Was mich stärkt: Meine Motivationsecke

Auf karrierebibel.de läuft im Moment eine spannende Diskussion darüber, ob Arbeit glücklich machen muss [Link funktioniert leider nicht mehr; IB]. Bis vor wenigen Generationen war diese Frage wohl gar kein Thema. Damals galt: Arbeit musste Existenz sichern können.

Heute gibt es aber immer mehr Menschen, die sich in der Arbeit auch verwirklichen möchten oder zumindest das tun möchten, was Ihnen auch am Herzen liegt. So auch bei mir. Um das nicht zu vergessen, habe ich eine ganz spezielle Ecke in meinem Büro eingerichtet, nämlich meine Motivationsecke.


Wenn Arbeit mehr als reine Existenzsicherung ist

Meine Arbeit finanziert nicht einfach nur meiner Freizeit, sondern ist ein wesentlicher Bestandteil, um glücklich oder zumindest zufrieden zu werden.

Das gilt wohl für alle Selbstständigen und Menschen mit Freiraum (Führungspersonen, Projektleiter etc.). Schliesslich macht sich ja (hoffentlich!) niemand selbstständig oder Karriere in einem Job, den er nicht ausstehen kann.

Gerade in diesen Fällen ist es so wichtig zu garantieren, dass die Motivation hoch bleibt. Ansonsten droht das Abrutschen in die Aufschieberitis, die – nicht zufällig – bei Menschen mit viel Freiraum gehäuft auftritt.


Meine Motivationsecke


Doch wie hält man sich selbst bei der Stange? Für mich ganz wesentlich sind visuelle Erinnerungen. Deshalb habe ich eine kleine Motivatinsecke in meinem Büro, von der Sie rechts ein (qualitativ leider schlechtes) Bild sehen (Klick zum Vergrössern). Hier hängen diverse Dinge, die mich stärken, etwa:

  • Mein Jahresmotto (ein Zitat von Goethe: „Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.“)
  • Mein langfristiges Ziel visualisiert mit einem Bild.
  • Verschiedene Zitate und Sätze, die mich stärken (beispielsweise: „It’s easy to be great, it’s hard to be consistent“ – Steve Martin).
  • Eine Liste meiner 10 wichtigsten Werte und was sie für mich bedeutend.
  • Hundert Gründe, weshalb ich tue, was ich tue.

Die beiden letzten Papier habe ich übrigens auch immer bei mir in meinem Notizblock, falls ich mal unterwegs einen kleinen Motivationsschub benötige.

Übertrieben? Vielleicht. Letzte Woche in einem Seminar wurde ich von den Teilnehmenden deswegen auch etwas belächelt. Macht aber nichts, ist ja mein Instrument.

Und genauso funktioniere ich: Ich muss mich regelmässig mit meinen innersten Wünsche, Werten und Zielen verbinden, um meine Leistung abrufen zu können.

Ich bin überzeugt, dass das jeder von uns auf irgendeine Art und Weise auch tun sollte. Denn das gibt Kraft für neue Herausforderungen und ist das Mittel zu verhindern, dass man in eine falsche Richtung rennt.

Die Art ist natürlich hoch individuell: Der eine denkt am Sonntag Abend bei einem Glas Wein auf dem Balkon darüber nach, die andere macht Spaziergänge und noch ein anderer liest Motivationsbücher oder schreibt Tagebuch.

Wie sehen Sie das? Was stärkt und verwurzelt Sie? Haben Sie Erfahrungen, Tipps oder Empfehlungen?

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Ivan Blatter

Über Ivan Blatter

Ich bin Personal Trainer für neues Zeitmanagement und zeige meinen Kunden, wie sie ihre Produktivität verdoppeln und mehr erreichen, ohne sich dabei auszulaugen.

Ich helfe einerseits Solopreneuren und Unternehmern, ihr persönliches Zeitmanagement zu verbessern, so dass sie ihr volles Potential umsetzen können für ein erfolgreiches Business mit mehr Freude und Motivation. Andererseits unterstütze ich Unternehmen dabei, die Produktivität ihrer Teams zu erhöhen und so die Ziele schneller zu erreichen.

So einfach wie möglich, immer persönlich und individuell.

7 Gedanken zu “Was mich stärkt: Meine Motivationsecke”

  1. Hallo Herr Blatter,

    unglaublich, aber so eine Motivationsecke habe ich auch. Und zwar habe ich mehrere Blätter an der Tür hängen.

    Allerdings ist mir der Fehler passiert, dass ich nach einer Weile diese Tür gar nicht mehr angeschaut habe. Ich wusste ja, was da drauf steht. Eventuell hilft es mir, mich immer wieder damit zu beschäftigt, vielleicht in dem ich die „Tür“ immer neu gestalte?

    • Sehr schön! :-)

      Ja, es kann helfen, immer wieder etwas zu verändern. Sie müssen ja nicht gleich alles neu gestalten. Häufig genügt es, ein Blatt zu verändern, auszutauschen oder zu ergänzen. Und schon sehen wir es wieder.

  2. Ich hab auch eine Motivationsecke, bei mir ist es aber eher eine Motivations-Fläche. Dort befinden sich alle motiverenden Zitate, die mich berühren und meine Werte darstellen, es ist quasi mein Leitbild in Bilder und Zitateform. In meiner Wohnung befindet sich ein Tordurchgang statt einer Tür, die zwei Räume separiert und ich habe in der Innenfläche auf der einen Seite motivational quotes, die mich Projekte anzugehen motiviert und wenn ich mich umdrehe auf die andere Seite, motivational quotes, die mich anregen Projekte durchzuziehen und zu beenden. Auf meinem großen Kleiderschrank habe ich hingegen kleinere Minicollagen zu verschiedenen Lebensbereichen gebastelt, die mich an meine Werte erinnern, wie ich mich gegenüber anderen Menschen verhhalten möchte, die mich in meinem Selbstebwusstsein stärken, um anders, aber authentisch zu sein, weiterhin eine, die mir dabei hilft nicht zu vergessen, dass ich auch nur ein Mensch bin und nciht zu hart zu mir sein darf und sollte und diverse andere ….
    Aber das Goldstück ist eine Postkarte, die meine Mutter, mir zum 18. Geburtstag schenkte und die mich bisher seit mehreren Jahren durch mehrere Wohnungen begleitet hat und immer über meinem Schreibtisch hängt „Wer nach grossem strebt, wird grosses erreichen“. Ich denke es ist unabdingbar, dass wir Menschen uns vergegenwärtigen was, wie und warum wir etwas machen. Und was definitv immer unterschätzt wird ist sich die Zeit zu nehmen zu Reflektieren und zu Besinnen, da sind Motivationsecken ganz gut, um sich Back-Loops einzubauen, um sich vor Augen zu halten „Warum, man tut was man tut“.

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