Am 1.1.2015 habe ich meinen Lesern das "Du" angeboten.
In den älteren Artikeln sieze ich noch, wir bleiben aber natürlich gerne beim "Du". :-)

Anti-Zeitmanagement ist Entscheiden. Die Fähigkeit zu entscheiden gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten überhaupt. Nur so gelingt es uns, das eigene Potential abzurufen.

Deshalb ist “Entscheiden” auch eines der sieben Prinzipien des Anti-Zeitmanagement.

Hier ein paar Gedanken dazu und eine kleine Übung, die Ihnen hilft, fällige Entscheidungen endlich zu treffen.

Am Anfang war die Entscheidung

Deshalb sind Entscheidungen im Anti-Zeitmanagement so wichtig
Foto von mKrukowski | photodune.net

Ganz zu Beginn des produktiven Arbeitens überhaupt stehen Entscheidungen:

  • Was will ich überhaupt tun?
  • Was ist mir wichtig?
  • Welche Werte sind mir wichtig?
  • Welche Rollen will ich wahrnehmen, welche muss ich wahrnehmen?

Ob bewusst oder unbewusst: Diese und viele andere Fragen stehen am Anfang, bevor Sie überhaupt in den Arbeitsprozess treten.

Beantworten wir diese Fragen nicht, werden sie für uns beantwortet. Sie bleiben aber nie offen.

Doch dann geht es weiter, jeden Tag:

  • Was tue ich jetzt?
  • Was tue ich jetzt nicht?
  • Wo beginne ich?
  • Wo mache ich weiter?
  • Wie gehe ich mit diesem hier um?
  • Wie mit jenem?

Im Anti-Zeitmanagement übernehmen Sie die Verantwortung für sich selbst, die eigene Entwicklung und die eigene Produktivität. Was es dazu braucht? Natürlich Entscheidungen.

Wer keine Entscheidungen trifft, für den werden Entscheidungen getroffen.
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Entscheidungen als Knotenpunkte des Tages

Jeder Tätigkeit liegt eine Entscheidung zugrunde. Häufig unbewusst, idealerweise bewusst.

Mit bewussten Entscheidungen haben wir unseren Tag im Griff, mit unbewussten lassen wir uns treiben von Launen oder von anderen Leuten. Wer keine Entscheidungen trifft, für den werden Entscheidungen getroffen.

Mit bewussten Entscheidungen haben wir unseren Tag im Griff, mit unbewussten lassen wir uns treiben.
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Die Folge? Nicht wir haben es im Griff, sondern es hat uns im Griff. Wir werden hin und her geschleudert wie der Ball im Flipperautomaten.

Grübeln als Eingangstor zur Aufschieberitis

Das ist aber nur die eine Seite der Entscheidungen. Es geht zunächst also darum, Entscheidungen bewusst zu treffen. Sind sie dann getroffen, geht es aber weiter.

Denn: Getroffene Entscheidungen werden nur im Ausnahmefall geändert.

Grübeln ist eines der größten Eingangstore zur Aufschieberitis. Vor lauter Nachdenken und Grübeln gar keine Entscheidung zu treffen oder getroffene Entscheidungen dauernd zu hinterfragen und zu ändern, ist Futter für den inneren Schweinehund.

Deshalb gilt: Getroffene Entscheidungen werden ohne Not nicht geändert.

Getroffene Entscheidungen werden nur im Ausnahmefall geändert.
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Doch Vorsicht: Der Grad zur Sturheit ist schmal! Veränderte Bedingungen oder falsche Voraussetzungen können Entscheidungen natürlich wieder aufheben.

Um herauszufinden, wo dieser Grad liegt, gibt es keine systematischen Methoden, sondern höchstens Rückfragen. Hier hilft nur noch gesunder Menschenverstand und die Intuition. Und natürlich ein paar gute Argumente – sofern die jemand vorbringt oder sie Ihnen einfallen.

Übung: Fällige Entscheidungen treffen

Notieren Sie sich diejenigen Entscheidungen, die Sie noch nicht getroffen haben. Stellen Sie sich die Fragen:

  • Welchen Entscheidungen gehen Sie aus dem Weg?
  • Weshalb treffen Sie da keine Entscheidung?
  • Was brauchen Sie, um eine Entscheidung treffen zu können?
  • Was ist das Schlimmste, was passieren kann (worst case), wenn Sie sich hier falsch entscheiden?

Entscheiden Sie anschließend und überlegen Sie sich:

  1. Was braucht es jetzt noch?
  2. Wen müssen Sie wie informieren?

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