Am 1.1.2015 habe ich meinen Lesern das "Du" angeboten.
In den älteren Artikeln sieze ich noch, wir bleiben aber natürlich gerne beim "Du". :-)

Seit Jahren beschäftige ich mich mit den Themen produktives Arbeiten und Arbeitsorganisation. Seit bald zwei Jahren führe ich dieses Blog (eine Ewigkeit im Internet-Zeitalter). Zeit, eine Art Bilanz zu ziehen und zu überlegen, was ich denn auf dieser Reise gelernt habe. Hier also meine 5 Dinge, die ich über Arbeitsorganisation gelernt habe:

  1. Gewohnheiten, nicht Wissen
    Produktives Arbeiten hat zu 80-90% etwas mit erfolgreichen Gewohnheiten zu tun und nur zu 10-20% etwas mit Wissen. Sie glauben mir nicht? Dann überlegen Sie sich, weshalb Sie hier noch mitlesen. Mittlerweile wissen Sie nämlich garantiert genug, um produktiv arbeiten zu können. Lesen Sie aber ruhig noch weiter, ich freue mich sehr darüber! :-)
    Das sichert übrigens auch mein Einkommen: Meine Kunden könnten eigentlich auch ein Buch über Zeitmanagement lesen, anstatt mit mir zusammen zu arbeiten. Das Angebot ist riesig und es gibt sehr gute Bücher. Doch das reicht eben selten. Meine Kunden brauchen jemanden, der ihnen über die Schulter schaut, sie führt und Ihnen hilft, ihr System zu finden und dann auch tatsächlich damit zu arbeiten.
  2. Prinzipien, nicht Tools
    Ob Kugelschreiber, Füllfederhalter, iPhone oder Computer: Kein Tool macht Sie automatisch produktiver. Ein Tool hilft Ihnen lediglich, die Prinzipien einer guten Arbeitsorganisation umzusetzen. Wichtiger sind die Prinzipien. Womit man diese umsetzt, spielt keine Rolle und ist weitgehend eine Frage des Geschmacks. Ich arbeite gerne so weit wie möglich digital, andere lieben ihr Moleskine.
  3. Rahmenbedingungen, nicht (nur) Prozesse
    Um die Arbeitsorganisation zu verbessern, schauen wir oft zu sehr auf die Prozesse. Dabei werden die Rahmenbedingungen vernachlässigt, die mindestens genau so wichtig sind. Rahmenbedingungen sind für mich Schlaf, Erholung, Ernährung, Work-Life-Balance, Routinen, Rituale, Sport, Bewegung und vieles mehr. Ich habe in den vergangenen Jahren dutzende von Tipps und Methoden ausprobiert. Wenn ich sagen müsste, was meine Produktivität am meisten erhöht hat, dann wären das drei Dinge: Mein Morgenritual – welches ich laufend anpasse -, meine Pausen und meine Ernährungsumstellung.
  4. Ohne Fundament kein Haus
    Genauso verhält es sich mit den Dingen, die uns verwurzeln und die unser Fundament bilden. Ich weiss genau, von was ich mich leiten lasse und was hinter all meinen Aktivitäten steht. Ich jongliere mit recht vielen Bällen, die aber alle durch das Fundament und durch meine langfristigen Ziele verbunden sind. Von aussen mag das nicht sichtbar sein, für mich macht aber alles Sinn. Daraus schöpfe ich Energie und Motivation.
  5. Erledigen, nicht organisieren
    Nicht zu vergessen: Eine bessere Arbeitsorganisation hat nur einen einzigen Zweck: Die Arbeit besser zu erledigen und das Wichtige wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Schliesslich geht es darum, Dinge zu erledigen und nicht, sie lediglich zu organisieren. Arbeitsorganisation um ihrer Selbst willen hat da etwas falsch verstanden.

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