Am 1.1.2015 habe ich meinen Lesern das "Du" angeboten.
In den älteren Artikeln sieze ich noch, wir bleiben aber natürlich gerne beim "Du". :-)
10 kleine Dinge, die Sie weiterbringen
© Depositphotos.com/Erik Reis

Im Anti-Zeitmanagement gilt: Durchhaltevermögen schlägt heroische Einzelaktionen. Immer.

Deshalb sind es häufig gar nicht die großen Würfe, genialen Methoden oder weitreichenden Umstellungen, die uns produktiver arbeiten lassen, sondern die kleinen Dinge.

Kleine Dinge, die uns persönlich wachsen lassen.
Kleine Dinge, die unseren Tanker leicht umpositionieren und so zu einem völlig anderen Ziel bringen.
Kleine Dinge, die einfach umzusetzen sind, aber eine riesige Wirkung entfalten können.

Eigentlich ist es im Zeit- und Selbstmanagement ganz einfach:

  1. Fokussieren Sie sich auf wenige, wirkungsvolle Dinge und erlernen Sie die entsprechenden Handlungen.
  2. Wiederholen Sie diese Handlung ständig, bis sie zu festen Gewohnheiten werden.
Durchhaltevermögen schlägt heroische Einzelaktionen. Immer.
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Hier sind 10 dieser kleinen Dinge:

  1. Verlassen Sie Ihre Routine. Routinen sind gut, um Energie zu sparen. Sie laufen ja automatisch ab. Um sich aber zu fordern, sollten Sie aus Routinen ausbrechen. Hören Sie mal eine völlig andere Musik, probieren Sie neue Lebensmittel aus, nehmen Sie einen anderen Arbeitsweg.
  2. Fordern Sie Ihr Gehirn heraus. Schaffen Sie neue Verknüpfungen in Ihrem Kopf. Wie? Ganz einfach: Bedienen Sie Ihre Maus mit der linken Hand (Linkshänder natürlich mit der rechten). Putzen Sie die Zähne mit der anderen Hand. Rasieren Sie sich und stehen Sie dabei auf einem Bein.
  3. Verbinden Sie sich täglich mit Ihrem langfristigen Ziel oder Ihrer Vision. Verlieren Sie dieses Ziel oder Ihre Vision nie aus den Augen. Nehmen Sie sich täglich die Zeit, daran zu denken und sich zu fragen: Was kann ich heute tun, um es zu erreichen?
  4. Lassen Sie sich Zeit am Morgen. Stehen Sie 30 Minuten früher auf und starten Sie Ihren Tag langsamer, aber bewusster. Schenken Sie sich diese Zeit – nur sich selbst.
  5. Blicken Sie zurück. Wir lernen im Rückblick und aus unseren Erfahrungen. Fragen Sie sich jeden Abend: Was lief heute gut? Was nicht? Was kann ich morgen besser machen?
  6. Lernen Sie aus allem. Egal was Sie tun: Stellen Sie Fragen an sich oder andere Menschen. Fragen Sie sich bei jeder Gelegenheit: Was kann ich daraus lernen? Was kann ich davon mitnehmen? Was kann ich davon umsetzen?
  7. Lesen Sie jeden Tag mindestens 30 Seiten. Das dauert nur 30-40 Minuten. Stellen Sie sich vor, wo Sie in ein paar Monaten sein werden, wenn Sie diese Gewohnheit durchziehen! So können Sie in einem Monat 3-4 Bücher lesen, die Sie wirklich weiterbringen. Schauen Sie weniger fern, lesen Sie mehr oder nutzen Sie Pausen (z.B. über Mittag) zur Lektüre.
  8. Spuren Sie Ihre Zeit vor. Lösen Sie sich von der ganz kurzfristigen Perspektive. Setzen Sie Schwerpunkte oder neue Ziele pro Monat. Stellen Sie eine Woche unter ein Motto (z.B. “Woche des Schreibens”, “Woche der Akquise” usw.). Lesen Sie den Schwerpunkt, das Ziel oder das Motto täglich durch.
  9. Seien Sie aufmerksam und machen Sie anderen Menschen Komplimente. Schauen Sie genau hin – nicht nur bei anderen Menschen, sondern auch auf dem Arbeitsweg oder in Ihrer Wohnung. Üben Sie Aufmerksamkeit. Fällt Ihnen etwas Positives bei anderen Menschen auf, dann sagen Sie es Ihnen. Komplimente sind immer zweigleisig und freuen nicht nur den Anderen, sondern geben Ihnen schon beim Aussprechen so vieles zurück.
  10. Seien Sie dankbar. Wenn ich wieder mal eine Tagebuchphase habe und täglich schreibe, überlege ich mir jeden Tag drei Dinge, für die ich dankbar bin. Vieles wiederholt sich, aber das ist ja egal. Ich kann auch täglich dankbar sein, mit der besten Frau verheiratet zu sein oder ich kann täglich für das schöne Wetter dankbar sein. Dankbarkeit gibt uns neue Power und einfach ein gutes, schönes Gefühl.

Und was hat das mit Zeitmanagement zu tun?

Alles und nichts. Mit diesen kleinen Dinge wird weder Ihre To-do-Liste kürzer noch Ihr Posteingang leerer.

Aber sie stellen Sie neu, besser und stabiler auf.
Sie schaffen eine neue, positive, gute Basis für Ihr Tun.
Sie schaffen neue, bessere Wurzeln für Ihre Handlungen.

Zeitmanagement beginnt nicht auf der To-do-Liste oder im Büro, sondern weit vorher – nämlich bei Ihnen, Ihrem Wohlbefinden, Ihrer Power, Ihrer Leidenschaft und Ihrer Motivation.

Zeitmanagement beginnt nicht auf der To-do-Liste oder im Büro, sondern weit vorher.
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