Am 1.1.2015 habe ich meinen Lesern das "Du" angeboten.
In den älteren Artikeln sieze ich noch, wir bleiben aber natürlich gerne beim "Du". :-)

Zeitmanagement ist nicht, was man tut, sondern was man nicht tut. Jede Entscheidung für etwas ist eine Entscheidung gegen ganz viele andere Dinge.

Daneben kann man sich auch bewusst entscheiden, gewisse Dinge, Aufgaben oder Gewohnheiten nicht mehr tun zu wollen. Genau darum geht es bei der Not-To-Do-Liste.


Das Konzept der Not-To-Do-Liste

In den Produktivitätsblogs dieser Welt zieht von Zeit zu Zeit das Konzept der Not-To-Do-Liste seine Kreise. Das ist natürlich eher eine imaginäre Liste und kann zweifach verstanden werden:

  • Hier stehen Dinge, gegen die man sich sozusagen implizit entscheidet, indem man sich für etwas anderes entschieden hat.
    Ich kaufe diesen Computer und nicht jenen. Ich erledige jetzt/heute/diese Woche diese Aufgabe und nicht jene.
  • Es können aber auch Dinge notiert sein, die man bewusst nicht mehr tun will, weil sie keinen Nutzen bringen, schaden, Energie entziehen oder Zeit fressen.

Mir fällt häufig auf, dass erfolgreiche Menschen, denen ich über den Weg laufe, sich meistens bewusst gegen ganz viele Dinge entscheiden. Sie analysieren, was sie tun können, wo ihre Stärken liegen und was sie lieber bleiben lassen. Auch haben sie eine genaue Vorstellung, wohin sie wollen und welche Ziele sie noch erreichen wollen. Der Clou: Alles, was sie am Erreichen dieser Ziele hindern könnte, wird dann bewusst gestrichen und vermieden.

Das betrifft nicht nur Aufgaben, sondern häufig auch Gewohnheiten, die uns von den Zielen ablenken.


Meine Not-To-Do-Liste

Hier ist meine Not-To-Do-Liste mit den Dingen, die ich nicht mehr tue (oder es zumindest versuche, nicht zu tun):

  • Mein Mailprogramm ständig offen lassen
  • Morgens früh sofort meine E-Mails abrufen und beantworten
  • Dinge (E-Mails, Briefe, Dokumente usw) mehrfach in die Hand nehmen
  • Dinge nicht ganz zu Ende bringen
  • Fernsehen
  • Jeden interessanten Blog lesen
  • Die ganz frühen Morgenstunden (5-7 Uhr) ungenutzt verstreichen zu lassen
  • Kleinkram
  • Dinge mehrfach abzulegen
  • Unklare Aussagen akzeptieren (Gegenfrage: „Wie ist das ganz genau?“ – Danke an Peter S., von dem ich die Frage gelernt habe.)
  • Auf Pausen verzichten
  • Auf’s Frühstück verzichten
  • Auf ein Mittagessen verzichten
  • Im Urlaub arbeiten
  • Immer erreichbar sein
  • Ständig unterbrechen lassen
  • Unbewusst Geld ausgeben
  • Shoppen
  • Bücher auf Papier kaufen
  • Nur wissen und nicht anwenden
  • Nur wollen und nicht tun

Die letzten beiden Punkte habe ich übrigens schamlos von Johann Wolfgang von Goethe geklaut, der in Makariens Archiv in „Wilhelm Meisters Wanderjahre“  folgenden Satz fand:

Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.

Auch dieser Spruch hängt übrigens an meiner „Motivationswand“ und steht auf meinem Hintergrundbild in meinem Computer:

Bei der Gelegenheit: Was steht auf Ihrer Not-To-Do-Liste?

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