Mehr durch weniger: Zusammenfassung

Ich bin überzeugt davon, dass wir uns das Leben sehr oft schwerer machen, als es ist. Wir sind zwar mit vielen komplexen Problemen konfrontiert, aber indem wir auch nach komplexen Lösungen suchen, überfordern wir uns und laufen Gefahr, das Problem gar nicht zu lösen. Nicht etwa, weil das Problem zu komplex oder kompliziert ist, sondern weil die Lösung zu kompliziert ist. Die Lösung wird zu einem Problem. Die Prinzipien von Simplify oder der Vereinfachung bieten ein Gegenmittel dazu. Mit der Serie „Mehr durch weniger“ habe ich ein paar Prinzipien und Methoden vorgestellt, wie man sein Arbeitsleben vereinfachen kann. Heute möchte ich die Artikel in 6 Tipps zusammenfassen.

  • Vereinfache Dein Leben: Egal, ob Du aufräumen oder Deine Aufgabenliste verkleinern möchtest, es gibt 4 grundsätzliche Schritte der Vereinfachung: 1. Trage alles an einen Ort zusammen. 2. Bestimme das Wichtigste. 3. Eliminiere den Rest. 4. Organisiere das, was übrig bleibt.
  • Planen leicht und unbeschwert: Planen ist gut, planen ist wichtig und planen hilft enorm. Aber mache Dir das Planen leicht. Ellenlange Aufgabenlisten demotivieren und sind alles andere als übersichtlich. Plane 5 Big Rocks pro Woche und 3 MITs pro Tag und Du bist auf Weg, Deine Wichtigsten Aufgaben erledigen zu können.
  • Weise die Zeit in Grenzen: Zeit hat die Tendenz, sich beliebig auszudehnen, wenn man sie nicht begrenzt. Was nach Relativitätstheorie klingt, ist eine ganz simple Erfahrung: Wer sich selber keine Zeitvorgaben macht, setzt sich der Gefahr aus, mit einer Aufgabe nie fertig zu werden. Wer sich aber einen sportlichen Zeitrahmen vorgibt, erreicht mehr in weniger Zeit.
  • Gönn Dir was: Aktive und richtige Pausen sind enorm wichtig. Mit sehr geringem Aufwand lässt sich viel erreichen, nämlich mehr Konzentration, mehr Fokussierung, mehr Qualität, weniger Stress. Pausen macht man am besten dann, wenn man noch Reserven hat: Kurze Pause, Kaffeepausen und lange Pausen. Pause sind nicht mehr „in“, aber das ist eine völlige Fehleinschätzung. Richtige Pausen sind für mich eines der erfolgreichsten Geheimnisse hoher Produktivität.
  • Hör auf, Brände zu bekämpfen. Verhindere sie lieber: Wir sind überhäuft mit wichtigen Dingen, die wir dringend erledigen müssen. Doch warum sind sie dringend? Werden sie dringend, weil wir uns zu spät um sie gekümmert haben? Möglich. Deshalb lieber langfristig und vorausschauen denken und planen, um sich den Stress mit Aufgaben, die schon erledigt sein müssten, zu sparen. Lieber sich mit wichtigen Dingen beschäftigen, bevor sie sich zu dringenden Aufgaben wandeln.
  • Schränke Dich ein, um mehr zu erreichen: Wir tun zu viele Dinge, die wir eigentlich gar nicht tun müssen. Wir verschwenden unsere Energie an zu viele Dinge, ohne uns auf die wichtigsten Sachen zu fokussieren. Einschränken heisst dann nicht Verzicht, Mühsal, Askese oder Qual, sondern Einschränken heisst, produktiver, effizienter, konzentrierter und fokussierter werden. Und das ganz einfach, indem Du Dir selbst gewählte Limiten setzt. So einfach kann Simplify sein!

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Ivan Blatter

Über Ivan Blatter

Ich bin Personal Trainer für neues Zeitmanagement und zeige meinen Kunden, wie sie ihre Produktivität verdoppeln und mehr erreichen, ohne sich dabei auszulaugen.

Ich helfe einerseits Solopreneuren und Unternehmern, ihr persönliches Zeitmanagement zu verbessern, so dass sie ihr volles Potential umsetzen können für ein erfolgreiches Business mit mehr Freude und Motivation. Andererseits unterstütze ich Unternehmen dabei, die Produktivität ihrer Teams zu erhöhen und so die Ziele schneller zu erreichen.

So einfach wie möglich, immer persönlich und individuell.

2 Gedanken zu “Mehr durch weniger: Zusammenfassung”

  1. Hallo Ivan,

    kannst Du die Punkte MIT und Big Rocks etwas genauer definieren. Das klingt interessant und ich habe auf zenhabits ein bisschen dazu gefunden. Aber ich bin mir nicht ganz sicher, was einen Big Rock von einem MIT unterscheidet und ob es sich nicht um konkurrierende Ideen handelt. Ich versuche grade mich so „simpel“ wie möglich zu organisieren und habe im Todoist ein Etikett mit „MIT“ und „Warten auf gemacht“ – damit ich diese beiden Dinge identifizieren kann.

    Jetzt bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich auch die Big Rocks noch definieren soll. Ich glaube, meistens wäre ein MIT auch ein Big Rock, da MIT ja auch bedeutet, einen Aufgabe zu erfüllen, die mich meinen (Lebens-)Zielen näher bringt. Hast Du da Ideen für ein simples und praktikabeles Vorgehen?

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