Am 1.1.2015 habe ich meinen Lesern das "Du" angeboten.
In den älteren Artikeln sieze ich noch, wir bleiben aber natürlich gerne beim "Du". :-)

Lesen Sie hier schon länger mit, dann wissen Sie, dass ich Zeitmanagement eigentlich für Unsinn halte. Ja, davon bin ich ziemlich überzeugt.

Was wollen Sie nämlich bei der Zeit managen? Sie haben genauso wie ich oder der Dalai Lama 24 Stunden Zeit pro Tag.

Meinen wir, wir würden heute eine Stunde sparen, dann haben wir morgen nicht plötzlich 25 Stunden. Leider…

Was wir hingegen sehr wohl managen können, ist unseren Umgang mit der Zeit und vorallem unser Energielevel.

Die Frage ist nämlich immer wieder: Wieviel Power habe ich genau jetzt? Und: Habe ich genug Power für die Aufgabe, die vor mir liegt?




Vergessen Sie Zeitmanagement - es geht um Energiemanagement

So gesehen sind wir wie Profisportler. Die verwenden sehr viel Zeit darauf, ihre beste Leistung punktgenau abrufen zu können.

Was nützt es, wenn ein Sportler im Training super ist, aber im Wettbewerb dann ein kleines Tief hat oder aus sonst einem Grund seine Leistung nicht abrufen kann?

Genauso müssen wir uns so aufstellen, dass wir unsere optimale Leistung abrufen können.



Das hat Konsequenzen:

  • Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass wir ständig eine Top-Leistung abrufen können.
  • Wir müssen unsere Leistungstiefs akzeptieren und zulassen, denn dann schöpfen wir neue Kraft für die Hochs.
  • Wir müssen unsere Leistungshochs schützen und optimal ausnutzen.
Wir müssen unsere Leistungshochs schützen und optimal ausnutzen.
Diesen Satz twittern...

Pfuschen wir zu sehr in unserem Leistungsrhythmus herum (z.B. durch Auf-die-Zähne-beissen oder Kaffee etc.), mag das kurzfristig funktionieren, doch langfristig geht das selten gut.

Die viel schlauere Variante ist, den Leistungsrhythmus zu akzeptieren, zu optimieren und bestmöglichst auszunutzen.



So haben wir alle mehrmals pro Tag ausgesprochene Leistungshochs. Diese gilt es zu schützen und zu verteidigen, damit wir sie für schwierige oder wichtige Aufgaben nutzen können.

  • Deshalb sind meine frühen Vormittage für mich reserviert. Wenn möglich mache ich hier keine Termine und schon gar keine Sitzungen.
  • Hingegen ist meine Leistung am Nachmittag nicht so hoch. Perfekt, um den Posteingang abzuarbeiten, administrative Arbeiten zu erledigen, Pause zu machen oder – ich geb’s zu – Sitzungen abzuhalten.

Wollen Sie deutlich mehr erreichen, dann schützen Sie Ihre Leistungshochs und sorgen zu diesen Zeiten dafür, dass Sie nicht abgelenkt werden und sich somit voll und ganz auf eine einzige, wichtige Aufgabe fokussieren können.

Es gibt keinen einfacheren Weg, massiv produktiver zu arbeiten.

Bildnachweis: © Depositphotos.com / Denys Prokofyev

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