Das papierlose Büro: Dateinamen und Ordnerstruktur

In dieser Serie beschreibe ich mein papierloses Büro und wie ich vorgehe. In einem neueren Artikel schreibe ich allgemeiner über das papierlose Büro und gebe eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Das papierlose Büro: Wie du mit weniger Papier mehr Zeit, Platz und Übersicht gewinnst

Im letzten Artikel rund um das papierlose Büro erklärte ich, wie ich mein Papier digitalisiere. In diesem Artikel zeige ich, wie ich die Dokumente so ablege, dass ich sie noch finde – und zwar auch noch in einigen Jahren.

Neben einer vernünftigen Ordnerstruktur (allenfalls) gehört eine standardisierte Benennung der Dateien dazu. Zusammen mit wenigen Tools kann man so schnell und effizient Dokumente am richtigen Ort ablegen.


Das papierlose Büro
Dieser Artikel ist Teil einer Serie zum papierlosen Büro.


Namensschema für Dateien

„Rechnung.pdf“ ist ein suboptimaler Dateiname – einverstanden?

Andererseits kann man mit Bordmitteln oder mit zusätzlichen Tools beispielsweise Stichworte oder Kategorien an Dateien hängen.

Wo liegt die optimale Lösung zwischen diesen beiden Polen? Optimal heisst:

  • schnell und einfach
  • leicht zu merken
  • zukunftssicher (gesetzliche Aufbewahrungsfristen!)
  • Dokumente sind leicht zu finden

Ich verzichte darauf, mit spezieller Software zu arbeiten, sondern nutze alleine die Mittel, die mir das Betriebssystem bietet.

Alles in allem benenne ich daher meine Dokumente schlicht und einfach nach folgendem Schema: „Jahr-Monat-Tag Beschreibung

Beispiele:

  • 2014-12-18 Austritt Pensionskasse Basel-Stadt PKBS.pdf
  • 2016-06-10 Probeabo Fitnesspark.pdf
  • 2015-09-21 R Schuh Müller.pdf

Drei Bemerkungen dazu:

  1. Das Datum ist das Dokumentendatum: Ich scanne nicht täglich. Die Rechnung vom 21.9.2015 scanne ich vielleicht erst am 25.9.2015. Das sinnvolle Datum ist aber natürlich das Rechnungsdatum, deshalb wird die Rechnung unter 2015-09-21 gespeichert.
  2. Das Datum ist „falsch herum“: So kann ich die Dateien einfach nach dem Dateinamen sortieren und habe die Reihenfolge nach Dokumentendatum.
  3. Monate werden immer zweistellig geschrieben: „06“ und nicht nur „6“ für Juni. Auch das hat mit der Sortierung zu tun.
  4. Ich arbeite teilweise mit Abkürzungen: Ich muss nicht bei jeder Rechnung „Rechnung“ in den Dateinamen schreiben. Die Abkürzung „R“ reicht völlig.
  5. Das Trennungszeichen spielt keine Rolle: Hauptsache, man benutzt immer dasselbe. Ob du „2012-09-21“ oder „2012_09_21“ oder „2012 09 21“ schreibst, ist nicht spielentscheidend. Ich finde meine Variante am leichtesten zu lesen.
  6. Der Tag ist optional: Meine Handy-Rechnung kommt schön regelmäßig. Der Tag spielt hier keine Rolle, sondern der Monat. Deshalb heißt die Datei: 2016-06 R Swisscom.pdf (ohne Tag)

Das ist mein Schema, das sich für mich bewährt. Welches Schema du verwendest, ist nicht entscheidend und hängt vom Kontext ab.

Such aber ein möglichst einfaches Schema und verzichte auf kryptische Abkürzungen. Ich kann dir nämlich garantieren, dass du dich in zehn Jahren nicht mehr an alle Abkürzungen erinnern kannst.

Ich fand mal folgende Faustregel: Wähle ein Schema, so dass du in Zukunft die Namen auch noch verstehst, wenn du betrunken oder senil bist.

Ordnerstruktur

Ich bin ein großer Verfechter und Nutzer der Suchfunktion des Betriebssystems. Ich arbeite seit Langem praktisch ohne Ordnerstruktur bzw. mit 3-4 Ordnern und verlasse mich voll und ganz auf die Suche. Das funktioniert, wenn du nicht so viele Dateien hast.


Aber was ist mit den vielen speziellen Programmen wie DevonThink, Evernote, YEP oder andere? Damit kannst du Dokumente verwalten, verschlagworten und vieles mehr.

Von deren Gebrauch rate ich aus drei Gründen ab:

  1. Was ist, wenn der Hersteller plötzlich verschwindet oder die Software nicht weiterentwickelt wird? Muss ich dann tausende Dokumente irgendwie konvertieren oder umbenennen? War dann das ganze Verschlagworten umsonst?
  2. Ordner und Dateien sind so alt wie die Computer. Ich bin zuversichtlich, dass wir noch lange Zeit mit Ordnern und Dateien arbeiten werden.
  3. Jetzt arbeite ich mit einem Mac. Doch in 5 oder 10 Jahren? Ordner kann ich (inkl. Dateien) sehr einfach auf ein anderes Gerät oder in ein anderes Betriebssystem kopieren.

Nutze deshalb lieber einfach schlichte Ordner auf deiner Festplatte.


Wie bei den Dateien gilt auch bei der Ordnerstruktur: Welche Struktur du verwendest, hängt von deinem Kontext, deinen Vorlieben und deiner Logik ab.

Allgemein empfehle ich:

  • Die Struktur muss so sein, dass ein Dokument genau in einen Ordner abgelegt werden kann.
  • Die Ablage muss für dich logisch und sinnvoll sein. Beginn mit dem Allgemeinen und geh dann zum Spezifischen (z.B. Rechnungen -> Kommunikation -> Handy).
  • Überleg dir vorher eine Struktur. Die Grundstruktur solltest du einmal in Ruhe erstellen. Erstelle keine Ad-Hoc-Struktur während des Ablegens.
  • Nimm dir Zeit für die Struktur. Die willst du ja einmal erstellen und dann Jahre lang nutzen. Investiere hier also genug Denkzeit, es lohnt sich!

OCR oder nicht?

Meistens wird bei einem Dokumentenscanner eine OCR-Software (=Schrifterkennung) mitgeliefert. Diese „liest“ das Dokument.

Stell dir das so vor:

  • Ohne OCR wird ein Dokument als Foto gespeichert.
  • Mit OCR wird ein Dokument als Dokument gespeichert.

Mit OCR kannst du also den Inhalt von Dateien durchsuchen oder eine Passage markieren und kopieren. Ohne OCR geht das nicht.

Ich habe lange auf OCR verzichtet, einfach weil es den Scanvorgang zu sehr verlängerte und ich kaum einen Nutzen davon hatte. Ich finde meine Dokumente nämlich auch so innerhalb weniger Sekunden über die Ordnerstruktur oder die Suche.

Inzwischen ist die OCR-Funktion bei meinem Scanner wieder eingeschaltet. Mein Computer wurde nämlich schneller. :-)

OCR kann durchaus sinnvoll sein, besonders wenn du nicht nur kurze Dokumente einscannst, sondern viele längere. Für Anwälte beispielsweise kann es vielleicht interessant sein, wenn sie die Urteile durchsuchen können.

Oder wenn du sehr viele Rechnungen einscannst, kann es interessant sein, nach bestimmten Produkten oder Herstellern suchen zu können.

So geht’s weiter

Das waren ein paar Gedanken über die Benennung der Dateien und die Ordnerstruktur.

Im nächsten Artikel wird es dann wieder praktisch: Denn das Langweiligste an der ganzen Geschichte ist das Umbenennen der Dateien und das Verschieben in die richtigen Ordner. Dazu gibt es aber glücklicherweise Tools, die dir diese Arbeit ganz oder teilweise abnehmen.

Solche Tools will ich im nächsten Teil vorstellen.

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Ivan Blatter

Über Ivan Blatter

Ich bin Personal Trainer für neues Zeitmanagement und zeige meinen Kunden, wie sie ihre Produktivität verdoppeln und mehr erreichen, ohne sich dabei auszulaugen.

Ich helfe einerseits Solopreneuren und Unternehmern, ihr persönliches Zeitmanagement zu verbessern, so dass sie ihr volles Potential umsetzen können für ein erfolgreiches Business mit mehr Freude und Motivation. Andererseits unterstütze ich Unternehmen dabei, die Produktivität ihrer Teams zu erhöhen und so die Ziele schneller zu erreichen.

So einfach wie möglich, immer persönlich und individuell.

30 Gedanken zu “Das papierlose Büro: Dateinamen und Ordnerstruktur”

  1. Lieber Ivan Blatter,

    bei aller Sympathie, mit der ich Ihren kritischen Impetus gegenüber hergebrachten Zeitmanagement-Ansätzen verfolge: Aber diesen Blogartikel kann ich nicht unwidersprochen lassen.
    Das größte Problem an den von Ihnen vorgestellten Methoden: Sie sind nur anwendbar für einen ganz kleinen Ausschnitt unserer modernen Arbeitswelt. Sie schreiben selbst, dass die Desktop-Search nur bei einer sehr kleinen Menge von Dokumenten funktioniert. Aber Ihre Dateinamensregeln und etwas nebulösen Ordnerregeln sind, mit Verlaub, auch nicht besser. Sie funktionieren bestenfalls bei Einzelkämpfern, nie im Team. Wie soll ein Kollege im Jahre 2015 ein Dokument finden, denen Sie drei Jahre vorher den Namen
    „2012-09-21 R Schuh Müller.pdf“ gegeben haben? Was macht er, wenn Ihr Unternehmen monatlich 10 Rechnungen von Schuh-Müller erhält und er 360 Treffer erhält? Wie findet er ohne kontextbezogene Ordnerstruktur die anderen zur Rechnung gehörigen Dokumente sofort (nämlich die Preisanfrage, die Bestellung, den Auftrag und vielleicht die Reklamation)?

    Ihre Ratschläge sind kompromisslos auf den Einzelnen beschränkt. Was die meisten Menschen in unseren Bürowelten brauchen, sind aber nicht individualistische Ordnungen, sondern welche, die für Teams funktionieren! Dort wird doch jede Vertretung zum Hindernisparcours, weil sich keiner in den Vorgängen des Kollegen auskennt.
    Einen guten Einstieg ins Thema „Dokumentenordnung für Teams“ bietet der Artikel von Jan Fischbach http://www.teamworkblog.de/2012/10/zusammenarbeit-uber-datei-ordner.html.

    Herzlicher Gruß
    Wolf Steinbrecher

    • Danke für Ihren kritischen Beitrag! Sie haben recht, meine Hinweise im Artikel funktionieren für Selbstständige und Unternehmer. Ein Team hat braucht andere Lösungen.

      Gleichzeitig *kann* ich in diesem Kontext nur im Allgemeinen bleiben. Leider gibt es keine Lösung, die für alle funktioniert.

      Und mit Verlaub: Was in dem verlinkten Artikel steht, funktioniert auch nur in Spezialfällen. Besonders würde ich von zwei Ordner mit identischem Namen unbedingt abraten, auch wenn sie in unterschiedlichen Verzeichnissen stehen.

      Das Beispiel auf Ihrer Seite zeigt, dass für Sie und Ihren Kollegen die Struktur völlig einleuchtend sein mag. Von aussen ist sie allerdings weder logisch noch unbedingt nachvollziehbar und schon gar nicht selbstsprechend. Ohne genaue Anleitung und Anweisung wird sich ein neuer Mitarbeiter dort auch nicht zurecht finden. Er wird unzählige Ordner öffnen müssen, bis er ein gesuchtes Dokument findet.

      Was bleibt also? Nach der Lektüre verschiedener Literatur (die im übrigen sehr spärlich ist), der einschlägigen ISO-Norm und vieler Artikel komme ich zum Schluss: Es gibt keine gute, standardisierte Lösung.

      Ich glaube, hier haben wir lauter Einzelfälle, die nur mit individueller Beratung gelöst werden kann. Dies gilt hier wie für kein anderes Thema der Arbeitsorganisation.

      • Da muss ich jetzt auch mal einschreiten! Auch ich bin bereits seit Jahren auf der Suche nach dem gut funktionierendem Ablagesystem und glaube, dass es ohne Texterkennung nicht geht. In unserem Fall wird z. B. Material für eine bestimmte Kommission bestellt und das steht auch so auf der Rechnung. Wenn ich nun eine Rechnung suche, komme ich durch Volltextsuche schnell zum Resultat. Wegen der Hardware empfehle ich einen schnellen Scanner und BvL Archivio, womit ich dauerhaft und gesetzeskonform speichern kann.

  2. Über das kurze „R“ für die Rechnung in Ihrem Beispiel bin ich auch gestolpert. Mein Gedanke war: Was, wenn es zu einem Rechtsstreit kommt, und Sie die Datei an Ihren Anwalt mailen? Ohne Kontext könnte es die Rechnung, aber auch die Reklamation des Kunden sein. Das aber nur am Rande, denn es muss ja nur für Sie funktionieren.

    Eigentlich möchte ich eine inhaltliche Ergänzung loswerden: Ich organisiere meine Dateien selbst ganz ähnlich und nutze zum Finden von Dateien hauptsächlich die normale Suche des Betriebssystems. Aus den von Ihnen genannten Gründen nutze ich aber auch keine weiteren Programme wie Evernote, und so hat es sich für mich bewährt, die Verschlagwortung auf Ebene des Dateinamens zu lösen. Hier habe ich das Beispiel eines Bildes erläutert:

    http://www.svenbuechler.de/?p=4930

    In anderen Bereichen sind das dann auch mal Aktenzeichen o.ä., so dass ich schnell alle Dokumente zu einem Vorgang finde.

    • Danke für die spannende Ergänzung!

      Ja, das ist zweifellos so: Die Ablage muss für mich funktionieren. Ich weiss ja nicht, wie mein Anwalt oder sonst jemand seine Dokumente benennt. Deshalb schicke ich meine Dokumente einfach so, wie sie sind. Derjenige gegenüber muss sie ohnehin nach seiner Systematik umbenennen.

      • Gerade bei Anwälten und Notaren musste ich auch feststellen, das viele Dateien völlig unnachvollziehbar/unspezifisch benennen. Ich frage mich immer, wie die sich bei mehreren Dateien selbst zurechtfinden.

        Auch weil sie häufig keine Revisionsbezeichnungen im Dateinamen verwenden.
        Ich weiß nicht, ob Du teilweise damit arbeitest, aber ich kann jedem nur dazu raten (natürlich nicht bei jedem Dokument nötig) und vielleicht auch mal einen Beitrag wert.

  3. Vielen Dank für Ihren Beitrag. Die beiden Tools für den Mac kannte ich bisher nicht, trotz jahrelanger Mac-Nutzung. Ab 2013 werde ich auch alles private einscannen, das Gewerbliche ist in Deutschland leider nicht möglich, da man hier alles auf Papier benötigt.
    Weiter so und noch recht viele so informative Webcasts

  4. Das Bemühen dieses Blogs finde ich lobenswert.
    Gerade weil ich selber über Jahre viele dieser Ideen genutzt habe – insbesondere die Ordnerstruktur – und trotz aller Systematik einfach an die Grenzen des Merkbaren / Wiederfindbaren gestoßen bin, bin ich auf Mac OS ein großer Verfechter des taggings geworden. Auch das ist systematisch anlegbar, aber mit dem großen Vorteil, dass die getaggten Dokumente mit dem einfachen Befehl „tag:……“ aus tausenden Dateien wiedergefunden werden können – ohne das Verwechslung mit Volltext-Inhalten bestünde.
    Ich kann deshalb auch Ihre Warnung vor tagging-Software (z.B. YEP) aus dieser Richtung nicht nachvollziehen. Diese Software nutzt ja nur Bordmittel des Betriebssystems, und die getaggten Dateien können deshalb auch jenseits einer speziellen Software jederzeit gehandelt werden. Tagging als Instrument der Meta-Kennzeichnung ist m.E. eine wichtige Antwort auf die zunehmende Informationsfülle, die sich mit klassischen Ordnerstrukturen – gerade auch bei Möglichkeiten der Vernetzung – nicht mehr handhaben lässt.

    • Danke für den Erfahrungsbericht.

      Solange Tags tatsächlich nur Bordmittel nutzen, entschärft es die Situation ein wenig. Doch was ist, wenn Sie in ein paar Jahren zu Windows wechseln oder in 10 Jahren zu einem völlig anderen Betriebssystem wechseln, das es heute noch nicht gibt? Evtl. ist dann die ganze Mühe vergebens.

      Ich verzichte komplett auf Tags, da ja auch der Dateiinhalt durchsuchbar ist. So kann ich problemlos mit einer Suche mit 2-3 Stichworten meine Dokumente finden.

    • Das Konzept ist an sich nicht schlecht, jedoch finde ich, dass man unbedingt keine Leerzeichen verwenden sollte. Hört sich jetzt wirklich nach Urzeit an, aber wer zwischen Windows und Linux hin und her wechselt, wird es zu schätzen wissen.
      Mein Konzept sieht daher so aus (es ist nur für Rechnungen)
      – Format: pdf
      – OCR-SW macht die pdfs durchsuchbar
      – Ablage in Ordner

      z.b

      rechnungen -> 2013 -> amazon -> 2012-05-04_[rechnungsnummer]_[beschreibung]

      Der Vorteil: Es ist durchsuchbar und falls ich mehrere Ergebnisse gelieft bekommen, kann ich anhand des Datums, Rechnungsnummer und Beschreibung die richtige Rechnung rausfinden.

      • Danke für den Kommentar. Solange man bei den Platzhirschen bleibt (Mac und/oder WIndows), sind Leerzeichen kein Problem. Bei Linux ist das hingegen schon so.

        • ein Leerzeichen bei Windows „verbraucht“ 3 Zeichen, da Windows ein Leerzeichen in %20 umwandelt. Dann noch die weiterhin verbreitete Beschränkung auf 255 Zeichen (für den gesamten Pfad) – somit besser auf Leerzeichen verzichten.

      • Ersteinmal vielen Dank für all diese Informationen.
        Eine Bemerkung zu den Datei-Benennungen. Es ist natürlich gut, soviel Information wie möglich in den Namen der Datei zu packen. Aber: Wenn die Datei einen langen Namen hat, diese dann in einem Unter-Unter-Unterordner der Struktur liegt, kommt es zu Problemen (bei Windows) beim Backup oder Löschen. Da kann das System schnell an die Bearbeitungsgrenzen stossen.
        Ich meine: Reduzieren auf das wesentliche. Wenn wir schon eine Suchfunktion haben, sollte diese auch genutzt werden.
        Hilfreich ist sicherlich auch, wenn man jedes Jahr neu anlegt, also seine Struktur in Jahressammlungen organisiert. Das hält den Inhalt gering. Und: Ausmisten! Die ganzen Dokumente die noch Jahre nach Projektende auf dem Desktop liegen: Weg in die externe Festplatte.

  5. Sehr geehrter Herr Blatter,

    Interessanter Beitrag. Ergänzend möchte ich erwähnen dass die Ordnerstruktur in Programmen wie Devonthink Pro Office erhalten bleibt. Sie können beispielsweise eine in Devonthink angelegte Ordnerstruktur einfach an einen beliebigen Ort auf Ihrem
    Mac/Pc ziehen und haben dadurch keine Nachteile gegenüber Ihrem Ordnersystem,
    wobei die Vorteile erheblich sind. Wenn Sie batch ocr mit Ihrem Scansnap nutzen, ist das
    einscannen auch sehr bequem durchführbar, wodurch Sie dann die angesprochenen
    Vorteile haben. Textexpander, Hazel, Apple Script, Automator Aktionen sind hilfreich,
    jedoch reicht möglicherweise ein „einfaches Apple Script“.

    Es gibt ordentliche Einführungsliteratur (meist auf englisch) zum Thema.
    … David Sparks, Brett Kelly etc.

    Webseiten wie

    http://bit.ly/17v1EQc

    sind vor allem für Devonthink Nutzer sehr hilfreich.

    Wie bereits erwähnt, stößt Ihr Ordnersystem beispielsweise bei Gruppenarbeit
    leider sehr schnell an seine Grenzen.

    Gruss

    Niklas

  6. Guten Tag Herr Blatter

    Herzlichen Dank für ihren interessanten Blog! Ich habe bereits einige Ordnerstrukturen ausprobiert und bin immer über das selbe Problem gestolpert. Nach einiger Zeit hatte ich mit jedem System einen Konflikt zwischen Archivdateien (Rechnungen, Auszüge, …) und Dateien welche ich (fast) täglich bearbeite (Word, Excel, …). Es macht keinen Sinn, eine Word-Datei mit dem Datum zu beschriften, sonst müsste ich den Dateiname täglich ändern. Wie haben Sie dieses Problem gelöst? Trennen sie diese zwei Typen von Dateien? Oder haben Sie sogar zwei verschiedene Ablagesysteme?

    Herzlichen Dank und viele Grüsse
    Andreas Wyss

    • In diesem Fall schreibe ich einfach kein Datum hin.
      Also „Blogstatistik“, aber „2014-10-03 S Rechnung“.

      Das funktioniert, da ich mich auf die Suche verlasse.

  7. Hallo Herr Blatter,

    ich teile Ihre Meinung, dass man sich bei Software auf das Unternehmen und seinen Support unbedingt verlassen können muss. Viele Leute gehen ja heute schon den Weg in die Cloud und somit ist Datensicherheit ein weiteres spezielles Thema. Einige Freunde von mir in den USA arbeiten in Kanzleien z. B,. erfolgreich mit Softwarelösungen wie Practice Panther oder Needels und machen ihre komplette Verwaltung von Terminen bis hin zu Abrechnungen damit. Sicherlich ist sowas aber in erster Linie für kleinere Büros geeignet.

    Herzliche Grüße
    Jan-Eric

  8. Hallo Ivan,

    ich nutze auch mal das „du“, nachdem du mir einen freundlichen Begrüßungs-Letter gesendete hast :-)

    Ich bin etwas ratlos… Ich nutze seit einiger Zeit Evernote, um auch Dokumente abzulegen. Es fällt mir allerdings noch etwas schwer, die „Datenhoheit“ aufzugeben und das Original zum irgendwo in Amerika abgelegten Scan zu vernichten… Hat sich deine Einstellung zu Evernote gegenüber dem Zeitpunkt der Erstellung des Blog-Beitrages gewandelt (ich erinnere an deinen Artikel zur „Hass/Liebe zu Evernote).

    Wenn Evernote, tendierst du zu vielen Notizbüchern („Nachbau“ einer Ordnerstruktur“) oder auf ganz wenige (siehe auch dein Link zum TimeManagementNinja (http://timemanagementninja.com/2014/03/12-tips-that-got-me-using-evernote-again/) Bei mir geht es übrigens nur um die private Papierflut!

    Viele Grüße, Volker

    • „Datenhoheit“ ist für mich kein Problem – ich habe da absolut keine Berührungsängste. Schließlich liegt ja eine Kopie aller Notizen noch hier auf meiner Festplatte.

      Ich nutze eher wenige Notizbücher und verlasse mich auf die Suche.

  9. Ich folge hier Volker gern in seiner Fragestellung. Evernote nutze ich inzwischen fast ausschließlich für die Ablage meiner Dokumente. Auch habe ich die meisten meiner Ordner auf der Festplatte in Evernote importiert.
    Natürlich stellt sich die Frage nach der Datensicherheit UND -verfügbarkeit.
    Was passiert bei einer Evernote Pleite, oä. ?

    Aber, ist es nicht inkonsequent, hier zweigleisig zu fahren?
    Doch doppelt alles anlegen?
    Aber was ist dann wann aktuell?

    Hier fehlt mir noch ein schlüssiger Workflow.

    • Die Gefahr einer Pleite ist natürlich immer gegeben. Mich beruhigt das Ziel von Evernote, eine Firma für 100 Jahre zu bauen. Doch eine Garantie ist das natürlich nicht.

      Ich habe auch all meine Evernote-Notizen auf meiner Festplatte. Überhaupt habe ich keine Daten oder Dateien, die ausschliesslich in der Cloud gespeichert sind. Ich habe immer mind. eine lokale Kopie davon.

  10. Ich habe gerade mal die Export-Funktion von Evernote getestet. Prima Sache, so lässt sich ein prima Backup machen. Das beruhigt :-)

  11. Hallo Herr Blatter,

    ich sehe es ähnlich wie Sie es in Ihrem Artikel beschrieben haben. Ich arbeite seit ca. 2 Jahren in meiner Freizeit an einer platformunabhängigen Lösung, die genau bei dieser Verfahrensweise optimal unterstützen soll. Ziel ist es, immer einen mit Betriebssystemmitteln nutzbaren Dokumentbestand aufzubauen.
    Seit ca. 2 Monaten setze ich es für meine berufliche Tätigkeit und meine privaten Dokumente ein. Es gibt aber noch einiges zu und ich habe noch viele Ideen.

    Den Zwischenstand habe ich in einem kleinen Video festgehalten:
    https://www.youtube.com/watch?v=WnXGLdm7KxQ

    Viele Grüße
    Peter Pinnau

  12. Hallo, zwar ist der Artikel von 2012, aber ich finde ihn super. Ich bin gerade dabei gewesen mir eine gute Struktur zu überlegen und wollte schauen wie es andere machen. Der Artikel nennt Beispiele und warum diese funktionieren (klar immer im Einzelfall, aber der Einschub „bei mir ist es so“ ist ja oft genug enthalten – sehr sympathisch übrigens, dass jemand nicht meint alles für alle zu wissen und dass es für alle funktioniert :-)..). Ich wird hier noch etwas weiter schauen. Ziel ist für mich immer: Struktur soll mich unterstützen in diesen Formen bereits zu denken wenn ich etwas erhalte und dann wohin es wandern soll damit ich den Kopf frei habe und über diese Struktur eine weitere legen kann, in der dann „das echte Leben“ sich bewegt. Vielen Dank für den interessanten Artikel zu einem trockenen Thema, zu dem es in der Tat sonst nicht viel gibt. Und herzliche Grüße in die Schweiz wie der Dateiname Swisscom anmuten lässt :-)

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