Vergessen Sie Zeitmanagement – es geht um Energiemanagement

Lesen Sie hier schon länger mit, dann wissen Sie, dass ich Zeitmanagement eigentlich für Unsinn halte. Ja, davon bin ich ziemlich überzeugt.

Was wollen Sie nämlich bei der Zeit managen? Sie haben genauso wie ich oder der Dalai Lama 24 Stunden Zeit pro Tag.

Meinen wir, wir würden heute eine Stunde sparen, dann haben wir morgen nicht plötzlich 25 Stunden. Leider…

Was wir hingegen sehr wohl managen können, ist unseren Umgang mit der Zeit und vorallem unser Energielevel.

Die Frage ist nämlich immer wieder: Wieviel Power habe ich genau jetzt? Und: Habe ich genug Power für die Aufgabe, die vor mir liegt?




Vergessen Sie Zeitmanagement - es geht um Energiemanagement

So gesehen sind wir wie Profisportler. Die verwenden sehr viel Zeit darauf, ihre beste Leistung punktgenau abrufen zu können.

Was nützt es, wenn ein Sportler im Training super ist, aber im Wettbewerb dann ein kleines Tief hat oder aus sonst einem Grund seine Leistung nicht abrufen kann?

Genauso müssen wir uns so aufstellen, dass wir unsere optimale Leistung abrufen können.



Das hat Konsequenzen:

  • Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass wir ständig eine Top-Leistung abrufen können.
  • Wir müssen unsere Leistungstiefs akzeptieren und zulassen, denn dann schöpfen wir neue Kraft für die Hochs.
  • Wir müssen unsere Leistungshochs schützen und optimal ausnutzen.
Wir müssen unsere Leistungshochs schützen und optimal ausnutzen.
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Pfuschen wir zu sehr in unserem Leistungsrhythmus herum (z.B. durch Auf-die-Zähne-beissen oder Kaffee etc.), mag das kurzfristig funktionieren, doch langfristig geht das selten gut.

Die viel schlauere Variante ist, den Leistungsrhythmus zu akzeptieren, zu optimieren und bestmöglichst auszunutzen.



So haben wir alle mehrmals pro Tag ausgesprochene Leistungshochs. Diese gilt es zu schützen und zu verteidigen, damit wir sie für schwierige oder wichtige Aufgaben nutzen können.

  • Deshalb sind meine frühen Vormittage für mich reserviert. Wenn möglich mache ich hier keine Termine und schon gar keine Sitzungen.
  • Hingegen ist meine Leistung am Nachmittag nicht so hoch. Perfekt, um den Posteingang abzuarbeiten, administrative Arbeiten zu erledigen, Pause zu machen oder – ich geb’s zu – Sitzungen abzuhalten.

Wollen Sie deutlich mehr erreichen, dann schützen Sie Ihre Leistungshochs und sorgen zu diesen Zeiten dafür, dass Sie nicht abgelenkt werden und sich somit voll und ganz auf eine einzige, wichtige Aufgabe fokussieren können.

Es gibt keinen einfacheren Weg, massiv produktiver zu arbeiten.

Bildnachweis: © Depositphotos.com / Denys Prokofyev

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Ivan Blatter

Über Ivan Blatter

Ich bin Personal Trainer für neues Zeitmanagement und zeige meinen Kunden, wie sie ihre Produktivität verdoppeln und mehr erreichen, ohne sich dabei auszulaugen.

Ich helfe einerseits Solopreneuren und Unternehmern, ihr persönliches Zeitmanagement zu verbessern, so dass sie ihr volles Potential umsetzen können für ein erfolgreiches Business mit mehr Freude und Motivation. Andererseits unterstütze ich Unternehmen dabei, die Produktivität ihrer Teams zu erhöhen und so die Ziele schneller zu erreichen.

So einfach wie möglich, immer persönlich und individuell.

2 Gedanken zu “Vergessen Sie Zeitmanagement – es geht um Energiemanagement”

  1. Lieber Ivan

    Ich bin mit dir einig, dass ein gutes Energiemangement extrem wichtig ist und wir unsere Arbeiten auch den Leistungshoch anpassen dürfen. Diese Hochs können wir auch planen.

    Als ehemaliger Leistungssportler möchte ich gerne noch etwas ergänzen.

    Das Geheimnis ist nicht immer mehr Training (mehr Arbeit) und weniger Pausen sondern genügend Regeneration und Erholung. Im meine damit nicht, „nichts tun“. Die Sinne anders ansprechen und dem Gehirn andere Reize gehen. Etwas mit Freunden unternehmen, ins Kino, Theater, etwas Verrücktes tun. An meinem verrücktesten „Freitag“ waren wir von 8h bis 23h unterwegs. Eigentlich Blödsinn, weil wir um 8h wieder auf der Matte stehen mussten. Und… …es ging uns an diesem Tag blendend. Wir waren geistig und körperlich regeneriert. Aktive Erholung!

    Wie viel ein Athlet trainieren kann und wie viel Erholung er braucht ist INDIVIDUELL. Insofern ist es nicht entscheiden, was andere tun – Andere gibt es schon genug – sondern was mir gut tut. Manche brauchen mehr andere weniger Erholung.

    In der Arbeitswelt ist das nicht anders! Was heisst das für dich als Arbeitnehmer oder Selbständiger?

    Nutze DEINE Möglichkeiten

    Martin

    • Ganz genau! Deshalb versuche ich auch, meine „Tiefphasen“ ernst zu nehmen und dann Pause zu machen.

      Das heißt natürlich auch, dass man „richtige“ Pausen macht, sich Zeit für Erholung und Freizeit nimmt und – auch sehr wichtig! – genug schläft.

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