Am 1.1.2015 habe ich meinen Lesern das "Du" angeboten.
In den älteren Artikeln sieze ich noch, wir bleiben aber natürlich gerne beim "Du". :-)

Kommen Sie mit auf ein kleines Gedankenexperiment zu Ihrem Arbeitsplatz und Ihrem Schreibtisch. Und lesen Sie, wie HR-Manager unaufgeräumte Schreibtisch einschätzen.


Das Gedankenexperiment

Nehmen wir an, Sie würden Ihren Arbeitsplatz 10 Leuten zeigen und wir könnten diesen Leuten in den Kopf schauen. Wie würden diese reagieren? Was würden die denken?

So eine Unordnung!

Dass man da arbeiten kann…

Oder vielleicht:

Wow, so einen aufgeräumten Platz möchte ich auch!

So sieht ein fokussierter Arbeitsplatz aus.

Wie schafft der das bloss, den Tisch so aufgeräumt zu haben?

Einige denken vielleicht auch:

Der hat ja nichts zu tun, so leer wie der Tisch ist.

Vielleicht ist er gar nicht so wichtig, da hat es ja nichts auf dem Tisch.

Auch das gibt es natürlich. Als bekennender Leertischler habe ich das selbst schon an eigenen Leib erlebt. Sobald ich dann aber erkläre, was dahinter steht, ändern diese Leute ihre Meinung rasch.


Die Umfrage

Der eigene Arbeitsplatz ist eine Visitenkarten gegenüber den Kunden, der Vorgesetzen oder den Kollegen. Der Personaldienstleister OfficeTeam hat sogar in einer Befragung von 500 HR-Managern herausgefunden, dass 83 Prozent dieser HR-Manager einen Mitarbeiter als weniger professionell einschätzen, wenn der Arbeitsplatz (Schreibtisch und Büro) unordentlich ist. Ein Mitarbeiter signalisiere dadurch, dass er bereits mit der Arbeitsorganisation überfordert sei. So die Befragung, die ich bei Jochen Mai in seiner Karrierebibel entdeckt habe.

Ein aufgeräumter Schreibtisch hinterlässt aber nicht nur einen guten Eindruck. Er hilft auch, sich auf die aktuelle Aufgabe zu fokussieren, ohne sich durch all die anderen unerledigten Dinge ablenken zu lassen.

Ganz zu schweigen vom Zeitgewinn, den Sie dadurch haben: Ich pflege meine Dinge sofort zu finden und nicht zuerst lange suchen zu müssen.


Und jetzt?

Ist ein leerer Tisch wirklich das Nonplusultra für jedermann? Natürlich nicht. Auch im Zeitmanagement gibt es keine Allzweckmittel und Zauberlösungen.

Falls Sie nun motiviert sind, Ihren Schreibtisch aufräumen, habe ich hier ein paar Hinweise:
10 Tipps, damit Sie sich an Ihrem Schreibtisch wohl fühlen

Vielleicht suchen Sie auch noch eine Lösung für Ihre Ablage? Da kann ich Ihnen die MAPPEI-Methode empfehlen, über die mein Freund Frank-Michael Rommert ein sehr gutes Buch geschrieben hat. Hier finden Sie meine Rezension mit einem Interview mit dem Autoren:
Arbeitsorganisation ohne Stress: Die MAPPEI-Methode

Und zum Schluss: Was hängt eigentlich an Ihren Wänden? Wie wär’s mit einer grossformatigen Fotografie? Mein Tipp dazu finden Sie hier:
Wie Sie Ihr Büro in eine Wohlfühl-Oase verwandeln

Bei der Gelegenheit: Können Sie genau jetzt etwas bearbeiten, ohne zuerst Platz auf Ihrem Schreibtisch schaffen zu müssen?

Hat dir der Artikel gefallen? Dann sprich darüber:

Ähnliche Beiträge