Meine Hassliebe zu Evernote (Teil 2): Zurück zu Evernote

Meine Hassliebe zu Evernote
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Ich zumindest lese sehr gerne, wie andere Menschen zu ihren Entscheidungen finden, was dabei eine Rolle spielt und wie sie vorgehen. Ein Erfahrungsbericht eben, ein Schilderung aus dem Alltag. Genau das will ich Ihnen heute hier bieten.

Vor fast zwei Monaten berichtete ich über „Meine Hassliebe zu Evernote„. Die Folge: Nachdem ich den Artikel veröffentlicht hatte, bekam ich Zweifel an Evernote und ich bin mit Sack und Pack wieder zurück zu Apples Notizprogramm gewechselt, das ohnehin auf all meinen Geräte installiert ist.

Weshalb ich die Apple-App so toll finde und trotzdem wieder zurück bei Evernote bin, beschreibe ich hier.

Mein Weg zurück zur App „Notizen“

Sie wissen: Ich mag meine Apple-Geräte und nutze viele Vorteile, die ich habe, weil ich systemtreu bin. Deshalb nutze ich neben meinem Mac ein iPhone und ein iPad. Für mich ein perfektes Gespann.

Mir ist das „eingebaute“ Notiz-Programm von Apple einfach sympathisch – und genau darum geht es im Zeitmanagement auch: Wir müssen Instrumente nutzen, die wir gerne nutzen, sonst geben wir bald auf.

Was ich an „Notizen“ mag:

  • Das Programm ist schnell.
  • Das Design gefällt mir.
  • Es ist sehr einfach: Ordner – Notiz – fertig.
  • Es gibt keinen unnötigen Schnickschnack.
  • Die Synchronisation zwischen den Geräten funktioniert schnell und zuverläßig.

Eigentlich ist die App eine gelungene Umsetzung eines einfachen Notizbuchs – genau das, was ich bis vor Kurzem brauchte.

Wir müssen Instrumente nutzen, die wir gerne nutzen, sondern geben wir bald auf.
Diesen Satz twittern...

Und plötzlich ist alles anders…

Eigentlich bin ich mit den Apple Notizen ganz glücklich, aber manchmal ändern sich die Umstände und die Anforderungen, die eine App erfüllen muss.

Genau das ist mir passiert: Ich habe im Moment recht viele Projekte am Laufen (nebenbei: jedes Seminar, Coaching und Referat ist bei mir ein eigenes Projekt).

Bislang konnte ich mich recht gut „einfach so“ organisieren. Das heißt:

  • E-Mails werden einfach in einen Archiv-Ordner abgelegt.
  • Dateien erhalten allenfalls ein Stichwort (z.B. der Name des Kunden) und werden in meinen einzigen Archiv-Ordner abgelegt.
  • Notizen aus Besprechungen oder Coachings landen in der App „Notizen“.

Mit der Suchfunktion kam ich hier sehr schnell zum Ziel und fand die benötigen Infos in Sekundenbruchteilen.

Nur: Immer häufiger brauche ich den gesamten Verlauf eines Projektes. Rufe ich beispielsweise einen Interessenten an, möchte ich den E-Mail-Verkehr, meine bisherigen Notizen und das Angebot, das ich ihm geschickt habe, vor mir sehen.

Das ging, aber ich musste an drei Orten nach den Infos suchen: Eben im Mailprogramm, auf der Festplatte und in den Notizen. Hinzu kommen noch allenfalls ein paar To-dos auf meiner To-do-Liste.

Bei 2-3 Projekte und wenigen Anrufen ist das kein Problem. Doch inzwischen hat mein Business eine Dimension erreicht, wo das zum Problem wird.

Neue Anforderung deshalb: Ich muss alles zu einem Projekt auf einen Blick sehen können.

Mit den Apple Notizen kann ich das so nicht abbilden. Der Knackpunkt: E-Mails kann ich nicht einfach in den Notizen speichern, sondern müsste sie kopieren und einfügen. Das geht, aber meine Erfahrung lehrt mich, dass ich das höchstens drei Tage mache und dann nicht mehr lustig finde.

Zwischenhalt: Basecamp

Mein erster Gedanke:

OK, jetzt brauchst Du irgendein Projektmanagement-Tool, mit dem Du den Überblick behältst.

Ich habe schnell gemerkt, dass die „üblichen Verdächtigen“ (MS Project, Omniplan, Merlin) mir nicht das bieten, was ich brauche. Fündig wurde ich bei Basecamp. Hier kann ich E-Mails zu einem Projekt einfach an eine geheime Adresse weiterleiten und schon sind sie dann am richtigen Ort. Dann kann ich natürlich auch Dateien hinzufügen, Notizen erstellen und To-do-Listen pro Projekt führen.

Alles ganz wunderbar – mit einem kleinen Nachteil: Basecamp spielt seine Stärken in der Teamarbeit aus. Dafür ist es gemacht und konzipiert. Mein Team besteht aber nur …aus mir. Das Preismodell von Basecamp ist nun so, dass man für die Anzahl Projekte bezahlt (also: bis zu 10 Projekte kostet 20 USD/Monat, bis zu vierzig 50 USD/Monat usw. [Stand: 13.3.2014]) – unabhängig von der Teamgröße.

Das ist super, wenn man tatsächlich ein Team hat. Viele andere Produkte berechnen ihre Preise nämlich nach Teamgröße: Je mehr Leute, desto teurer. Basecamp nicht.

Aber es ist nicht mehr so super, wenn man als Alleinunterhalter Solo-Unternehmer unterwegs ist. Ich hätte also das Abo für 50 USD/Monat benötigt, was mir schlicht und einfach viel zu teuer ist – der Preis ist für mich deutlich höher als der Nutzen.

Also, mein Fazit:
Basecamp ist fantastisch. Sobald ich mal ein Team benötige, dann werde ich sofort Basecamp als Tool einsetzen. Für mich alleine ist es aber zu teuer.

Zurück zu Evernote

Natürlich habe ich mir viele Alternativen zu Basecamp angeschaut, aber ich fand nirgends dieselben Features und vor allem dieselbe Einfachheit und Übersichtlichkeit – auch nicht in einem „normalen“ Programm auf meiner Festplatte (heißer Kandidat war Daylite – hat aber nicht bestanden [zu unübersichtlich]).

Doch plötzlich fiel mir Evernote wieder ein. Denn das kann eigentlich genau das, was ich suche:

  • Ich kann E-Mails an Evernote schicken.
  • Ich kann Notizen – auch unterwegs – erstellen.
  • Ich kann beliebige Dateien in Evernote speichern.

Gesagt, getan. So habe ich jetzt wieder ein schlichtes, einfaches Setup in Evernote. Es gibt drei Arten Notizbücher:

  • Pro Projekt erstelle ich ein Notizbuch.
  • Alles andere (allgemeine Infos, Webseiten usw. – Notizen eben) landet in einem einzigen Notizbuch.
  • Dinge, die ich mit jemandem teile (z.B. mit meiner Frau oder mit Kunden), bekommen natürlich auch ein eigenes Notizbuch.

Das ist alles. Ich nutze praktisch keine Tags, sondern werfe die Notizen einfach in das richtige Notizbuch. Danach nutze ich die Suchfunktion.

Rufe ich meinen Kunden oder Interessenten an, dann habe ich alle Infos im entsprechenden Projektnotizbuch.

Das einzige, was ich nicht in Evernote abbilde, sind die To-dos. Auch wenn Evernote die Checkboxen und Erinnerungen hat, kann man damit (noch?) keine vernünftige To-do-Liste führen.

Ich habe immer noch sämtliche Vorbehalte aus dem ersten Artikel („Meine Hassliebe zu Evernote„), aber damit kann ich bislang gut leben. Die Vorteile überwiegen – bis jetzt.

P.S.:
Kollega Craig Jarrow hat kürzlich auch beschrieben, wie und weshalb er für seine Notizen zurück zu Evernote gewechselt ist: 12 Tips That Got Me Using Evernote Again

Bildnachweis: © Depositphotos.com / olly18

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Ivan Blatter

Über Ivan Blatter

Ich bin Personal Trainer für neues Zeitmanagement und zeige meinen Kunden, wie sie ihre Produktivität verdoppeln und mehr erreichen, ohne sich dabei auszulaugen.

Ich helfe einerseits Solopreneuren und Unternehmern, ihr persönliches Zeitmanagement zu verbessern, so dass sie ihr volles Potential umsetzen können für ein erfolgreiches Business mit mehr Freude und Motivation. Andererseits unterstütze ich Unternehmen dabei, die Produktivität ihrer Teams zu erhöhen und so die Ziele schneller zu erreichen.

So einfach wie möglich, immer persönlich und individuell.

39 Gedanken zu “Meine Hassliebe zu Evernote (Teil 2): Zurück zu Evernote”

  1. Hast Du Dir einmal Sprinpad angeschaut? Ich habe es seit einigen Wochen für ein Teilprojekt (was aber derzeit nur nebenher läuft) und als Wissenssammlung im Einsatz. Der erste Eindruck ist ausgezeichnet, teils gefällt es mir sogar bessert als Evernote.

    Danke für den Bericht und herzliche Grüße!

    • Ja, habe ich. Ich tendiere aber grad bei Dingen, die ich lange Zeit nutzen will (wie meine Notizen), den Marktführer zu nutzen. Das ist in diesem Fall Evernote. Ausserdem hat Evernote das Ziel, auch noch in 100 Jahren zu existieren. Das gefällt mir!

  2. Bald gibt es vielleicht MS OneNote kostenfrei, für Windows und Mac. Gerüchte dazu gehen schon rund.

    Wird dann wieder gewechselt? ;)

    Andere Frage: Womit und wie verwalten Sie aktuell Ihre Todos?

    • Wechsle zu OneNote? Eher nicht. Ich arbeite hauptsächlich mit Mac und bleibe gerne system-treu. :-)
      Würde ich hauptsächlich unter Windows arbeiten, wäre das durchaus eine Alternative.

      To-dos: Momentan (und wieder) mit Apples „Erinnerungen“. Wenn das Ding neben Listen auch noch Tags hätte, wäre das für mich die beste Lösung – simpel, schnell und guter Sync. Jetzt schreibe ich meine Tags einfach in die Aufgabe (z.B. #wartenauf).

      • Wenn es für die Todos nur um Listen und Tags geht, dann geht das auch ohne Probleme in Evernote. Und Reminder kann EN ja inzwischen auch.

        Damit wäre dann *alles* in einer APP! ;)

        • Naja, da kommt es sehr auf die Anforderungen an. Eine ganz einfache To-do-Liste kann man in Evernote natürlich abbilden. Aber sobald Fälligkeiten, verschiedene Kategorien usw. dazu kommen, ist es zwar immer noch möglich, aber der Workflow dafür ist zu umständlich.

          …und dann gibt es noch die „Kleinigkeiten“, wie z.B. das Abhaken von Checkboxen in Evernote auf dem Smartphone ist sehr schlecht gelöst usw.

          • Brauche keine abhakbaren Checklisten.

            Ich habe ein separates Notizbuch für alle meine ToDos. Dort bekommt jede Aufgabe einen eigenen Eintrag (=Notiz). Die Notizen lassen sich beliebig um Tags und Details/Dateien ergänzen. Wenn erledigt, entferne ich die Tags und verschiebe ich die Notizen in mein Erledigt-Notizbuch.

            Bezüglich Fälligkeiten: entweder die Reminder-Funktion von Evernote nutzen oder einfach das Datum in der Form yyyy-mm-dd vor den Notiztitel stellen. Die Notizen dann beim täglichen Sichten nach Titel sortieren und die fälligen Todos stehen damit immer ganz oben in der Liste.

            Meiner Meinung nach überhaupt nicht umständlich und extrem übersichtlich!

          • Hallo,

            Ich nutze Evernote seit etwas mehr als 1 Jahr und wuerde es nie wieder hergeben. Seit einigen Monaten habe ich meine ToDos auf Nozbe umgestellt. Super ist die neue Funktion die es erlaubt Tasks mit Evernotenotizren, Dropboxfiles, … Zu verknuepfen.

            Gruss

            Daniel

      • Wenn Sie eh Mac/iOS benutzen, empfehle ich Ihnen Omnifocus für Ihre Todos. Sehr gutes Programm, deren Mac-Version allerdings etwas angestaubt wirkt. Aber eine Version 2 ist schon im Beta-Test.

        • Ich kenne Omnifocus natürlich bestens und habe auch länger damit gearbeitet. Leider hat sich die iOS-Version der Mac-Version etwas entfremdet – ähnlich wie bei anderen Apps auch (z.B. Tweetbot). Die Version 2 – die ja mal fast da war und dann wieder eingestampft wurde – kommt hier einfach zu spät.

          Ausserdem ist mir Omnifocus ohnehin zu komplex. Mir sind minimalistischere Programme wie Things, ToDoIst oder auch Erinnerungen deutlich lieber.

  3. Das Hin- und Herwechseln kann ich nur schwer nachvollziehen.

    Auch ich sehe Verbesserungspotential bei Evernote, aber wenn man erst einmal ein paar tausend Notizen und Belege in Evernote abgelegt hat, gibt es praktisch kein zurück mehr :)

  4. Ich denke, es gibt kein optimales Tool, das auf die Bedürfnisse jedes einzelnen zugeschnitten ist. Im Endeffekt muss man immer Abstriche machen und das für sich geeignetste Tool finden.

    Aber ich finde es cool, dass Sie experimentieren und viel ausprobieren. Die Rückkehr zu Evernote bestärkt mich in der Annahme, das Evernote trotz seiner Schwächen noch immer am geeignetsten ist.

    • Ja, Experimentieren gehört zu meinem Job. :-)

      Ich muss ja auch wissen, welches Instrument für welchen Kunden das beste sein könnte. Eben habe ich grad einem Coaching-Kunden Evernote als To-do-Liste empfohlen, heute morgen habe ich einem anderen Kunden zu einem ganz anderen Tool empfohlen (App Erinnerungen).

      Evernote ist definitiv eines der besten Notizprogramme überhaupt – aber mit Potential. :-)

  5. Meine Frage ist vielleicht etwas ketzerisch ;-)

    Sind 50 $ für Basecamp nicht ein fairer Preis, wenn man es als ‚Sekretär‘ nutzt, der einem die Übersicht behält – auch wenn man es solo nutzt? 50 $ sind mehr oder weniger eine Arbeitsstunde.

    Ich nutze derzeit weder Evernote noch Basecamp und bin als Apple-Nutzer auch Fan von ‚Notes‘.

    Stoße allerdings gelegentlich an Grenzen – auch in der Zusammenarbeit mit anderen Leuten und überlege, ob Basecamp mir einen guten ‚Sekretär‘ bieten kann …

    Hat jemand eine ähnliche Herangehens- oder Denkweise und Erfahrungen?

    Danke im Voraus.

    – Hans Steup, Berlin

    • Ich wäre sehr gewillt, dem „Sekretär“ noch mehr zu bezahlen, wenn mein subjektiv empfundener Nutzen höher ist als der Preis. Das ist aber in meinem Fall bei Basecamp leider nicht gegeben.

      Für mich wäre es gegeben, wenn ich eben die Teamfunktionen von Basecamp nutzen würde. Selbst wenn ich nur eine Personen im Boot hätte, würde es sich für mich schon „lohnen“, aber das habe ich eben nicht.

  6. @Andreas:
    Das zeigt, wie unterschiedlich wir alle doch sind. Unterwegs eine Notiz mit Fälligkeitsdatum in Evernote zu erfassen, ist ein Krampf. Oder es gibt Leute, die brauchen die Checkboxen unbedingt. Oder sich wiederholende Aufgaben.

    Selbstverständlich kann man mit Evernote To-do-Listen schreiben – aber das klappt nicht in jedem Fall. Genauso wie man in Evernote auch Briefe schreiben kann, wenn man mag – aber nicht allen genügt das.

  7. Vielleicht ist das neue Microsoft OneNote ja eine valable Alternative. Seit gestern wird das Produkt kostenlos auf allen Plattformen (ja, neuerdings auch Mac!) angeboten.

      • Es ist interessant, dass Ivan genau die gleiche Entwicklung durchlaufen ist, wie ich selbst. Im Rahmen eines anderen Projekts habe ich mich wieder intensiv mit Evernote beschäftigt und setze das Werkzeug wieder verstärkt ein. Allerdings vertraue ich einer proprietären Software keine Dokumente ein, die ich nicht wieder zu 100 Prozent aus der Software exportieren kann. Und da bleibt Evernote ein Sorgenkind. Aber der ubiquitäre Ansatz von Evernote ist schon bestechend.

        Ich glaube kaum, dass es OneNote noch schafft, Evernote ernsthaft herauszufordern. Auf dem Mac keinesfalls. Das sieht alles ein bisschen aus wie Evernote, machmal fühlt es sich an wie Evernote. Aber solange etwa ein Web-Clipper, der sich in Safari integriert, oder andere Dienste fehlen, die das Sammeln von Infos und Ablegen in One Note auf dem Mac erleichtern, ist das halbherzig und keine Konkurrenz. Für mich ist das kostenlose Angebot von Microsoft eher das Eingeständnis, den Kampf verloren zu haben. Ich glaube im nächsten Jahr wird One Note sang- und klanglos verschwinden.

        Liebe Grüße
        Stephan

        • Danke für Deinen Kommentar, der ich voll und ganz teile.

          Erst letzte Woche habe ich zwei iMindMap-Dateien verloren, die ich in Evernote gespeichert habe. Ich stelle leider fest, dass sobald ein Programm seine Dokumente als Container speichert (wie fast alle Programme unter Mac) – d.h. eigentlich sind es ganze Ordner und nicht nur einzelne Dateien -, hat Evernote Probleme damit. Sehr schade…

          • Datenverluste in Evernote auf dem Mac? Also, wenn das ein übliches Problem wäre, dann wären die ganzen Evernote Mac User, und das sind nicht wenige, schon längst Sturm gelaufen. Denken Sie nicht auch?

        • Wieso sollte man die in Evernote gespeicherten Dokumente nicht wieder aus Evernote herausbekommen? Bei mir geht das ohne Probleme.

          OneNote sieht ein bisschen wie Evernote aus und fühlt sich wie Evernote an? Das kann ich so gar nicht unterschreiben. Beide Programme sind so unterschiedlich, wie sie nur sein können, sowohl in der Anwendung, dem Aussehen als auch dem Verwendungszweck.

  8. Mir fällt da noch eine Möglichkeit / Alternative ein: Podio. Ist – wie Basecamp – eine Kollaborationsplattform, die sehr felxibel an eigene Workflows und Projekte anpassbar ist. Mich würde ein Review von Ihnen interessieren!

    Beste Grüße, Matthias

    • Danke für den Hinweis! Ich kenne Podio, fand es aber sehr unübersichtlich und überhaupt nicht intuitiv.
      Podio ist sicher ein gutes Instrument in komplexem Umfeld. Ich fand mich nicht zurecht und für Alleinunterhalter Solo-Unternehmer ist es wohl eher ein Overkill.

  9. @Ivan Blatter: Schön, das Sie Evernote doch mal eine Chance geben für die Aufgabenverwaltung. Wie klappt es damit bei Ihnen? P.S.: Danke auch für die Erwähnung in Ihrem Podcast, hat mich sehr gefreut. ;)

    • Gern geschehen! :-)

      Aufgabenverwaltung in Evernote klappt gut. Ich habe mich an http://www.thesecretweapon.org gehalten.

      Aufgrund des wiederholten Datenverlustes bin ich aber nach wie vor sehr vorsichtig mit Evernote. Im Moment unterziehe ich DevonThink (nur für Mac) für Dateien einem Praxistest.

      • Ich nutze auch die Secret Weapon Methode, die hier sehr gut beschrieben wird: http://www.fortvinci.de/selbstmanagement-mit-evernote/

        Meine Anregung:

        Ergänzung einer .Warum-Kategorie. Dort kann man dann seine einzelnen Ziele als Schlagworte eintragen und den zielorientierten Aufgaben zuordnen. Man sieht darüber dann auf einen Blick, ob man sehr zielgerichtet unterwegs ist oder nicht.

  10. Hallo,
    auch hier finde ich wieder klasse Anregungen und sehe schon: Profis sind da am Werk!
    Das interessanteste Webtool, mit dem man Evernote einbeziehen kann, ist: IFTTT (einfach mit google eintippen, dann kommt man auf die Seite).
    /// https://ifttt.com/dashboard ///
    Ich kann somit z.B. den Pocket Reader mit einbeziehen, sowie Mails in Evernote einspeisen und auch Twitter Benachrichtigungen empfangen, wenn ich das dementsprächend eingerichtet habe. Ist am Anfang nicht ganz einfach, doch IFTTT lohnt sich für mich.
    Liebe Grüße Patrick

  11. Hallo Herr Blatter,

    ich habe Evernote 2010 auch mal kurzzeitig benutzt, aber einige wichtige Features haben mir gefehlt, weshalb ich jetzt Filemaker benutze:

    1. Customer-Relationship-Management – Individuell angepasstes Adressbuch mit der Möglichkeit zu jedem Kontakt Gespächs- und andere Notizen zu machen.

    2. Erfassung von Umsätzen und direkte Erstellung von Rechnungen. Kunden-Datenbank und Rechnungsdatenbank verknüpft.

    Und überhaupt: Flexibles erstellen von Datenbanken, die flexibel in verschiedenen Ansichten miteinander verknüpft werden können.

    Innerhalb derer man Berechnungen anstellen und Auswertungen vornehmen kann.

    Habe ich da bei Evernote etwas übersehen oder kann es das alles dort wirklich nicht? Und warum soll es dann so toll sein?

    Einfache Notizen kann man doch eben mal in Smultron oder einem anderen einfachen Textprogramm machen, bevor man sie weiter verarbeitet.

    Mir ist wirklich nicht klar, was ich überhaupt mit Evernote anfangen soll.

    Viele Grüße, Matthias

    • Evernote ist auch kein Datenbank-Programm, deshalb will es all das auch nicht können. Gegenüber einem reinen Texteditor hat Evernote natürlich unzählige Vorteile. z.B.

      – Ich kann ganze Webseite aus dem Browser heraus in Evernote speichern.
      – Ich kann Bilder, PDF usw. an Notizen hängen (die dann sogar durchsuchbar werden!).
      – Ich kann einzelne Notizen oder ganze Notizbücher mit anderen teilen.
      -usw.

      Natürlich ist Evernote nicht für jedermann, doch als Notizprogramm ist es fast nicht zu schlagen.

  12. Hallo,

    ich nutze beruflich Windows und privat Macosx/IOS.

    Evernote nutze ich seit der Anfangszeit, One Note habe ich mir auch immer wieder mal angesehen.
    Anwendung:

    – papierloses Büro (privat)
    – Notizen
    – Dokumentationen (Job)
    – private „Projekte“

    ich habe rund 3.000 Dokumente in Evernote.

    Trotzdem ist meine Beziehung zu Evernote auch eine ständige Hassliebe :-).

    Zuletzt wurde die Hassliebe wieder befeuert.
    Der Hintergrund, ich habe beim Umlagern in ein anderes Notizbuch, in Evernote ausversehen 100 Nachrichten gelöscht. Natürlich nicht gleich bemerkt und auch den Papierkorb gleich mal automatisch geleert. Der Restore war ein ziemliches Gehakel und ich bin mir nicht sicher ob ich wirklich alle lokalen Notizen habe.
    Zudem habe ich zuvor verschiedene Notizen nicht mehr gefunden. Der Fehler hierfür liegt allerdings am Umgang mit Dateinamen. Allen Warnungen zum Trotz habe ich mich hier auf die Suche verlassen. Die Suche in Evernote ist top, trotzdem sollten die Notizen strukturiert benannt werden.

    Also, was getan?

    Natürlich alle Daten von der Datenkracke Evernote herunter und ab sofort Hazel, Textexpander, Synology NAS beschafft und losgelegt. Für die Notizen One Note beschafft, ich komme privat noch nicht und beruflich nicht um das Officepaket herum.

    Alles war schick, ich habe alle Files ohne Overhead im NAS und kann die nativen Files täglich ansehen und streicheln und ich weiß immer wo sie liegen, die NSA liest nicht mit, zumindest nicht wenn ich die Synology richtig konfiguriert habe, so sicher bin ich mir da allerdings nicht. Hazel liest das Datum aus und setzt es im Dateinamen ein, zumindest wenn Hazel Lust hat das Datum im Text zu erkennen. Also, sollte man meinen alles wunderbar, oder etwa doch nicht?

    Nichts ist wunderbar, wenn ich oder meine Frau unterwegs ein Dokument brauche, das kommt häufig vor. Geht nicht, oder geht nur zäh. Spotlight kann die Dokumente auf der NAS nicht ohne einen Workaround indexieren. Windows indexiert außerhalb von Bibliotheken auch nichts, die Apps für IPad und Iphone sind unhandlich.

    Hier noch einmal meine Sicht auf die Dinge, bezogen auf meinen Einsatz.

    Evernote
    =======
    + Dokumente hinzufügen von sämtlichen Quellen (IFTTT, Draft, usw.)
    + Suche ist, nach Gewöhnungsphase, sehr gut
    + Sync zwischen den Geräten
    + Weitergabe von Dokumenten
    + Texteditor gut anzuwenden
    – kein vernünftiges Backup
    – Dateioverhead
    – Ich finde es nicht wirklich übersichtlich
    – Die Applikation werden nicht sichtlich erweitert, man versucht eher mit Zubehör neue Einnahmequellen zu erschließen.
    – durch das einfache Betanken, besteht die Gefahr, dass meine unübersichtlichen Datenhaltung bekommt.
    +- Daten liegen nicht auf meinem System (eigene Cloudlösungen müssen nicht sicherer sein)

    Ein Thema ist mir bei Evernote neu, nachdem ich das Backup zurückgespielt habe, habe ich eine Mail von Evernote bekomme, in dieser wurde ich darauf hingewiesen, dass Evernote nicht als Archiv verwendet werden darf. Das war mir bisher nicht bekannt. Ich habe den Support kontaktiert, aber noch keine Antwort bekommen.

    OneNote
    =======
    + Notizbücher sind mehrgliederig, Abschnitt und neuer Block
    + Layout ist ansprechender als bei Evernote
    + Mehr Werkzeuge
    + Whiteboardfunktion, in einer Notiz lassen sich die Notizen verschieben, markieren usw.
    – auch hier ist die Datenstruktur nicht wirklich transparent
    – Ich habe eine durchgängige Ordnerstruktur, diese auf allen Geräten anzulegen ist aufwendig, zumindest habe ich noch keinen Weg gefunden, dass z.B. auf dem Ipad alle Notizbücher direkt verfügbar sind.
    – Das betanken aus anderen Apps ist nicht, oder nur schwierig möglich.

    Es würde mich freuen, wenn dieser Thread wieder auflebt :-)

    Viele Grüße

    Uwe Brenner

  13. Hallo Herr Blatter,

    vielen Dank für die tollen Infos hier.

    Seit kurzem nutze ich Evernote für Notizen.
    Die Vorteile liegen für mich auch in der Synchronisation über mehrere Geräte hinweg.
    Dokumente würde ich darüber eher nicht verwalten:
    1. Meine Dokumente habe ich zum Teil 10 Jahre und länger.
    2. Anwendungen kommen und gehen – wenn ich dann an eine Anwendung gebunden bin aufgrund meiner darin befindlichen Dokumente habe ich eine Abhängigkeit und keinen Nutzen.
    3. Rechtliche Situation nicht ganz einfach, wenn ich Kundendaten darin speichere. Thema Datenschutz.
    4. Für Dokumente im großen Stil (vor allem kfm. Geschäftsvorgänge wie Rechnungen, Auftragsbestätigung, usw) – also bei Unternehmen mit mehreren 1000 Dokumenten pro Tag/Woche/Monat empfiehlt sich ein DMS (z. Bsp. Alfresco).
    5. Für Notizen die nicht sonderlich geheim sind (Öffnungszeiten von Geschäften, Buchtipps, Websiten, Reisevorbereitung usw. ist Evernote genial.

    Zu OneNote:
    Solange ich noch Windows Nutzer war (bis Dez 2014) verwendete ich jahrelang und sehr extensiv Onenote – auch in der neuesten Version. Das Programm ist schon genial. In manchen Punkte vielleicht sogar Evernote überlegen. Was mich jetzt aber doch zu einem Wechsel bewegt hat, ist die Tatsache, daß die Synchronisierung bei mir nicht fehlerfrei oder gar nicht funktioniert.
    Habe viele Notizbücher dort und musste leider feststellen, daß speziell bei umfangreichen Notizbüchern mit mehr als 100 Seiten (unterteilt in verschiedene Abschnitte) die Synchronisierung nicht stattfindet – warum auch immer.

    Demnächst werde ich „Owncloud“ testen. Hiermit ist es möglich sich seine eigene Cloud zu installieren. Hardware NAS Systeme kosten nicht allzuviel oder alternativ kann diese auch bei einem deutschen Anbieter im Webspace installiert werden.
    Synchronisation über mehrere Geräte hinweg soll ebenfalls funktionieren. Bin mal gespannt.
    Dies eignet sich dann auch um Dokumente über mehrere Geräte hinweg zu synchronisieren und zu sichern.

    Viele Grüsse Wolfgang

  14. Hallo Ivan,

    Nachdem ich motiviert wurde alle beruflichen und private Belange in Evernote abzulegen, habe ich gleich angefangen Hauptordner, Unterordner und Notizen einzurichten und viele Internetseiten über den Evernote Clipper herunterzuladen.
    Die Information dass nur 250 Ordner zur Verfügung stehen, habe ich leider erst erfahren nachdem keine freien Ordner mehr zur Verfügung standen. Ansonsten wäre ich nicht so großzügig mit den Notizbüchern umgegangen.

    Insgesamt habe ich 680 Notizen beruflich und privat in allen 250 Ordnern verteilt. Sicherlich bestehen Notizen, die in bereits in 2014 angelegt wurden und nicht mehr relevant sind, doch diese nun einzeln herauszusuchen ist sicherlich schwierig, mühselig und überfordert mich von der Zeit her.

    Leider habe ich es versäumt mir zu allen Notizen Schlagwörter anzulegen, da ich annahm alles über die Haupt und Unterordner wiederzufinden. Um 680 Notizen zu überarbeiten fehlt mir die Zeit, daher bin ich am Überlegen ob ich mir zunächst die Business Version kaufen sollte, da mir dann 750 Notizbücher zur Verfügung stehen. Zugleich würde ich dann versuchen bedachter mit dem Anlegen von Ordnern umzugehen und auch Schlagwörter anzulegen.

    Auf meiner Evernotseite steht nun auch bei synchronisieren ein rotes Ausrufezeichen. Was bedeutet das? Denn Notizen müßte er doch noch synchronisieren können?

    Wie unterscheiden sich private Notizbücher von Business Notizbücher. Bisher dachte ich dass ich die privaten Notizbücher nur auf meinem Rechner liegen und nicht von meinem Iphone synchronisiert werden.ist das falsch?

    Könntest Du mir sagen wie und wo oder beim wem ich meine Probleme lösen könnte.

    Danke Dir vorab

    Bruno Kozminski

    • Hallo Bruno,

      inzwischen arbeite ich nicht mehr mit Evernote (mit Ausnahme von einer Handvoll geteilter Notizbücher), doch ich will versuchen, ein paar deiner Fragen zu beantworten.

      • Notizbuchfülle: Du kannst mehrere Notizen gleichzeitig verschlagworten. Du könntest also alle Notizen in einem Notizbuch markieren und dann als Schlagwort den Namen des Notizbuches eingeben. Dann kannst du alle Notizen in ein anderes, allgemeineres Notizbuch verschieben. So könnten du ziemlich rasch deine Notizbuchfülle verkleinern.
      • Rotes Ausrufezeichen: Keine Ahnung, was das bedeutet. Vielleicht, dass Evernote nicht synchronisiert?
      • Business-Version: Soweit ich weiß, ist damit die User-Verwaltung zentral und vereinfacht. Sonst gibt es wenig Unterschiede.
      • Private Notizbücher: Ich bin nicht sicher, was du damit meinst. Wenn du am Computer ein neues Notizbuch erstellst, hast du die Wahl, ob es lokal oder eben synchronisiert sein soll. Letzte werden dann mit der Cloud synchronisiert.
      • Support: Gute Frage. Ich weiß nicht, ob sie einen 1:1-Support haben. Es gibt die Hilfeseiten und die (englischsprachige) Community unter https://discussion.evernote.com.

      So, ich hoffe, dass dir das ein wenig weiterhilft!

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