Am 1.1.2015 habe ich meinen Lesern das "Du" angeboten.
In den älteren Artikeln sieze ich noch, wir bleiben aber natürlich gerne beim "Du". :-)

Das neue Jahr ist noch jung, Zeit für die alljährliche Gretchenfrage: Wie halten Sie’s mit den Neujahrsvorsätzen?

Untersuchungen zeigen:

  • 25% werfen ihre Vorsätze bereits nach einer Woche über Bord.
  • 60 % tun dies innerhalb der ersten sechs Monate.
  • Durchschnittlich nehmen wir uns zehn Mal denselben Vorsatz vor, ohne ihn auch tatsächlich einhalten zu können. Immerhin hier beweisen wir Durchhaltevermögen.

Neujahrsvorsätze sind eigentlich nichts anderes als Gewohnheiten, die wir ändern oder neu erlernen wollen. Sie finden im Internet unzählige Tipps, wie Sie Ihre Gewohnheiten ändern können, unter anderem auch hier in meinem Blog. Ich möchte in diesem Artikel  fünf Punkte aufnehmen, die mir besonders wichtig scheinen.

1. Weniger ist mehr

Versuchen Sie nicht ab sofort ihr ganzes Leben zu ändern. Gehen Sie lieber Schritt für Schritt vor.

Nehmen Sie sich nicht zu viel vor, sondern höchstens ein oder zwei Dinge, die Sie ändern möchten. Um eine Gewohnheit ändern zu können, brauchen Sie mindestens 30 Tage, je nachdem sogar bedeutend mehr, ja sogar bis zu mehreren Monaten. Tragen Sie diesem Umstand Rechnung und nehmen Sie sich nur eine bis zwei Veränderungen auf einmal vor.

2. Seien Sie präzise

Seien Sie präzise und spezifisch bei Ihrem Vorsatz.

„Mehr Sport treiben“ ist Wischi-Waschi. Was bedeutet „mehr Sport“ genau für Sie? Wie oft pro Woche wollen Sie Sport treiben? Um welche Zeit wollen Sie Sport treiben? Was für ein Sport wollen sie überhaupt treiben? Mit wem zusammen wollen Sie Sport treiben?

Seien Sie möglichst konkret, präzise und spezifisch. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie ihren Vorsatz tatsächlich umsetzen.

3. Bleiben Sie positiv

Fokussieren Sie sich darauf, was Sie tun wollen. Nicht darauf, was sie nicht mehr tun wollen.

Es ist ungleich schwieriger, auf etwas zu verzichten, als sich bewusst für etwas zu entscheiden. Auf Süsses zu verzichten, ist schwierig. Sich für gesunde Snacks zu entscheiden, ist leichter. Nicht leicht, aber leichter. Überlegen Sie sich also gut, was Sie tun wollen und nicht, auf was Sie verzichten wollen.

4. Manipulationen erkennen

Oft setzen wir unsere Vorsätze nicht um, weil wir uns vor den Konsequenzen fürchten. Wir haben gewissermassen Angst vor dem eigenen Erfolg.

Nehmen wir ein Beispiel: Nehmen wir an, Sie nehmen sich vor, sich besser zu fokussieren. Dann überlegen Sie sich, was diesem Vorsatz entgegensteht. Ihnen fällt ein, dass sie ständig ihre E-Mails abrufen. An diesem Punkt lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Weshalb rufen Sie ständig ihre E-Mails ab? Vielleicht möchten Sie immer auf dem Laufenden bleiben, vielleicht sind sie einfach neugierig oder was auch immer.

Wenn Sie nun Ihren Vorsatz tatsächlich umsetzen, wissen Sie unbewusst, da Sie sich dann nicht mehr immer auf dem Laufenden fühlen. Das kann zur Folge haben, dass Sie sich selber manipulieren. Seien Sie sich dieser Manipulationen bewusst und überlegen Sie sich genau, worauf sie sich einlassen.

5. Unterstützung

Die meisten Dinge gehen besser zu zweit oder in der Gruppe und machen dann erst noch Spass. So auch bei den Vorsätzen.

Suchen Sie sich jemanden mit dem gleichen Vorsatz. Tauschen Sie sich über ihre Fortschritte und vielleicht ihre Herausforderungen und Probleme aus. Motivieren Sie sich gegenseitig.

Überhaupt: Machen Sie Ihr Vorhaben öffentlich. Je mehr Menschen davon wissen, desto besser. Schliesslich wollen sie sich ja nicht blamieren und werden sich alle Mühe geben, den Vorsatz tatsächlich auch umzusetzen.

Ich wünsche Ihnen ein munteres, frohes, glückliches, gesunder, erfolgreiches und produktives Neues Jahr! Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Sie Ihre Vorsätze umsetzen und Ihre Ziele erreichen.

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