Am 1.1.2015 habe ich meinen Lesern das "Du" angeboten.
In den älteren Artikeln sieze ich noch, wir bleiben aber natürlich gerne beim "Du". :-)

Ziele zu setzen, ist sehr wichtig. Nur so kennt man die Richtung, in welche man gehen will. Ohne Ziele lebt man eben ziellos und erfüllt höchstens die Ziele anderer.

Dabei geht es nicht nur um berufliche Ziele oder Umsatzziele. Nein, genauso wichtig – wenn nicht sogar wichtiger – sind persönliche Ziele: Wo will ich hin? Was ist meine Vision? Was will ich erreichen im Leben? Mit der letzten Frage meine ich nicht “erfolgreicher Job” oder “eine BMW”, sondern vielmehr die weichen Ziele: “Ein guter Vater sein”, “eine liebende Partnerin sein”, “meine Familie die Zeit schenken, die sie verdient” usw.

Ziele setzen ist eines, Ziele umsetzen etwas anders. Hier ist eine Liste von Dingen, die ich im Laufe der Zeit über Ziele gelernt haben. Vielleicht können Sie sich ja im einen oder anderen Punkt wieder finden und es besser machen.

  1. Ziele nicht aufschreiben
    Wenn man seine Ziele nicht aufschreibt, verliert man sie aus den Augen. Sie bleiben vage, unbestimmt und wahrscheinlich unerreicht. An aufgeschriebene Ziele werden Sie sich viel besser erinnern und Sie werden gezwungen, die Ziele zu formulieren und dabei nochmals zu überprüfen.
  2. Ziele vergessen
    Ziele aufzuschreiben ist ein erster Schritt, der jedoch völlig wirkungslos bleibt, wenn der Zettel irgendwo in einer Schublade liegt. Deshalb ist es wichtig, sich regelmässig an die Ziele zu erinnern. Sei es, indem man sie irgendwo aufhängt, wo man sie regelmässig sieht oder indem man sich eine Erinnerung im Kalender einrichtet.
  3. Nicht zurück blicken
    Erinnerungen helfen nicht nur dabei, sich an die Ziele zu erinnern, sondern können auch zum Anlass genommen werden, zurück zu blicken. Ein Rückblick ist wichtig, damit Sie sehen, wo Sie stehen. Müssen Sie Änderungen vornehmen? Haben Sie in Ziel vielleicht schon erreicht? Was ist der nächste Schritt in Richtung Ziel?
    Bei kurzfristigen Zielen kann sich ein täglicher Rückblick lohnen, ansonsten hat sich ein wöchentlicher Rückblick bewährt.
  4. Fremde Ziele
    Wo immer Sie die Möglichkeiten haben, setzen Sie sich Ihre eigenen Ziele. Sie müssen dahinter stehen und Sie müssen das Ziel verfolgen. Ein Ziel zu übernehmen, weil “das ja alle tun” oder weil es jemand von Ihnen implizit oder explizit verlangt, ist schwierig. Es gibt so Situation, gerade am Arbeitsplatz, aber suchen Sie selbst da Ihre eigenen Ziele. Wenn Sie Ihre eigenen Ziele setzen, gibt Ihnen das einen zusätzlichen Schub an Motivation.
  5. Keine klaren Ziele
    Schwammige Ziele (z.B. “ich möchte abnehmen”) sind zum Scheitern verurteilt. Wenn Ihnen das Ziel wirklich am Herzen liegt, dann beschäftigen Sie sich damit. Gehen Sie am besten nach dem SMART-Prinzip vor: Ziele sollten spezifisch, messbar, akzeptierbar, realistisch sein und einen Zeitrahmen aufweisen. Mehr dazu in meinem Artikel “Wie setze ich mir SMARTe Ziele?“.
  6. Kein Plan
    Selbst bei klaren, einfachen Zielen (z.B. täglich 20 Minuten joggen) muss man planen, wann man sich Zeit dafür nimmt. Andere Ziele brauchen einen umfangreicheren Plan. In jedem Fall brauchen Sie einen Plan. Überlegen Sie sich, was Sie benötigen, um Ihr Ziel zu erreichen (finanziell, zeitlich, Unterstützung usw.), welche Hindernisse auftreten können und was Sie dagegen tun. Brechen Sie Ihr Ziel in Zwischenziele herunter und dann noch weiter bis zu ganz konkreten Handlungsschritten. Aber übertreiben Sie es nicht: Ihr Ziel ist das Ziel an sich und nicht ein perfekter Plan.
  7. Aufgeben
    Es kann sein, dass Sie Ihr Ziel nicht oder nicht sofort erreichen. Geben Sie aber nicht auf, bleiben Sie nicht liegen, sondern stehen Sie auf, lernen Sie aus Ihren Fehlern und blicken Sie wieder nach vorne.

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