscheidungen

Antizyklisches Verhalten

Wenn der Abend länger wird, sind wir versucht, am nächsten Tag so lange wie möglich zu schlafen und sich dafür morgens mehr zu beeilen.

Ich halte das für einen großen Fehler. Denn: So wie der Tag beginnt, wird er auch verlaufen.

Sie glauben mir nicht? Hier der Beweis: :-)

Dieses Video hat was. Deshalb stehe ich immer zur selben Zeit auf, auch wenn es spät wurde.

Das ist ein Beispiel für antizyklisches Verhalten.

So wie der Tag beginnt, wird er auch verlaufen.
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Bewusste Entscheidungen

Hier geht es darum, Automatismen zu durchbrechen und Dinge bewusst anders zu tun.

Ein Beispiel: Je müder wir sind, desto eher und desto mehr greifen wir zu Kaffee oder sonstigen Aufputschmittel.

Das ist ein Fehler.

Unser Körper und unser Kopf brauchen die Energie-Täler, um sich zu erholen. Wenn wir müde sind und uns eine Pause gönnen, erholen wir uns dabei.

Trinken wir aber zuviel Kaffee oder genau dann, wenn wir im Energie-Loch sind, nehmen wir unserem Körper die Zeit, die er zur Erholung braucht. Die Folge: Abends sind wir völlig erschöpft.

Mehr über diesen Zusammenhang lesen Sie im Artikel “Mit dem Energiezyklus den Tag einteilen“.

Deshalb trinke ich bewusst nicht mehr Kaffee, wenn ich besonders müde bin.

Das ist ein Beispiel für bewusste Entscheidungen.

Mein Rezept: Was tue ich konkret?

Doch lassen Sie uns konkret werden. Was tut also ein Produktivitätstrainer, wenn er zu wenig Schlaf bekommt? Wie schafft er es, trotzdem einigermaßen produktiv und motiviert zu arbeiten?

Ich nutze zwei Strategien:

  1. Ich versuche, mich zu Tagesbeginn optimal aufzustellen.
  2. Während des Tages versuche ich, die große Müdigkeit gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Ich tue also Folgendes:

  1. Ich stehe zur selben Zeit auf – auch und gerade weil es spät wurde.
  2. Um mich auf Betriebstemperatur zu bringen, nutze ich eine Energielampe für 15-20 Minuten. Ich nutze die Philips goLITE BLU (Affiliate-Link), die ein Licht ähnlich wie helles Tageslicht abgibt. So trickse ich meinen Körper aus, der dann sofort denkt, es sei heller Tag und entsprechend alles hochfährt. Ja, die Lampe ist teuer, aber sie ist jeden Euro Wert.
  3. Danach fahre ich ins Sportstudio und mache ein leichtes Ausdauertraining für 30 Minuten. Auch das hilft, mich in Fahrt zu bringen.
  4. Zugleich höre ich Musik, um mich zu motivieren und mich emotional auf den Tag einzustellen.

Damit bin ich optimal für den Tag vorbereitet.

Natürlich kostet mich das Zeit, aber ich habe dann genug Energie für weite Teile des Tages – und genau darum geht es.

Meine Musik

Zum letzten Punkt: Ich habe eine eigene Wiedergabeliste mit dem Titel “Power-Liste”. Hier sind eine Reihe Songs gespeichert, die mich so richtig aufpeitschen. Eine kleine Auswahl:

  • Lenny Kravitz – Sister
  • Amy Winehouse – Tears Dry On Their Own
  • Queen – Don’t Stop Me Now
  • Yann Tiersen – La Valse d’Amélie
  • Stimmhorn – Triohatala
  • Dire Straits – Lady Writer
  • Gladys Knight & The Pips – Don’t Let Her Take Your Love From Me
  • Jackson 5 – I Was Made To Love Her
  • Giora Feidman – Adon Olam
  • Söhne Mannheims – Babylon System
  • Paolo Nutini – Smokey Joe’s Cafe

Für mich eine fantastische Auswahl inklusive Gänsehaut. Die Auswahl ist Geschmacksache, die Idee dahinter funktioniert in jedem Fall.

Weitere Tipps für den Tag

Mit meinem Rezept schaffe ich es gut über vielleicht die Hälfte oder Dreiviertel des Tages. Um auch den Rest des Tages zu packen, hilft mir Folgendes:

  • Nicht mehr Kaffee als sonst (siehe oben)
  • Keine Aufputschmittel
  • Viel trinken
  • Leicht essen (um nicht ins Suppenkoma zu fallen)
  • Nach Möglichkeit ein Mittagsschlaf (max. 20 Minuten)
  • Echte Pausen zur Erholung

Der Mittagsschlaf ist nicht dazu da, das Schlafmanko abzubauen, sondern um neue Energie zu schöpfen und dann erfrischt weiterzumachen.

Der allerwichtigste Tipp ist dann noch dieser hier:

  • Gehen Sie abends wirklich früh ins Bett.

Idealerweise baut man ein Schlafmanko ab, indem man früher ins Bett geht. Und nicht, indem man ausschläft, den halben Tag verpasst und während des restlichen Tages schlapp ist.

Ein Schlafmanko baut man ab, indem man früher ins Bett geht – und nicht, indem man ausschläft.
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Gehen Sie deshalb lieber eine oder sogar zwei Stunden früher ins Bett und schlafen Sie am nächsten Morgen höchstens 30-45 Minuten länger also sonst.

 

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