Am 1.1.2015 habe ich meinen Lesern das "Du" angeboten.
In den älteren Artikeln sieze ich noch, wir bleiben aber natürlich gerne beim "Du". :-)

Das ist interessant: Die meisten Menschen wissen und spüren ganz genau, was sie brauchen, um ihre Energie während des ganzen Tages hoch zu halten. Trotzdem tun wir oftmals das Gegenteil davon. Das hat mit unserem “inneren Schweinehund” zu tun oder weil wir kurzfristigen Verlockungen (wie dem Schokoriegel) nachgeben. Doch zur Erinnerung hier 5 Punkte, welche Ihnen helfen, Ihre Energie lange und nachhaltig hoch zu halten.

Tanken Sie den richtigen Treibstoff.

Unsere Energie kommt zuerst von der Nahrung, die wir einnehmen. Sie wissen Bescheid: 5-6 kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, viel Trinken, wenig Zucker und Fett, Stimmungsheber (Koffein, Nikotin etc.) massvoll oder ganz meiden und viele Nahrungsmittel mit Power esse (wie Beeren, Nüsse, Bananen, Trauben usw.).

Natürlich reizen der Schokoriegel und die Cola. Sie geben sehr schnell Power, aber ihre Wirkung verpufft genau so schnell wieder. Oftmals sind die ungesunden Dinge leider einfacher verfügbar. Das ist aber eine Frage der Organisation: Haben Sie deshalb immer genug Früchte, die Sie gerne essen, in Reichweite oder legen Sie sich einen Vorrat an Studentenfutter (Nüsse, Beeren) an, welches nicht so schnell kaputt geht.

Wenn Sie selber kochen können, dann kochen Sie doch einfach eine Portion mehr von den gesunden Dingen. Die können Sie dann einen oder zwei Tage später im Büro aufwärmen und essen. Das ist nicht nur billiger als der Kantinenbesuch, sondern oftmals auch gesünder.

Schlafen Sie gut und genug.

Der zweite grosse Energielieferant ist der Schlaf. Finden Sie heraus, wie viel Schlaf sie wirklich brauchen. Wenn sie am Wochenende regelmässig ausschlafen müssen, dann schlafen Sie offenbar während der Woche zu wenig. Hören Sie nicht auf andere Menschen: Vielleicht benötigen Sie wirklich jede Nacht 8 oder 9 Stunden Schlaf, auch wenn andere (scheinbar) mit weniger auskommen.

Neben der genügenden Menge Schlaf, die Sie benötigen, ist der Rhythmus ebenso wichtig: Gehen Sie jeden Tag zur selben Zeit ins Bett und stehen Sie zur selben Zeit auf (auch am Wochenende und im Urlaub). Versuchen Sie, die Ausnahmen Ausnahmen sein zu lassen. Als Regel gilt: Gehen Sie nie zwei oder mehr Nächte später ins Bett. Eine Ausnahme ist OK und lässt sich oft nicht vermeiden. Zwei Ausnahmen hinter einander sind zu viel. Probieren Sie es während 30 Tage aus und Sie werden sehen, wie Sie leichter aufstehen und tagsüber weniger müde sind.

Für schlaflose Nächte hat Jochen Mai von der Karrierebibel eine Liste mit interessanten Artikeln zum Thema Schlaf zusammen gestellt: “Gute N8! – 30 Artikel und viel mehr Tipps für besseren Schlaf“. Und Michaela Hinkel schreibt in ihrem Artikel “Schlafstörungen – Ursachen und Gegenmassnahmen” ausführlich über Schlafstörungen, mit einer Auflistung der häufigsten Ursachen, gesundheitlichen Folgen und Gegenmaßnahmen, ebenfalls eine interessante und gute Zusammenstellung.

Gönnen Sie sich eine Pause.

Pausen sind dazu da, sich zu erholen und nicht, um Mails abzurufen, eine Zigarette zu rauchen oder Solitaire zu spielen. Pausen richtig gemacht geben Ihnen in kurzer Zeit und wenig Aufwand viel Energie zurück.

Bewegen Sie sich, machen Sie eine Atemübung, meditieren Sie 5 Minunten lang, stretchen Sie sich oder massieren Sie sich ihre Augen und Ihren Nacken.

Ach ja: Und machen Sie öfters Pause, am besten bevor Sie erschöpft sind. Sie tanken ja Ihr Auto auch nicht erst, wenn der Tank völlig leer ist, oder?

Erkennen Sie sich selbst.

Viel Stress schaffen wir uns selber: Gefühle ist Energie in Bewegung. Sie wissen, wie schnell uns Wut, Ärger, Stress oder Angst die Energie entziehen. Gefühle kommen einfach, aber wir können uns selber entscheiden, wie wir mit ihnen umgehen.

Lernen Sie, Ihre Gefühle bewusst zu erkennen, ihre Ursachen herauszufinden und einen guten Umgang mit ihnen zu pflegen.

Meiden Sie Energiekiller.

Passen Sie auf, wem Sie Ihre Zeit widmen. Es gibt Menschen, die einem die ganze Energie rauben können. Wenn Sie so jemandem kennen, dann haben Sie den Mut, den Umgang mit ihm auf ein Minimum zu beschränken.

Seien Sie vorsichtig mit Erwartungen, die man (scheinbar?) an Sie stellt oder Verpflichtungen, die Sie mehr (Energie) kosten, als Sie Ihnen etwas bringen. Haben Sie auch hier den Mut, diese zu beenden, wenn die Belastung zu gross wird.

Und noch eine Bemerkung: Ich kann Sie bis hier hören: Sie denken, dass Sie das alles gar nicht in Ihrem Alltag berücksichtigen können und dass diese Tipps utopisch sind. Oder dass das Allgemeinplätze sind. Schliesslich sind Sie ja eingespannt und haben oft keinen Einfluss auf den Druck, der auf Ihnen lastet. Stimmt (mit Ausnahme des letzten Halbsatzes)!

Aber vergessen Sie nicht: Wenn Sie Ihren Energiehaushalt geschickt managen, leben Sie nicht nur gesünder und fröhlicher, sondern diese Investitionen machen sich mehrfach bezahlt. Je mehr Energie Sie zur Verfügung haben, desto besser können Sie sich konzentrieren, desto höher ist Ihre Motivation und desto leichter fällt Ihnen die Arbeit. Und das ist doch eine gute Investition!

Beginnen Sie, bevor Ihre Batterien leer sind. Denken Sie an den Tank in Ihrem Auto (siehe oben). Wenn Sie Ihren Energiehaushalt besser bewirtschaften möchten, dann ändern Sie nicht alles auf einmal, sondern konzentrieren Sie sich während 30 Tagen auf einen Bereich (z.B. Ernährung) und gehen Sie erst dann für 30 Tage zum nächsten über (z.B. Schlaf). So schaffen Sie es, Ihre Gewohnheiten nachhaltig zu verändern!

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