Am 1.1.2015 habe ich meinen Lesern das "Du" angeboten.
In den älteren Artikeln sieze ich noch, wir bleiben aber natürlich gerne beim "Du". :-)

Auf karrierebibel.de läuft im Moment eine spannende Diskussion darüber, ob Arbeit glücklich machen muss [Link funktioniert leider nicht mehr; IB]. Bis vor wenigen Generationen war diese Frage wohl gar kein Thema. Damals galt: Arbeit musste Existenz sichern können.

Heute gibt es aber immer mehr Menschen, die sich in der Arbeit auch verwirklichen möchten oder zumindest das tun möchten, was Ihnen auch am Herzen liegt. So auch bei mir. Um das nicht zu vergessen, habe ich eine ganz spezielle Ecke in meinem Büro eingerichtet, nämlich meine Motivationsecke.


Wenn Arbeit mehr als reine Existenzsicherung ist

Meine Arbeit finanziert nicht einfach nur meiner Freizeit, sondern ist ein wesentlicher Bestandteil, um glücklich oder zumindest zufrieden zu werden.

Das gilt wohl für alle Selbstständigen und Menschen mit Freiraum (Führungspersonen, Projektleiter etc.). Schliesslich macht sich ja (hoffentlich!) niemand selbstständig oder Karriere in einem Job, den er nicht ausstehen kann.

Gerade in diesen Fällen ist es so wichtig zu garantieren, dass die Motivation hoch bleibt. Ansonsten droht das Abrutschen in die Aufschieberitis, die – nicht zufällig – bei Menschen mit viel Freiraum gehäuft auftritt.


Meine Motivationsecke


Doch wie hält man sich selbst bei der Stange? Für mich ganz wesentlich sind visuelle Erinnerungen. Deshalb habe ich eine kleine Motivatinsecke in meinem Büro, von der Sie rechts ein (qualitativ leider schlechtes) Bild sehen (Klick zum Vergrössern). Hier hängen diverse Dinge, die mich stärken, etwa:

  • Mein Jahresmotto (ein Zitat von Goethe: “Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.”)
  • Mein langfristiges Ziel visualisiert mit einem Bild.
  • Verschiedene Zitate und Sätze, die mich stärken (beispielsweise: “It’s easy to be great, it’s hard to be consistent” – Steve Martin).
  • Eine Liste meiner 10 wichtigsten Werte und was sie für mich bedeutend.
  • Hundert Gründe, weshalb ich tue, was ich tue.

Die beiden letzten Papier habe ich übrigens auch immer bei mir in meinem Notizblock, falls ich mal unterwegs einen kleinen Motivationsschub benötige.

Übertrieben? Vielleicht. Letzte Woche in einem Seminar wurde ich von den Teilnehmenden deswegen auch etwas belächelt. Macht aber nichts, ist ja mein Instrument.

Und genauso funktioniere ich: Ich muss mich regelmässig mit meinen innersten Wünsche, Werten und Zielen verbinden, um meine Leistung abrufen zu können.

Ich bin überzeugt, dass das jeder von uns auf irgendeine Art und Weise auch tun sollte. Denn das gibt Kraft für neue Herausforderungen und ist das Mittel zu verhindern, dass man in eine falsche Richtung rennt.

Die Art ist natürlich hoch individuell: Der eine denkt am Sonntag Abend bei einem Glas Wein auf dem Balkon darüber nach, die andere macht Spaziergänge und noch ein anderer liest Motivationsbücher oder schreibt Tagebuch.

Wie sehen Sie das? Was stärkt und verwurzelt Sie? Haben Sie Erfahrungen, Tipps oder Empfehlungen?

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